Wer bin ich?

Meine Weltumsegelung
Vom Beginn bis zum Ende

Das Schiff

Architekt Dick Koopmans

Von Sizilien nach Zakynthos

Der letzteTeil meiner Weltumsegelung

Von Zakynthos

nach Sívota 

Die erste Zeit in Griechenland 

Von Sívota nach Preveza und Vonitsa

Über die Insel Meganisi in den Amvakikos Kolpos

Von Vonitsa nach Trizonia

Mit einem Besuch in Delfi 

Wo kannst du mitsegeln?

Wer  bin ich und woher stamme ich, wie kam ich zu meinem Schiff?


 
           Geboren wurde ich in Bösingen im Kanton Freiburg von einer Familie, die nichts mit dem Wasser zu tun hatte. Ich glaube, dass Vater und Mutter nicht schwimmen konnten. Mein Vater war Arbeiter in einer Druckerei, er konnte keinen Beruf erlernen, da er Geld anschaffen musste, damit seine jüngeren Brüder einen Beruf erlernen konnten. Auch meine Mutter war in einer Fabrik beschäftigt bis zu ihrer Heirat.
            Meine Eltern ermöglichten mir den Beruf eines Schriftsetzers zu erlernen. Nach der Lehre besuchte ich die Kunstgewerbeschule und bildete mich so in Abendkursen zum Grafiker aus. Viele Jahre lang, bis zum Frühjahr 1982, arbeitete ich in verschiedenen Druckereien als Grafiker und Arbeitsvorbereiter. In meiner Freizeit ging ich viel in die Berge zum Wandern und im Winter zum Langlauf.
           Eigentlich recht spät kam ich zum Segeln, war ich doch schon vierunddreissig jährig, als ich mir auf dem Bielersee selber das Segeln (mit einem Buch in der Hand) beigebracht habe. Ich kaufte mir einen neuen Corsair, ein Knickspanter aus Bootsbausperrholz, mit dem ich auch Regatten gefahren bin. Später kaufte ich eine gebrauchte Albin Viggen, die leider ein bisschen untertakelt war und das Regattieren wurde mühsam.
           
Im Winter 1978 besuchte ich den B-Schein-Kurs, bestand die Prüfung und machte um die Balearen bereits im März meine Seemeilen. Hier wurde ich auch seekrank und erlebte den ersten Sturm, eine Tramontana mit 12 Bf und der Motor hat gestreikt. Wir mussten in den engen Yachthafen von Palma hineinkreuzen. Im Winter darauf war der Astro-Kurs angesagt mit anschliessender Prüfung.
            1980 charterte ich eine Dufour 35 für zwei Monate und umsegelte damit um das westliche Mittelmeer.
            Im Herbst 1981 kaufte ich meine erste seegängige Yacht, eine Gib Sea 31, mit der ich 1982 Seemeilentörns durchführte und als Flottillenführer tätig war.

            Ohne die geschickte Hand meiner damaligen Partnerin, wäre es nicht möglich gewesen, den Bau des Schiffes durchzuziehen. Schon im Jahr vor dem Bau hat sie praktisch alle Schreibarbeiten hierzu erledigt und später auf der Werft, arbeitete sie wie ich, 16 Stunden am Tag, fünf Tage in der Woche bis zum Einwassern. Auf der Überführung durch die Kanäle nach Port Saint Louis war es undenkbar, ohne sie auszukommen. Auch auf den Törns nach dem damaligen Jugoslawien war sie ein wichtiges Crewmitglied und hat die ganze Navigation gemacht.

            1985 bestellte ich in Holland eine Vanguard 1300. Kurz vor Weihnachten besuchte ich die Werft, um das weitere Vorgehen zu besprechen. am 6. Januar 1986 wollten wir alle Winschen, Rettungsinsel, Kocher und die Ruderanlage bestellen und haben in der Werft angerufen. Da hiess es dass die Werft im Konkurs sei.Sofort reiste ich nach Holland mit meiner Eigentumsübertragung und besuchte den Kurator, der für den Konkurs verwantwortlich war. Schlussendlich hat sich alles eingerenkt und die Kasko gehörte mir ohne Verlust.

            Im Herbst 1987 ging ich auf die Werft, um das Schiff fertig zu bauen. Ich hatte einen Vertrag, dass ich auf der Werft arbeiten konnte. Mit der Hilfe von zwei Bootsbauern wurde nun das Schiff ausgebaut und ist am 22. März ins Wasser gelassen worden und natürlich auch getauft.

            Nur mit dem halben Ballast, ohne Mast und mit leeren Tanks fuhren wir vorerst mal durch die holländischen, belgischen und französischen Kanäle nach Lyon, wo ich 2000 Kilo Blei in den Kiel gepackt habe und der Mast wurde geliefert. Weiter ging es die Rhone hinunter mit einer Behinderung: in Valance war die Reise für eine Woche zu ende, da die Schleusen gewartet wurden.

            Weiter ging es nun die Rhone hinunter bis nach Port Saint Louis, wo der Mast gestellt wurde. bevor ich aber beim Kran ankam, musste ich den Kiel durch den Schlick ziehen, der zwar weich war aber die Fahrt arg verringert hat und das Schiff kaum steuerbar war. Nachher wurde das Schiff nach Jugoslawien überführt.

            Im Herbst 2002 überführte ich das Schiff nach Zypern, wo die Vorbereitungen für die Weltumsegelung gemacht wurden. am 1. Mai 2003 war es so weit, ich kam nach Larnaka und habe alles für den Start vorbereitet. Ende Mai kam das Schiff ins Wasser und drei Tage später ging es los. Siehe Weltumsegelung.

 

Aufgenommen im Januar 2009 in der Tyrrel Bay auf Carriacou

 

 

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