Meine Weltumsegelung

 Unter folgenden Adressen bin ich erreichbar: andre2blanc@acamar.net oder andre2blanc@yahoo.com
Copyright André Blanc, Juni 2009



Zweiter Teil:

Von Zypern durch  das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket 

Dritter Teil:

Durch die Malakka-

Strasse ins Süd-

chinesische Meer in die Philippinen 

Vierter Teil:  

Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien 

Fünfter Teil:  

Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland 

Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland 

Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien 

Achter Teil:

Von Ushuaia  über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen

Neunter Teil:  

Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar

Zehnter Teil:

Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland

Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen 

 Von Antigua nach Saint Martin und zurück nach Antigua 

 

            Nach dem Einklarieren fuhr ich in die Jolly Harbour Marina, wo ich auf Monika aus Hamburg gewartet habe, die am Montag, den 6. April ankommen sollte. Die Geldautomaten in der Marina gaben mir kein Geld. So musste ich mit dem Bus nach Saint John’s fahren. Beim ersten Automaten erhielt ich sofort den gewünschten Betrag und konnte somit die Marina bezahlen. Im Supermarkt bei der Marina habe ich viele Lebensmittel, trockene und in Dosen eingekauft, schon einen Vorschuss auf die Überfahrt nach den Bermudas.

            Als Monika da war, kauften wir Gemüse und Früchte ein und besuchten die Stadt Saint John’s. den Tag darnach, den 7. April, segelten wir nur mit dem grossen Klüver los und liefen am Abend n der Little Bay ein. Nachdem ich einklariert hatte, fuhren wir zusammen mit Kanadiern in einem Taxi über die Insel, soweit sie noch befahrbar ist. Durch die Vulkanausbrüche seit 1997 ist das Südende der Insel nicht mehr betretbar und die Hauptstadt Plymouth ist total zerstört.

            Da es die ganze Nacht geregnet hat und noch weiter regnen wollte, haben wir leider nicht viel vom Vulkan gesehen. Im Vulkanobservatorium haben wir einen Film angeschaut. Der Taxifahrer brachte uns auf den Garibaldi Hill auf schlechten Strassen, von wo wir auf die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt sehen konnten. Die Überquerung des Vulkanstromes bei der Old Road Bay war nicht sehr einfach.

            Auf der Nordseite des Garibaldihügels befinden sich viele grosse Villen, die heute alle unbewohnt sind und sehr wahrscheinlich nie mehr bewohnt werden, da die Zufahrt über den Vulkanstrom nicht immer möglich ist. Ehemals wohnten hier zwölftausend Menschen, heute sind es noch fünftausend. Der letzte Ausbruch war im Herbst 2008.

            Am 11., einem Samstag segelten wir los und haben Nevis angelaufen. Am Sonntag, Ostern, konnte ich einklarieren und habe einen Bordpass für eine Woche auch für Saint Kitts (St. Christopher) bekommen. Auch am Montag war hier Feiertag und ich habe gerade Brot bekommen, ansonsten war alles zu. Mit dem Motor fuhren wir die sieben Meilen zur Insel Saint Kitts und haben in der White House Bay geankert. Dort hat es im Inselinneren drei flache Salzwasserseen, wobei der eine und grösste gleich bei der Bucht liegt.

            Wir blieben auch den nächsten Tag in der Bucht und am Mittwoch fuhren wir die vier  Meilen mit dem Motor nach Basseterre. Nach der Ankunft und dem Einwassern des Beibootes ging’s gleich an Land. Der Teil von Basseterre, der am Wasser liegt, ist komplett neu gebaut worden, damit die Gäste der Kreuzfahrer gleich einkaufen können und keine ärmlichen Häuser zu Gesicht bekommen.

Wir trennten uns, ich nahm den Bus und besuchte das Brimston Hill Forteresse, das im UNESCO Heritage aufgenommen wurde. Am Fusse des steilen Hügels angekommen, musste ich einem schmalen Pfad folgen, der mich zum Eingang führte. 1690 wurden die ersten Kanonen hinauf transportiert und während hundert Jahren ausgebaut. 1782 wurde das Fort von 8'000 Franzosen belagert und gegen 1'000 britische Verteidiger angegriffen. Nach einem Monat Belagerung nahmen sie es ein.

            Laut Vertrag von Versailles, 1794, kam es wieder zurück zu England. 1852 wurden die Truppen abgezogen und nicht mehr benützt. Nun ist der ganze Vulkanhügel ein Nationalpark und das Fort wurde renoviert. Der Eintritt kostet zwanzig EC$. Die Besichtigung hat ungefähr zwei Stunden gedauert und ich habe einige schöne Fotos gemacht.

            Im Supermarkt bekamen wir nicht viel – Früchte und Gemüse waren kaum vorhanden und sonst war auch nicht viel erhältlich. Am Tag darauf segelten wir weiter und haben Statia (St. Eustatius) besucht, das einmal holländisch gewesen ist. Dies ist die ärmste Insel, die ich in der Karibik besucht habe. Der Ort, Oranje Baai, liegt auf dem dreissig Meter hohen Abbruch der Vulkanerde. Der Teil, der einmal unten am Sandstrand gebaut wurde, ist fast komplett durch Hurrycanes zerstört worden.

            Ein steiler Fussweg führt den Abbruch hinauf und der Ort besitzt noch viele alte Häuser in Holz im Kolonialstil. Es beheimatet auch ein kleines Fort der Holländer, das von den Amerikanern beim Unabhängigkeitskrieg Waffen und Pulver bekommen hat, um die Briten fern zu halten. Ansonsten ist nicht viel Besonderes zu sehen. Im Hafen war ein relativ starker Schwell, der um das Südkap herum kam.

            Wir haben am Abend das Schiff noch für den Törn nach Sint Maartin vorbereitet und sind am Morgen früh des 17. April abgesegelt und haben die Simpson Bay angelaufen. Das erste Mal auf diesem Törn von Antigua aus, haben wir auch das Grosssegel gesetzt. Gegen zwei Uhr haben wir mit elektrischen Problemen an der Ankerwinsch geankert. Nach dem Einklarieren, so gegen drei Uhr fuhren wir noch die vier Meilen gegen den Wind in den Hafen von Philipsburg.

 

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