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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von Chaguaramas in Trinidad in die Kleinen Antillen - Grenada
Dringende Arbeiten wurden erledigt, wie das Unterwasserschiff und das Cockpit. Das erste war, den Teil im Wasser Sandzustrahlen und neu zu beschichten. Auch an den Relingsstützen unten am Deck mußte etwas getan werden, da einige rostig waren. Auch diese wurden sandgestrahlt und gestrichen. An Deck waren viele Rostflecken, verursacht durch die rostige Ankerkette und der Relingsstützen. Mit Rostentferner und Chlorzugabe im Wasser habe ich diese Flecken weggemacht. Da ich im Sandblasraum keinen elektrischen Strom hatte, ist das Schiff versetzt worden und dort habe ich angefangen das Cockpit zu schleifen. Schon lange war dies nötig, konnte ich doch in Neuseeland nur gerade einen Teil bearbeiten. Nun, jetzt ist das ganze Cockpit neu gestrichen und wo der Rost den Stahl angefressen hat, habe ich mit Spachtel die Vertiefungen ausgefüllt. Jetzt muss ich nur noch einige Rostläufe mit Rostentferner behandeln und das Schiff sieht wieder ordentlich aus. Was jetzt noch zu machen wäre ist, den ganzen Kabinenaufbau zu schleifen und zu streichen. Da ich aber jetzt keinen Strom mehr habe, ich bin in der Bucht vor Anker, ist dies leiden nicht mehr möglich. Dies wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Da die Ankerkette seit Langkawi sehr viel gebraucht wurde, war sie arg rostig. Ich musste sie ersetzen, was mich in arge Unkosten gestürzt hat. Nun, es musste halt sein, da sie auf einem gewissen Teil auch auf der Nuss der Ankerwinde Nicht mehr die richtige Länge hatte und immer übersprungen ist.
Chaguaramas habe ich am Nachmittag um vier Uhr, am 23. Dezember, verlassen. Zuerst ging es mit dem Motor mit sechs Knoten aus der Chaguaramas-Bucht hinaus in den engen Kanal, der die Bucht vom offenen Meer trennt. Aber oha! Bei der Ausfahrt war eine starke Dünung und der Bug hat die engen und hohen Wellen unterschnitten und das Vorschiff war einige male komplett unter den Wellen verborgen. Endlich draussen auf dem offenen Atlantik war der Seegang nicht mehr schlimm und ich konnte vorerst mal auf die Pricky Bay zusteuern. Jedoch setzte sich mehr und mehr eine Strömung durch, die mich stetig nach Südwest versetzte. Dadurch wurde meine Geschwindigkeit über Grund stark herabgesetzt (4 kn). So hoch wie überhaupt möglich, ging ich an den Wind, und trotzdem, der Kurs nach dieser Bucht auf Grenada war nicht mehr zu halten. Von anderen Seglern habe ich gehört, daß sie Motorsegeln gemacht haben. Jedoch ich wollte dies nicht und bin halt stur weitergesegelt. Etwa zwanzig Meilen von Trindad im Norden befinden sich Ölplattformen, auf die konnte ich vorerst noch zusteuern. Später aber versetzte mich der Strom immer mehr und der Kurs führte nun zwischen hindurch. Am Morgen hatte ich fast sechs Meilen Versatz gegen Westen. Nun, als ich näher an die Insel kam, drehte der Wind und ich konnte wieder drei Meilen gutmachen. Das letzte Stück von drei Meilen legte ich nun mit dem Motor zurück. Nach zwanzig Stunden habe ich die Prickly Bay erreicht und habe zwischen den anderen Yachten geankert. An die hundert Schiffe waren hier vor Anker, die ganze Bucht war angefüllt. Am Weihnachtstag bin ich an Bord geblieben.
Am 30. fuhr ich mit einem Minibus nach Saint George, um dort ein Telefon zu finden – Segler haben mir gesagt, daß diese dort intakt sind. Aber nichts ging! Von sechs Telefonen hatte nur eins einen Hörer, hat aber keinen Ton von sich gegeben. Frustriert ging es zurück in die Prickly Bay und hoffte, Lothar zu treffen, der mir angeboten hatte, Geld zu leihen. Er war aber nicht an Land, denn er als Morgenmuffel war um elf Uhr noch beim Frühstück.
Am Silvestermorgen bin ich recht früh aus der Prickly Bay ausgelaufen und bin zur „Le Phar Bleu Marina“ gefahren, wo ich bei Jana und Dieter das Neue Jahr erwarten wollte. Die Besitzer sind Schweizer und haben eine tolle Arbeit geleistet. Sie haben das Västa-Banken-Feuerschiff gekauft, renovieren lassen und zu einem Restaurant ausgebaut. Es liegt nun am Schwimmsteg ihrer Marina. Dahinter am Festland haben sie ein Resort gebaut, wo sie neun Bungalows gebaut haben und sie für Ferien vermieten. Für zwei Personen rechnet man mit zweihundert Dollar.
Hier habe ich das Silvestermenu genossen. Nun, am Montag kann ich wieder
zur Bank und Geld beziehen und dem Lothar seine zwei hundert Dollar zurück
geben.
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