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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von
Grenada nach Carriacou und zurück nach Grenada
Dies habe ich gemacht und am 15. Januar hatte ich endlich, endlich wieder Bares in der Tasche. Vorher hat mir Milo, ein Italiener, hundert EC$ geliehen, weil ich gar keines mehr hatte. Die konnte ich ihm zurückerstatten mit einem grossen grazie! Im Västa-Banken-Feuerschiff konnte ich nun einmal essen gehen. Auch dem Lothar konnte ich die zweihundert US$ am 22. Januar, als ich ihn in der Prickly Bay getroffen habe, auch ihn vielen Dank für seine Hilfe. Am Freitag, den 23. um sechs Uhr abends habe ich im „De Big Fish“-Restaurant Jacqueline erwartet, die sich angemeldet hatte, um mit mir zwei Wochen zu segeln. Am Samstag Morgen fuhren wir mit einem Minibus nach Saint George’s bis zum Busbahnhof gefahren, wo gleich viele Bauern der Umgebung ihre Früchte und Gemüse anbieten. Ein bisschen weiter fanden wir den Markt und in der Nähe konnte Jacqueline ihre Schecks umtauschen.
Früh am Montag morgen hiess es Anker auf und ab nach Carriacou. Nachdem wir etwa ein ein halb Meilen von der Insel Grenada weg waren, erwischten wir eine Regenfront mit Windstärken bis zu dreißig Knoten. Zudem stand ein starker Strom und wir machten nur wenig vortrieb. Als wir einen Holeschlag machten, sank die Geschwindigkeit auf zwei Knoten. Für die Strecke von 29 Meilen brauchten wir den ganzen Tag und segelten über vierzig Meilen. Die letzten sechs Meilen legten wir mit der Maschine zurück, immer so, dass das Grosssegel nicht ständig gekillt hat. Wir mußten den Rest mit dem Motor machen, sonst wären wir erst in der Nacht in die stark frequentierte Bucht eingelaufen. Die Sonne war bereits untergegangen, als wir in der Tyrrel Bay zwischen anderen Yachten geankert haben Am nächsten Morgen sind wir weiter in die Bucht hinein gefahren, damit wir es näher zum Land hatten. Das Beiboot wurde mit dem Aussenborder Bestückt und ins Wasser gelassen. Auch das Vorsegel, der Klüver, wurde Verpackt, die Grosssegel-Persenning auf den Baum gebunden und das Sonnensegel ausgebracht.
Mit einem Minibus fuhren wir in den Hauptort der Insel, um die Tauchbasis für Jacqueline zu besuchen. Hillsborough hat beim Hurrikan 2004 sehr stark gelitten. Sogar einen Teil der Strasse ist weggewaschen worden. Jetzt sind dort viele neue Häuser und andere wurden repariert, wo zum Teil die Dächer weg waren. Am Abend waren wir wieder zurück und haben in einem Restaurant Fisch gegessen. Gerade eben habe ich eine Languste geliefert bekommen, habe sie gekocht und von ihrem Panzer befreit. Dazu muß ich jetzt noch eine Sauce erfinden und dann haben wir eine tolle Mahlzeit, sicher besser als im gestrigen Restaurant. Es gab an Bord dann einen Christophinensalat als Vorspeise, weißen Reis mit der Languste und die Sauce. Am Donnerstag, während Jacqueline tauchte - nahm ich den Bus und fuhr nach Hillsborough und mit einem anderen nach Windward an der Nordostecke der Insel Carriacou. Dies ist ein ruhiger und kleiner Ort und hier werden noch Holzschiffe gebaut. Im Moment ist eine 43 Fuss Segelyacht in arbeit. Der Architekt des Schiffes ist zugleich der Erbauer unterstützt von seinen beiden Söhnen. Da es auf der eigentlich trockenen Insel kein oder zuwenig Holz vorhanden ist, wird es von Grenada importiert.
Am Freitag den 30 Januar habe ich Jacqueline an Land gebracht und ich ging wieder zurück zum Schiff. Nachmittags ging ich wieder an Land und habe die Tyrrel Bay fotografiert vom südlichen Hügel aus, damit ich eine gute Übersicht der Bucht hatte. Anschließend ging ich in ein Restaurant – in Bayside. Kaum hatte ich mich hingesetzt, ist Jacqueline schon vom Tauchen zurückgekommen. Wir genehmigten uns einen Rumpunsch, der so stark war, daß er einem in die Knochen gefahren ist. In der Turtle Dove Pizzeria brachten wir durch eine schöne Pizza den Rum wieder aus den Knochen. Laut Wettervorhersage mußten wir am Sonntag wieder nach Grenada zurücksegeln. Also, war der Samstag der letzte Tauchtag von Jacqueline und ich musste auch nach Hillsborrough, damit ich dort im Supermarkt einkaufen konnte. Am Abend gingen wir noch einmal ins Twilight-Restaurant zum essen. In der Frühe wurde das Sonnensegel und die Baumpersenning abgebaut, das Beiboot an Bord gehievt, den Aussenborder abgenommen und an der Reling am Achterschiff verstaut. So gegen neun Uhr waren wir soweit und konnten am Sonntag die Tyrrel Bay verlassen. Für die Überfahrt hatten wir gute Konditionen: der Wind war aus Nordost, bis 15 Knoten und wenig Seegang.
Der Montag brachte uns der Südküsten entlang, an vielen Riffen vorbei, in die Clarkes Court Bay, wo wir vor der Whisper Cove vor Anker gingen. Betreut wird die kleine Marina und das Restaurant von Eveline und Jean Claude aus der Schweiz. Sie aus Genf, er aus dem Waadtland. In der Bucht hat der Anker zweimal nicht gehalten! obwohl ich beide Male viel Kette gesteckt habe. Den Dienstag verbrachten wir damit, Saint George’s zu erforschen. Mit dem Bus ging es durch die Hügel in die Stadt und da marschierten wir auf die steilen Berghänge, an denen die Stadt gebaut ist. Ein Besuch des Marktes beschied uns wieder Sorrel, eine Hibiskusblüte, von der wir einen hellroten Tee gekocht haben. Voller Ameisen war er und ich mußte den Absud durch ein Sieb abfüllen.
Am Fuß des Mount Catherine stand dann die Chocolate Factory Belmont Estate auf dem Programm. Von den Farmern beziehen sie die frisch geernteten Kakaobohnen, lassen sie fermentieren, trocknen sie und für den Export werden sie noch poliert. Es ist interessant, den ganzen Prozeß zu verfolgen. Ein junger Mann hat uns die ganze Vorgehensweise erklärt und uns auch noch ins eigene Museum geführt, was der Dame gewidmet ist, die das Anwesen 1944 übernommen hat. Weiter ging es zum nördlichsten Dorf, wo wir bei Helene’s, einem Restaurant, ein wirklich einheimisches Menu vorgesetzt bekamen. Es gab gekochte Bananen, gekochte Yamswurzeln, Callaloo, zubereitet wie Spinat. Dazu entweder Curried Chicken oder Curried Fish und Salat. Als Dessert gab es ein Vanilleeis mit einem Stück Pudding. Entlang der Westküste erreichten wir Gouyave und überquerten die Insel über die Berge. Ein toller Tag auch ohne Regen!
Am Freitag war die Abreise von Jacqueline und wir waren im Zweifel, ob die Maschinen überhaupt London der Schneefälle wegen verlassen konnten. Nach einem mühsamen Internetbesuch konnten wir dann endlich die Boardingpässe ausdrucken und ich konnte die Wetterkarten öffnen und entscheiden, wann ich weitersegeln will.
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