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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von Salvador über Recife und Fernando de Noronha nach Natal
Hier hat Eckbert beschlossen, das Schiff zu verlassen und per Bus oder Flugzeug nach Recife zu gehen. Von hier aus fliegt er nach hause. Am Morgen des 12 Septembers erledigte ich bei den Behörden den Papierkram und machte mich zum Auslaufen klar. Es war etwa halb zwei Uhr, als ich den Hafen verliess und die erste Strecke mit dem Motor gegen den Wind fahren musste. Nachdem ich um das letzte Kap von Salvador herum war, setzte ich das Gross und den Klüver, die ich bis nach Recife nicht mehr geborgen habe. Auch die Fock habe ich einmal gesetzt, sie brachte aber nichts und ich barg sie wieder. Die ersten beiden Tage und Nächte segelte ich praktisch immer am Wind, da der Wind aus Ost-Südost kam. Erst am dritten Tag änderte sich dies und ich konnte die Segel ein bisschen fieren. Wind aus Südost.
Jetzt bin ich schon nur mehr acht Grade vom Äquator entfernt. Da die Sonne noch immer im Norden steht, ist es hier noch nicht so heiss – wenigstens nicht auf dem Schiff, an Land ist es eine andere Sache. Gestern Abend hat mein Anker nicht gehalten. Mit dem Winddruck und dem auflaufenden Wasser stand ich mit der Breitseite gegen den Wind und es hat mir aus dem weichen Schlick den Anker ausgerissen. Nun habe ich vierzig Meter Kette gesteckt auf sechs Meter Wasser und er hat gehalten.
Am dritten Tag bin ich in den Cabanga Iate Clube gegangen und habe mich für die Regatta nach Fernando de Noronha zu informieren. Wenn ich als einzelner dort hin gehe, muss ich pro Tag zweihundert US$ Ankergebühr plus dreissig US$ pro Person bezahlen. Mit der Regatta habe ich vierhundert Reales (260 $) bezahlt für eine Woche in Noronha und die anderen Vergünstigungen. Da ich wieder einmal lange weisse Haare und einen langen Bart habe, wurde ich nur mehr Papa Noël gerufen. Nach einer Woche Pernambuco Iate Clube bin ich am Montag in die Marina des Cabanga Iate Clube gefahren. Dieser Klub organisiert die Regatta. Viele Segler, vor allem aus Brasilien, habe ich getroffen. Darunter waren auch einige Argentinier und ein Franzose. Alain, den Franzosen, habe ich schon in Buenos Aires kennen gelernt. Seine Freundin ist Brasilianerin und heisst Marcia.
Drei Tage und zwei Nächte dauerte für mich die Regatta. Die Winde waren die ganze Zeit aus Ost-Südost in der Stärke von fünfzehn Knoten. Nur einmal, als eine Regenfront durchgezogen ist, wurde der Wind etwas stärker. Darnach hat er auch nach Ost gedreht, so dass ich fast hart am Wind segeln musste. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit meinem schweren Schiff als letzter ins Ziel kommen würde, alle anderen segelten an mir vorbei. Dem war aber nicht so. Um vier Uhr Festlandzeit bin ich durchs Ziel gekommen und habe für den Trip von 314 Meilen 51 Stunden gebraucht. Der Durchschnitt lag bei 6.15 Knoten. Noch lange war ich nicht der Letzte! Viele sind noch nach mir ins Ziel gekommen. Auf der Rangliste der Stahlschiffe belegte ich den fünften Platz, also in der Mitte. Auch mir haben sie einen Preis angehängt, weil ich am weitesten von Recife weg meinen „Liegeplatz“ habe. Die Insel oder Inseln Fernando de Noronha sind die einzigen tropischen Inseln von Brasilien und sie sind ein Naturreservat. Darauf leben etwa dreitausend Personen und sind vor allem mit dem Tourismus beschäftigt. Viele Pousadas gibt es hier und die Touristen kommen vor allem wegen des Tauchens hier her, da die Meeresflora und -fauna einzigartig sein soll.
Die ganze Strecke hatten wir halben Wind in einer Stärke von etwa 22 bis 25 Knoten. Mein Schiff lief wunderbar aber nass! Viele Wellen schlugen über das Vordeck und erreichten manchmal auch das Cockpit. Gestartet bin ich nur mit der Fock und dem zwei Mal gerefften Grosssegel. In der Nacht war der Wind etwas stärker und ich lief fast konstant mit sieben Knoten. Am Morgen setzte ich auch den Klüver, da der Wind nachgelassen hatte. In den Badehosen ging ich nach vorne und habe alles vorbereitet. Trotzdem haben mich einige Wellen voll erwischt und ich war komplett nass. Die Geschwindigkeit hat sich mit den 44 Quadratmetern mehr Segelfläche wieder auf 6,5 bis 7,3 Knoten erhöht. Da ich am Briefing nichts verstanden habe, wusste ich nicht wo das Ziel war. Vor dem Hafen in einer Flussmündung habe ich die Vorsegel geborgen, sah aber, dass die anderen vor mir unter Segel in den Hafen eingelaufen sind.
Eigentlich wollte ich an diesem Abend Fisch essen. Das Klubrestaurant hatte aber geschlossen und es gab ausser den „amuse-geules“ nichts zu essen! Am Montag bin ich in die Stadt gefahren, da ich kein Brot mehr hatte und bei dieser Hitze nicht backen wollte.
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