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Von Zypern durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket Durch die Malakka- Strasse ins Süd- chinesische Meer in die Philippinen Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien Von Ushuaia über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen |
Von Rio de Janiro über Búzio und Victoria nach Salvador Eine lange Strecke liefen wir durch die Stadt um die Policia Federal zu finden, wohin ich gehen mußte. Die Stadt ist immens und am Mittag sind die Strassen voller Menschen, die zum Mittagessen gehen. Als wir bei der Policia Federal angekommen waren, mußten wir bis um halb zwei warten, da die Beamten beim Lunch waren. Der Mann wußte aber nicht so gut im Bilde und mußte seinen Chef anrufen. Da die Marinapreise hier in Brasilien extrem hoch sind (168 Reales oder 115 Dollar) sind wir nach zwei Tagen weggegangen und wir haben uns an eine Mooring bei der Escuela Superior de Guerra hingelegt. Die Einrichtung der Marina da Glória sind für diese hohen Preise recht kläglich, besser ist es an der Mooring und wir müssen mit dem Beiboot an Land. Das Problem ist, daß wir in der Nacht der Diebstähle wegen nicht an Land das Dingi lassen können.
Eckbert und ich waren auch in der Copacabana, dem berühmten Strand von Rio de Janeiro, der aber im Moment umgebaut wird. Der Sandstrand wird verkleinert und darauf wird eine Betonfläche gebaut, damit die „Kioske“ mehr Tische und Stühle aufstellen können. Eckbert mußte dann noch weiter, um einer Freundin seiner Frau irgendwelche Sachen aus Deutschland zu bringen. Ich bin zurück gegangen und habe dort auf der Quaimauer auf ihn gewartet, weil ich das Beiboot nicht solange allein lassen konnte. Jetzt geht es wieder weiter in den Norden, nachdem wir die Einkäufe erledigt haben und noch ein wenig Rio unsicher gemacht haben.
Schon bereits hier wurde der Wind stärker und am Morgen fuhren wir nach Arrial do Cabo gefahren und haben im Inneren vor der Fischermole geankert. Der Wind war stark und der Anker hat nicht gehalten. Drei mal fuhren wir das Ankermanöver und verbrachten die Nacht relativ ruhig. Wir gingen mit dem Beiboot an Land und besuchten den Ort. Am Morgen wurden wir durch einen Fischer aufgefordert, unseren Ankerplatz zu verlassen, da er auslaufen wollte. Wir fuhren in die Enseada do Forno, wo ein recht langer Sandstrand ist. In der nördlichsten Ecke warfen wir den Anker, hier war es ruhig und die starken Böen streiften uns nur leicht. Mit dem Beiboot sind wir an Land gegangen, durch den ganzen Strand im Sand zum Südende der Bucht gelaufen und über einen mit Steinplatten belegten Weg den Hügel bestiegen. Auf der anderen Seite war wieder das Dorf. Am 13. August gegen Mittag ging es wieder mit dem Motor weiter bis nach Búzios, wo wir an einer Mooring des Iate Clube angelegt haben. Hier wurde der Wind so stark, dass wir nicht auslaufen konnten, blies der Wind doch aus NNO mit etwa 30 bis 35 Knoten (ca. 60 Km). Wir sind verschiedene Male ins Internet gegangen und haben uns die Wetterberichte angeschaut und der Wind blieb sich fast immer gleich – mal kam er ein bisschen mehr von Osten, mal mehr von Norden.
Wir haben uns nun entschlossen, wieder nach Búzio zurückzukehren. Jetzt machten wir bis zu acht Knoten Fahrt statt der kläglichen 3,8 oder 4,1 Knoten. Für die erwähnte Strecke brauchten wir keine zwei Stunden. Trotzdem kamen wir in der Nacht beim Yachtklub an. Nach dem Bergen des Grosssegels, die Fock wurde schon vorher geborgen, sind wir nahe unserer vorher gehabten Mooring geankert.
