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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von den Balearen über Sardinien und Sizilien nach Zakynthos in Griechenland
Zu meiner Erholung bin ich zwei Tage dort geblieben und habe mich ausgeruht, um meinen nächsten Schritt zu machen. Am 12. August habe ich die Bucht verlassen und es ging mit gutem Wind zwischen Mallorca und Cabrera hindurch in Richtung Sardinien. Schon bald musste ich wieder hart an den Wind und die Geschwindigkeit nahm auf 2,2 bis 3,2 Knoten ab, da der Wind schwächer wurde.
Erstaunlich ist, dass ich in letzter Zeit immer Kreuzen muss, wenn ich weiter in den Osten kommen will. Nie treffe ich Winde an, die aus der richtigen Richtung kommen. Ich habe auch keine Geduld, darauf zu warten. Nach drei Nächten und vier Tagen bin ich endlich in Carloforte auf der Insel San Pietro am Südwest-Ende von Sardinien eingelaufen. Erschreckend, wie sich dieser einmal gemütliche Hafen verändert hat. Jetzt sind zwei Marinas gebaut worden und die Preise sind recht hoch. Trotzdem musste ich zwei Tage hier bleiben, da ich Einkäufe zu machen hatte und ich muss mich auch ein bisschen erholen. Viele Leute haben mich hier angesprochen, ich glaube, es ist vor allem wegen meinen Haaren und meinem Bart, die beide relativ lang sind. Seit Grenada war ich bei keinem „Haarschelm“ mehr. Die Kinder reden immer vom Nikolaus, wenn sie mich sehen, die Erwachsenen eher von Neptun oder Poseidon.
Weiter ging’s nun, auch wieder mit dem Motor Gegenahn am Donnerstag über die Bucht Teulada hinweg bis in eine Wind geschützte Bucht in der Nähe des Capo Spartivento. Auch hier sind viele Yachten versammelt und an Land sind drei stark benutzte Sand- und Kiesstrände, die die Touristen mit ihren Autos besuchen. Bald sollte Wetterbericht auf dem Funkgerät gesendet werden und ich kann entscheiden, wohin es morgen geht. Leider habe ich keinen Wetterbericht erhalten.
Der Wind hielt an auch in der Nacht, vielleicht etwas schwächer, aber über drei Knoten machte ich immer. Der Wind drehte langsam auf West zu Süd (264 Grad) ich konnte gerade noch so segeln, dass der Klüver und die Fock stand. Am zweiten Tag aber, kam der Wind direkt aus West und ich konnte meinen Kurs nicht mehr halten schon bald war ich zehn Meilen von meinem geplanten Kurs weg, da habe ich gehalst und bis zum Einnachten wurden die zehn Meilen wieder wett gemacht. Vor dem Einnachten zur zweiten Nacht habe ich zurückgehalst und in der Nacht hat der Wind gedreht, so dass ich auf die Nordspitze von Maretimo zuhalten konnte. Dort angekommen, habe ich gleich beschlossen, weiter zu segeln bis Marsala. Nur, der Wind liess nach und ich musste mit der Maschine die Strecke von 21 Meilen zurücklegen. Später hätte es wieder genügend Wind gehabt aber genau von Achtern und ich hatte „Stalldrang“. Im Vorhafen von Marsala liess ich den Anker auf vier Meter fallen.
Der Barometer ist während der Nacht von 1016 auf 1010 gefallen, der Wind
aus West-Südwest ist eingeschlafen und eine leichte Brise kam aus Südost –
also eine typische Siroco-Lage. Das heisst, ein Tiefdruckgebiet war im Anmarsch.
Im Hafen von Marsala, der gegen Süden ungeschützt ist, wollte ich nicht
bleiben. Also, wieder mit dem Motor gegen das bisschen Wind gegen Südosten bis
nach Sciacca, einer sehr alten Stadt, wo die Die Stadt Sciacca ist sehr interessant, schon die Römer ihre Rheumakuren gemacht. In der christlichen Zeit waren zwei Geschlechter, die sich bekämpft haben und die Familie Luna ist unterlegen. Viel interessante Bauten kann man hier sehen, zum Teil mit einem arabischen Einschlag, waren doch die Türken eine zeitlang hier bevor die Spanier kamen. Die Stadt war mit einer Wehrmauer umgeben und man findet heute noch drei Tore, die noch nicht zerstört wurden. Kirchen in Barock habe ich besichtigt und das heutige Gemeindezentrum war einmal das Collegio, das heiss dass es einmal das Gymnasium war, das in den Händen der Jesuiten war. Im Innern ist ein sehr schöner Kreuzgang mit einem fast quadratischen Platz. Das Kastell der Familie Luna ist stark zerstört und heute ist es eine Touristenattraktion, für die man bezahlen muss. Das habe ich aber nicht getan, habe ich doch schon genügend zerstörte Burgen gesehen.
Ungefähr 20 Meilen vor Siracusa kam endlich der gewünschte Südwestwind auf und ich änderte meine Pläne. Griechenland war nun mein Ziel, da ich das ursprünglich gesteckte Ziel mit diesem Wind nicht erreichen konnte. Ich änderte meinen Kurs und konnte den Peloponnes anliegen. In der Nacht flaute der Wind so stark ab, dass ich das Schiff einfach treiben liess mit etwa 1,0 bis 0,7 Knoten Fahrt. Endlich in der dritten Nacht änderte sich der Wind und er kam jetzt aus Nordwest, also Mistral oder Maestrale. Er wurde so stark, dass ich bis zu sieben Knoten Fahrt machte. Am Vormittag des 1. Septembers nahm der Wind ab und ich war froh, die Insel Zakynthos noch vor Sonnenuntergang zu erreichen. In der Bucht Porto Roma ging ich schlussendlich vor Anker auf sieben Meter Wasser. Die Nacht war sehr ruhig und ich konnte wieder einmal eine Nacht durchschlafen. Am Morgen des zweiten September fuhr ich in den Hafen von Zakynthos und legte „römisch-katholisch“ an der Quaimauer an, was für einen Einhandsegler nicht so leicht ist. Ein Einheimischer, der Diesel aus einem Tankwagen verkauft, hat meine Achterleinen belegt. Das Manöver ist gelungen und ich bin etwa 1,5 Meter von der Quaimauer weg, so dass meine Aries nicht beschädigt werden kann.
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