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Meine
Weltumsegelung
Architekt Dick Koopmans Der letzteTeil meiner Weltumsegelung Die erste Zeit in Griechenland Von Sívota nach Preveza und Vonitsa Über die Insel Meganisi in den Amvakikos Kolpos Mit einem Besuch in Delfi |
Der Törn mit Aurelio von Vonitsa nach Trizonia
In Vonitsa habe ich die Burg auf dem Hügel westlich des Ortes besucht. Als erste waren es die Byzantiner, die hier eine Burg gebaut haben. Später wurde sie durch die Venezianer erweitert und auch die Osmanen haben hier eine kurze Zeit geherrscht, bis die Venezianer sie wieder vertrieben haben. Es ist eine große Anlage mit vier Verteidigungsringen. Auch eine Kirche durfte nicht fehlen, die heute immer noch benutzt wird. Am Dienstag wird ein Markt abgehalten, auf dem ich ungekühltes Gemüse gekauft habe. Es sind aber nicht nur Gemüse- und Früchtestände, es wird auch alles Mögliche angeboten. An einem Stand habe ich mir zwei Trainingshosen für kältere Tage gekauft und an einem andern, der einem Imker gehört hat, kaufte ich ein Glas voller Pollen, von denen ich jetzt jeden Tag einen Suppenlöffel vol esse.
Am 10. Oktober, es war ein Samstag, ist Aurelio angekommen. Des Wetters wegen mußten wir bis zum Dienstag in Vonitsa bleiben. Am Dienstag war es schlussendlich möglich gegen einem starken Wind aus West nach Preveza zu fahren, wo wir im Norden der Stadt geankert hatten. Tags darauf segelten wir mit dem Klüver allein gegen Süden zur Einfahrt in den Kanal von Lefkas.
Weiter ging’s am Tag darauf in eine der Buchten auf Meganisi. Auch dorthin fuhren wir mit dem Motor, weil wieder kein Wind war. Eine kurze Wanderung brachte uns in den Hafen Vathi, den die Fähren von Nidri aus anlaufen. Es ist ein kleiner Ort mit einem relativ grossen Fährhafen. Als Aurelio und ich in ein Cafe hinein geschaut hatten, sprach mich ein etwa fünfzig jähriger Mann mit Vor- und Nachnamen an.
Weiter ging’s nun unter Segel in die Bucht hinter der Insel Petalas, wo wir eine gemütliche Nacht vor Anker verbracht haben. Weiter lag in meinem Plan in den Patras Kolpos einzulaufen und im Hafen Mesolongion anzulegen. Hier traf ich eine von Barries Flottillen, die zum Überwintern aus dem Saronikos Kolpos nach Korfu segeln.
Als nächstes liefen wir die Insel Trizonia an, wo ich früher einmal die Al Na’ir zwei Winter gelassen habe. Und siehe da: ich habe Christos getroffen, der zwar nicht mehr auf der Insel lebt aber immer wieder dahin kommt. Er wohnt jetzt in Nafpaktos, da seine Tochter die Schule dort besucht. Auf der Insel gab es einige neue Häuser, ansonsten hat sich nicht viel verändert. Auf einem Rundgang um den Nordteil der Insel haben wir ganze Felder von Bergveilchen (Zyklamen) und Herbstzeitlosen gesehen.
Gleich neben diesem Übungsplatz mit Sporthalle, Bädern und einer Laufstrecke befindet sich das Heiligtum der Athene Pronaia mit dem berühmten Tholos, ein runder Tempel mit zwanzig dorischen Säulen, von denen drei wieder aufgerichtet wurden. Nachdem wir die Ruinen besucht haben, ging es ins grosse Museum mit dem Wagenlenker als Hauptattraktion. Auch die Welt bekannte Sphinx der Naxier ist im Museum, wie auch der „Nabel der Welt“.
Wir machten am Nachmittag noch eine Wanderung rund um den Nordteil von Trizonia und haben uns nach den Busverbindungen nach Patras erkundigt. Am Morgen des 23. Oktober nahm Aurelio die Fähre ans Festland, von wo aus er nach Patras fuhr, um mit der Fähre nach Ancona zu fahren.
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