Am Freitag, den 22. August haben wir am Morgen Búzio verlassen und segelten nach Porto de Barra do Riacho, wo wir am Abend angekommen sind. Am nächsten Tag, am Platze einen Tag zu warten, sind wir bei Wind aus Südwest ausgelaufen in Richtung Victoria. Schnell drehte der Wind und wir mussten die ganze Strecke dahin mit dem Motor zurücklegen. Und zwar gegen einen relativ starken Nordost-Wind, der sich immer nach der Küste gerichtet hatte. Am Sonntag morgen sind wir in die Marina von Victoria eingelaufen und mussten mit dem Anker, Heck gegen die Mole anlegen. Durch einen unglücklichen Umstand hat der Anker nicht gehalten und bei der Dünung, die in die Marina eindrang, fuhr das Schiff immer vorwärts und rückwärts. Auf einmal war das Heck unter der Mole und der Arm der Aries, wo die Windfahne hinkommt, wurde abgebrochen. Neu ankern und nochmals anlegen war angesagt. Nun fing die Demontage des beschädigten Teiles an und Nachfrage, wo man das Alugussteil schweissen lassen kann. Eine Adresse habe ich bekommen und bin mit dem Taxi dorthin gefahren. Der Mann war sehr freundlich und verlangte von mir 140 Reales. Am nächsten Tag konnte ich den reparierten Teil wieder abholen. Die Montage war relativ einfach und die Aries funktioniert wieder. Ohne sie, wüsste ich nicht, wie ich weitersegeln sollte.
Am 28. August ging es dann weiter. Mit gutem Wind von achtern legten wir in zwei Tagen und eine Nacht und liefen am Abend des zweiten Tages in den Hafen Caravelas ein, der in einem Fluss liegt. Am morgen darauf versuchten wir das Schiff zu verlegen, wir wollten näher unter Land gehen, wo Anlegestellen für das Beiboot vorhanden sind. Die Sandbänke im Fluss hinderten uns daran, so waren wir weit davon entfernt.
Ilhéus ist ein gegen Norden offener Hafen, wo zwei Mal im Jahr Hochbetrieb herrscht. Einmal wenn die Kakao-Ernte im November verschifft wird und einmal im April, wenn aus dem Innenland die Sojabohnen auf die Frachter gelangen. Hier konnte Eckbert seine Fäden ziehen lassen. Der Ort ist ein kleines Provinzstädtchen, das durch die Kakao-Barone dominiert wird.
Kurz vor dem Sonnenuntergang verließen wir Campinho und es ging in Richtung Salvador. Der Wind war uns einmal hold und mit vier bis fünf Knoten kamen wir voran. Gegen Morgen gab es einige Winddrehungen. Kurz vor dem Leuchtturm barg ich den Klüver und mit dem Motor fuhren wir zur Marina Centro Nautico de Bahia. Unterwegs bargen wir auch das Grosssegel. Hinter dem Forte de San Marceló liegt die Marina. Zuerst sandten sie uns auf die falsche Seite des Schwimmsteges und mit den schmutzigen Mooringleinen wurde das ganze Deck besudelt. Als wir endlich angelegt hatten, mußten wir wieder den Platz wechseln, auf die andere Seite. Ein kleiner Schwell ist immer im Hafen und das Schiff führt vor und zurück. Man muss also aufpassen, dass man nicht den Quai berührt. Es ist eine zwiespältige Stadt – auf der einen Seite Hochhäuser, auf der anderen Seite die alten Häuser, die zum Teil am Zusammenfallen sind. Nur gerade der touristische Teil der Altstadt ist einigermaßen erhalten. Salvador scheint die älteste Stadt Brasiliens zu sein, sie war auch einmal die Hauptstadt. Ich habe hier über zehn portugiesisch-barocke Kirchen gezählt, die eine Auffrischung nötig haben.
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