Wer bin ich?

Meine Weltumsegelung
Vom Beginn bis zum Ende

Das Schiff

Architekt Dick Koopmans

Von Sizilien nach Zakynthos

Der letzteTeil meiner Weltumsegelung

Von Zakynthos

nach Sívota 

Die erste Zeit in Griechenland 

Von Sívota nach Preveza und Vonitsa

Über die Insel Meganisi in den Amvakikos Kolpos

Von Vonitsa nach Trizonia

Mit einem Besuch in Delfi 

Wo kannst du mitsegeln?

Der Törn mit Aurelio von Vonitsa nach Trizonia

 

               In Vonitsa habe ich die Burg auf dem Hügel westlich des Ortes besucht. Als erste waren es die Byzantiner, die hier eine Burg gebaut haben. Später wurde sie durch die Venezianer erweitert und auch die Osmanen haben hier eine kurze Zeit geherrscht, bis die Venezianer sie wieder vertrieben haben. Es ist eine große Anlage mit vier Verteidigungsringen. Auch eine Kirche durfte nicht fehlen, die heute immer noch benutzt wird.

            Am Dienstag wird ein Markt abgehalten, auf dem ich ungekühltes Gemüse gekauft habe. Es sind aber nicht nur Gemüse- und Früchtestände, es wird auch alles Mögliche angeboten. An einem Stand habe ich mir zwei Trainingshosen für kältere Tage gekauft und an einem andern, der einem Imker gehört hat, kaufte ich ein Glas voller Pollen, von denen ich jetzt jeden Tag einen Suppenlöffel vol esse.



            Am 10. Oktober, es war ein Samstag, ist Aurelio angekommen. Des Wetters wegen mußten wir bis zum Dienstag in Vonitsa bleiben. Am Dienstag war es schlussendlich möglich gegen einem starken Wind aus West nach Preveza zu fahren, wo wir im Norden der Stadt geankert hatten. Tags darauf segelten wir mit dem Klüver allein gegen Süden zur Einfahrt in den Kanal von Lefkas.


            Nach dem Kanal war kein wind mehr und wir sind mit dem Motor in die große Bucht von Vliko gefahren, wo wir auf fünf Meter geankert haben. Noch am gleichen Tag besuchte ich einen Engländer, der gebrauchte Schiffsausrüstungen und Handbücher anbietet. Bei ihm fand ich einen fast neuen Hafenführer der Türkei, er datiert von 2006, ist also als neu anzusprechen. Er hatte noch einen Windgenerator der mir gefallen hätte, nur habe ich mich des Alters wegen nicht getraut ihn zu kaufen.

            Weiter ging’s am Tag darauf in eine der Buchten auf Meganisi. Auch dorthin fuhren wir mit dem Motor, weil wieder kein Wind war. Eine kurze Wanderung brachte uns in den Hafen Vathi, den die Fähren von Nidri aus anlaufen. Es ist ein kleiner Ort mit einem relativ grossen Fährhafen. Als Aurelio und ich in ein Cafe hinein geschaut hatten, sprach mich ein etwa fünfzig jähriger Mann mit Vor- und Nachnamen an.





            Es war Martin, der auf den Juraseen eine Berühmtheit war, hat er doch fast jede Regatta gewonnen. Leider habe ich  seinen Familienname vergessen. Wir haben eine zeitlang gekwatscht und ich habe ihm meine Homepage-Adresse gegeben. Da sieht man wieder, wie klein die Welt ist! Er besitzt jetzt eine Elan 38 und ist anschliessend in die Preveza Marina gegangen, wo das Schiff überwintern soll.

            Weiter ging’s nun unter Segel in die Bucht hinter der Insel Petalas, wo wir eine gemütliche Nacht vor Anker verbracht haben. Weiter lag in meinem Plan in den Patras Kolpos einzulaufen und im Hafen  Mesolongion anzulegen. Hier traf ich eine von Barries Flottillen, die zum Überwintern aus dem Saronikos Kolpos nach Korfu segeln.





 

            Als nächstes liefen wir die Insel Trizonia an, wo ich früher einmal die Al Na’ir zwei Winter gelassen habe. Und siehe da: ich habe Christos getroffen, der zwar nicht mehr auf der Insel lebt aber immer wieder dahin kommt. Er wohnt jetzt in Nafpaktos, da seine Tochter die Schule dort besucht. Auf der Insel gab es einige neue Häuser, ansonsten hat sich nicht viel verändert. Auf einem Rundgang um den Nordteil der Insel haben wir ganze Felder von Bergveilchen (Zyklamen) und Herbstzeitlosen gesehen.


            Nun kamen wir nach Itea mit einem leichten Segelwind bis vor den Hafen. Nach dem Anlegen marschierten wir in die Stadt und haben uns nach den Bussen nach Delphi erkundigt. Am Tag darauf fuhren wir hinauf nach Delphi, besuchten das Apolloheiligtum, das aber zur Hälfte gesperrt ist. Nun, im unteren Teil, unter der Strasse haben wir das Gymnasion besucht, dort, wo die Olympioniken sich auf die Kämpfe vorbereitet haben.

            Gleich neben diesem Übungsplatz mit Sporthalle, Bädern und einer Laufstrecke befindet sich das Heiligtum der Athene Pronaia mit dem berühmten Tholos, ein runder Tempel mit zwanzig dorischen Säulen, von denen drei wieder aufgerichtet wurden. Nachdem wir die Ruinen besucht haben, ging es ins grosse Museum mit dem Wagenlenker als Hauptattraktion. Auch die Welt bekannte  Sphinx der Naxier ist im Museum, wie auch der „Nabel der Welt“.

 

 

 

 

 

            Um fünf Uhr waren wir wieder in Itea, das wir am Tag darauf verlassen haben. Als wir beim Kap Andromákhi erreicht hatten, wurde der Westwind so stark, dass ich beschlossen habe, die Bucht Anemokambi anzulaufen und dort auf angenehmere Winde zu warten. Am Donnerstag morgen verliessen wir zeitig die Bucht und liefen mit der Maschine in Richtung Trizonia. Es wehte nur ein leichter Thermikwind von Norden, der zu schwach war, um überhaupt segeln zu können.

 

 

            Wir machten am Nachmittag noch eine Wanderung rund um den Nordteil von Trizonia und haben uns nach den Busverbindungen nach Patras erkundigt. Am Morgen des 23. Oktober nahm Aurelio die Fähre ans Festland, von wo aus er nach Patras fuhr, um mit der Fähre nach Ancona zu fahren.

 

 

 

 

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