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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von Natal über Fortaleza und Kourou in französisch Guyana nach Chaguaramas in Trinidad
Wie viele andere Städte in Brasilien ist auch Natal nicht unter die schönsten zu rechnen. Nachdem ich alles erledigt hatte, Ausklarieren, Einkaufen und Schiff klar machen, bin ich am Sonntag, den12. Oktober um vier Uhr am Nachmittag ausgelaufen um nach Fortaleza zu kommen. Nach dem Verlassen der Flußmündung habe ich den grossen Klüver gesetzt, da der Wind fast von Achtern kam. In der Nacht hat der Wind auf fünfunddreissig Knoten aufgefrischt und nahm noch mehr zu. Ich habe den Klüver geborgen und setzte die Sturmfock, mit der ich immer noch über fünf Knoten fahrt machte. Dies war vielleicht ein bißchen voreilig, hat der Wind doch nach etwa einer Stunde nachgelassen. Bis es Tag wurde, ließ ich aber die Sturmfock stehen und am Morgen, bei etwa fünfundzwanzig Knoten Wind setzte ich die Fock und machte gleich wieder sechs Knoten.
Auch diese Stadt ist nicht sehenswert. Den Tag darauf, am 15. Oktober ging es zu den Behörden, was den ganzen Tag in Anspruch nahm. Der Mann bei der Policia Federal war ein sehr pingeliger Typ und brauchte viel Zeit, um die zwei Formulare auszufüllen. Bei der Zollbehörde fehlte mir eine Verlängerung und nach langer Beratung bekam ich die Ausreisepapiere. Einfach war es aber beim Hafenmeister, jedoch der Tag war um!
Die erste Nacht brachte wenig Wind und ich hatte noch keinen Guyanastrom mit mir. Die nächsten Tage wurden besser, der wind wurde aber nie sehr stark. Dafür hatte ich an die zwei Knoten Strom mit mir. Am 20. und 21. lag das Etmal (24 Stunden) bei 155 Meilen, was einen Durch schnitt von 6,45 Knoten macht. Der fünfte Tag ist sehr Windarm und ich schleiche mit 4,2 bis 4,6 Knoten dem Ziel entgegen. Der sechste Tag, ist eine Katastrophe! Den ganzen Tag hatte ich ganz, ganz schwachen Wind, die Fahrt liegt zwischen 1,9 und 3,3 Knoten und ich weiß nicht, ob dies durch den Wind oder den Strom verursacht wird. Die ganze Zeit muß ich das Ruder nachstellen, weil die Aries nicht mehr in der Lage ist, zu steuern. Sobald ich im Cockpit Schatten habe, werde ich ein wenig mit dem Motor fahren. Der Tag darauf war nicht besser: Auch hier schwache Winde. Ich glaube, dass dies durch die Kalmenzone am Äquator gekommen ist. Erst am Abend so gegen vier Uhr hat der Wind zugenommen und ich machte wieder anständig Fahrt. Am 24. Oktober sollte ich ankommen und siehe da, schon bald konnte ich die Iles du Salut ausmachen. Nun ging es durch en engen Kanal nach Kourou, wo ich im Fluss drin geankert habe.
Katastrophe war der fünfte Tag. Es kamen Wolkenwände auf mich zu, am Anfang mit viel Wind und dann richtige Wolkenbrüche. Der Wind warf die See auf, die der Regen nicht glätten konnte und darnach war ein wüster Seegang und ohne Wind. Die Segel schlugen unkontrolliert hin und her. Dabei hat es am Grosssegel den zweitobersten Rutscher ausgerissen. Das Groß habe ich schlussendlich geborgen. Der sechste Tag brachte leichte Winde mit Regenschauern gemischt. Jedoch von etwa fünf Uhr an. Ich war gerade an den Bohrinseln vorbei, hat der Wind komplett abgestellt und ich mußte den Motor zu Hilfe nehmen. Es waren aber immer noch 49 Meilen bis nach Chaguaramas, wo sich die Werften befinden. Um zwei Uhr am Nachmittag bin ich in die große Bucht von Chaguaramas eingelaufen und habe gleich am Zollsteg festgemacht. Nach einem großen Papierkrieg zuerst bei der Einwanderungsbehörde und dann beim Zoll bin ich offiziell in Trinidad anwesend. Darnach mußte ich das Schiff verlegen und in der Bucht ankern, bis ich in der Werft aus dem Wasser kann. Der oberste Rutscher, der aus Chromstahl, konnte ich bis jetzt noch nicht ersetzen, habe ich doch in Brasilien nirgends einen bekommen. Hoffentlich habe ich in Trinidad mehr Chancen. Der zweitoberste Rutscher ist zwar nicht gebrochen, dafür ist die Gatsche ausgerissen und ich muß das Segel zum Segelmacher bringen. Am Klüver ist der oberste Stagreiter kaputt gegangen, den kann ich aber selber ersetzen. Auch die Leine des Lazy Jacks auf der Backbordseite ist gebrochen und ich muß in den Mast hinauf bis zur zweiten Saling.
Der 18. mußte ich dem Besuch der Werft widmen und zur gleichen Zeit habe
ich auch Ship Chandler besucht. Ich interessierte mich vor allem für die Bücher
von Chris Doyle der kleinen Antillen und für die Preise der Leinen eines neuen
Grossfalles, was auch schon lange Zeit beschädigt ist. Für die Aries muß ich
mehr Steuerleinen kaufen, da diese oft durchgescheuert werden. Mein Lazy Jack
war defekt und ich musste die Neinen ersetzen. Nun kann ich die alten fèr die
Aries brauchen, brauche also keine neuen zu kaufen.
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