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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von Gibraltar über Almeria und Cartagena auf die Balearen
Der Eigner hat uns nicht an seiner Seite haben wollen und wir mussten uns an die Tankstelle legen. Nun war es schon gegen ein Uhr, als an Deck geklopft wurde. Es war der Sicherheitsmann, der meine Papiere wollte, die er an der Rezeption deponiert hat. Jetzt aber schnell Schlafen! Schon bald wurden wir aus dem Schlaf gerissen, es war sieben Uhr am Morgen, die Tankstelle wurde geöffnet und wir mussten Platz machen. Nach einem diffizilen Anlegemanöver, Heck an die Mole, im engen Hafen wurde erst mal das Frühstück vorbereitet. Pieter hat nun beschlossen, gleich mit dem Gepäck auf den Bahnhof zu gehen und nach einer Verbindung in die Schweiz zu schauen und wenn möglich, gleich abzureisen. Auf jeden Fall ist er nicht mehr zurückgekommen und ich nehme an, dass er es geschafft hat.
Die Alcazaba nimmt einen ganzen Felshügel ein und ist gewaltig. Leider sind viele Teile im laufe der Zeit zerstört worden, durch Erdbeben und nicht zu vergessen, die diversen Kriege darum. Ganz am westlichen Ende der Festung haben die spanischen Könige auf dem Platz des Gouverneurspalastes gebaut mit Schiessscharten für die Kanonen, von denen bei den Mauren noch keine hatten. Am Dienstag morgen habe ich Almeria verlassen und musste bis in den Nachmittag hinein motoren, da kein Wind war. Schlussendlich kam ein Südwind auf, ich glaube, es war Thermik. Er wurde schnell so stark, dass ich mit dem Grossegel allein sechs bis sieben Knoten Fahrt gemacht habe. So gegen sechs Uhr am Abend bin ich in den Hafen von Garrucha eingelaufen und musste in der Restdünung ankern.
Nun beschloss ich, nicht Gegenahn zu bolzen und habe den Kurs geändert und bin nach Aguilas gesegelt, wo ich hinter der Punta de Aguilica vor Anker ging. Schon um sechs Uhr anderntags machte ich mein Frühstück und gleich nachher ging’s los in Richtung Cartagena. Es waren noch 31 Meilen zurückzulegen, leider alles mit dem Motor, da wieder mal kein Wind war. Um ein Uhr traf ich im „Real Regatta Club de Cartagena ein und bekam einen Platz zugewiesen.
Am Samstag, den 1. August war ich im Museum für Unterwasser-Archäologie. Verschiedene Wracks wurden geborgen und die Schiffe analysiert und zum Teil nachgebaut. Es ist schon so, wie die Touristenwerbung sagt, es ist eine Stadt der Kultur(en). Die ersten nachweisbaren waren die Phönizier, nachher die Griechen, die Karthager, die Römer und auch die Araber. Später kamen noch alle europäischen Nationen dazu und brachten die Kultur von ihrem Land mit. Vor allem findet man hier Zeugnisse der Römer, der Araber und der Spanier. Am Sonntag habe ich das römische Theater-Museum besucht. Sie waren mit am längsten in Cartagena. Sie haben eine Stadt mit Theater und einer Arena gebaut und ihre Schiffe trieben Handel vor allem mit Wein, Öl und Edelmetallen, darunter Gold, Silber, Blei, Kupfer und Zink.
Dort, wo das Theater steht, haben schon bereits die Araber Wohnhäuser hingebaut und dabei die Sitze im Haus integriert. Später in der spanischen Periode, wurde das Theater weiterhin als Wohnraum mit einzeln stehenden Häusern gebraucht. Das Amphitheater jedoch ist noch nicht ausgegraben, da immer noch Wohnhäuser darin stehen und sehr wahrscheinlich auch das Geld fehlt. Als ich unterwegs mit Pieter bei Flaute auf dem Atlantik in den Mast hinauf ging um etwas zu regeln, habe ich festgestellt, dass an der achterlichen Unterwante ein draht gebrochen war. Diese Unterwante wollte ich seit Cadiz ersetzen. Es war aber weder in Cadiz, noch in Gibraltar, oder in Almeria möglich – die Schiffsausrüster haben nichts! erst hier in Cartagena habe ich einen gefunden, der mir neue Kabel machen will, muss sie aber in Barcelona bestellen. Am Mittwoch abend konnte ich sie abholen. Aber sie waren noch nicht da, sie kämen erst am Tag darauf. Also, am Donnerstag nochmals bei grösster Hitze zum Laden, um sie abzuholen. Zurück an Bord habe ich alles vorbereitet und habe auch den Spanner ausprobiert und festgestellt, dass sie ein rechtsgängiges Gewinde benutzt haben. Es sollte aber ein linksgängiges sein!
Da ich bei Santo Pola an Land gekommen wäre, musste ich wenden und weiter aufs Meer hinaussegeln, was aber durch die hohe Abdrift einen schlechten Winkel ergab. Am Morgen hat der Wind gedreht und ich konnte die Durchfahrt zwischen Ibiza und Espalmador anlaufen, auch mit schwachem Wind und immer noch hart am Wind. Am frühen Vormittag nach der zweiten Nacht war es soweit, ich sah die Durchfahrt aber wollte nicht noch einen Schlag nach Südosten machen. Nun habe ich beschlossen, noch eine Nacht auf See zu verbringen und gleich nach Mallorca zu segeln. Dies war vielleicht keine gute Entscheidung, hat doch in der Nacht ein starker Nordost- Wind eingesetzt und ich habe mit dem Motor die letzten 21 Meilen gegen den Wind gemacht und bin schlussendlich in den Hafen von Port Adriano eingelaufen, wo ich in der Bucht auf Sand geankert habe.
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