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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Besuch
in Villarrica und auf Chiloé
In der Zwischenzeit ist viel passiert. Am 2. Mai haben die ausländischen
Segler eine Geburtstagsfeier für mich organisiert, mit allem Drum und Dran –
inklusive Kuchen. Bei Normande und Claude, ein francokanadisches Paar, gaben
eine Party. Wir waren innsgesamt sechs Personen, zwei weitere Kanadier, ein
Amerikaner und ich. Es war ein fröhlicher Abend mit gutem Essen und gutem Wein.
Am vierten Mai bin ich mit Anke und Martin, einem deutschen Paar von der
„Just do it“, nach Villarrica in einem Mietauto gefahren um Wolfgang zu
besuchen und die Landschaft zu geniessen. Wolfgang, ein ehemaliger Segler hat
dort Land gekauft, etwa dreissig Schafe und fünf Alpacas zugelegt. Hinter dem
Haus befinden sich auch Hühner und Enten. Seine drei Labrador-Hunde sind auch
immer unterwegs und sie sind, wie bei dieser Rasse üblich, kein bisschen
agressiv.
Ein bisschen von seinem Haus weg hat er ein Gästehaus gebaut, wo Anke
und Martin übernachtet haben. Zum Schlafen wurde ich in das „Kastanienhaus“
geschickt, das unter einem riesigen Kastanienbaum liegt. Nachts fielen
gelegentlich Kastanien aufs Dach, was mich aber nicht beim Schlafen gestört
hat. Wolfgang gab mir ein dickes Federbett, das mich vortrefflich warm hielt,
trotz Temparaturen unter null Grad. Zum Anziehen musste ich mich aber beeilen,
damit ich nicht ausgekühlt wurde.
Die Gegend dort ist sehr schön und bei klarer Sicht – das war es immer
– sieht man einen aktiven Vulkan, er heisst Villarrica . Nachts sieht man den
Feuerschein auf seinem Gipfel. Anke, Martin
und Ulli sind mit einer kleinen Cesna, natürlich mit Pilot, zum Vulkan geflogen
und haben in den Krater geschaut. Martin hat einige Fotos davon gemacht. Der
Aeroclub von Villarrica besitzt drei oder vier kleine Cesnas, die sich die
Mitglieder des Clubs ausleihen können.
Für den letzten Abend war ein Barbecue vorgesehen. Elke, die Frau von
Ulli, einem Ehepaar, das in den Virgin Islands lebt und gerade da in den Ferien
waren, hat mich geschickt, Kartoffeln auf dem Acker zu holen. Ich fand aber
keine, da schon alle ausgegraben waren. Dafür stolperte ich fast über viele
Pilze, es waren Butterröhrlinge, die ich dann geputzt und gekocht habe.
Irgendwie war die Zeitberechnung falsch, war doch nicht alles zur gleichen Zeit
fertig. Die Holzkohle war aufgebraucht und das Fleisch war noch nicht gar. Für
mich war es ja gut, da ich das Fleisch gerne „bleu“ habe. Alle mussten es
halt so essen.
Unter den Kastanienbäumen habe ich Kastanien aufgelesen und mir dabei
die Hände durch die scharfen Stacheln an der äusseren Schale zerstochen.
Wolfgang bringt sie zum Gemüsehändler in Villarrica, der ihm zwar kein Geld
gibt, dafür kanner er sich den Winter über Früchte und Gemüse holen. Die
Schafwolle kann er kaum verkaufen, das Schären kostet bald mehr als er damit löst.
Die Wolle der Alpacas gibt er einer Frau zum Spinnen und für 25'000 Pesos kann
er diese feine und leichte Wolle verkaufen.
Am 7. Mai fuhren wir am Morgen zurück und unterwegs besuchten wir eine
Blaubeerfarm, die von einem deutschen Einwanderer betrieben wird. Er hat nicht
nur Blaubeeren, sondern er hat begonnen Haselnusssträucher anzupflanzen. Sie
sind aber noch nicht soweit, dass sie Nüsse tragen können. Kurz vor Mittag
wurde das Mietauto zurückgegeben. Die Firma Hertz hat uns sogar in den
Yachtklub zurückgebracht. Leider konnte ich nicht soviel filmen,wie ich gerne
wollte, habe ich doch die zweite Batterie auf dem Schiff vergessen.
Schon am Mittwoch ging es wieder los. Da das Wetter so schön war, habe
ich beschlossen, mit dem Bus nach Chiloé zu fahren, um dort einige der
Holzkirchen zu filmen. In Castro, der Hauptstadt von Chiloé suchte ich mir ein
„Hospidaje“ – eine kleine Pension, zum Übernachten. Zuerst fimte ich die
Kirche von Castro, die vom italienischen Architekten Eduardo Provasoli
gezeichnet wurde.
Am zweiten Tag in Ciloé bin ich mit dem Bus nach Chonchi gefahren.
Eigentlich wollte ich auf die Insel Lemuy, nur habe ich kein Schiff gefunden,
das mich übergesetzt hätte. Die Kirche des Ortes ist auch sehr schön, ist
aber ineinem schlechten Zustand, will doch das linke Schiff zusammenbrechen.
Geld ist keines vorhanden, um diesen Teil zu reparieren. Alles wurde im Inneren
abgestützt und sie warten auf Geld von Ancud. Der nächste Tag brachte mich
nach Dalcahue und auf die Insel Quinchao. In Achao, dem Hauptort der Insel,
besuchte ich die Kirche, die in einem guten Zustand ist. Im Ort Curaco deVelez
habe ich auch eine Kirche gefilmt, konnte sie aber
nicht von Innen sehen, da der Pfarrer nicht im Ort war.
Wieder zurück auf der Insel Chiloé besuchte ich die Kirche von
Dalcahue, die auch sehr gut erhalten ist. Hier scheint aber in der Nähe des
Turmes ein Leck zu sein, ist doch die Decke innen durch Wassereinbruch beschädigt.
Am nächsten Tag wollte ich wieder zurückfahren, jedoch nicht, ohne die Kirchen
von Ancud aufgenommen zu haben!
Auch hier konnte ich die eine Kirche nicht von innen besichtigen, da sie
abgeschlossen war. Eine andere habe ich auch von innen gefilmt. Das Innere ist
weiss gestrichen und dadurch wirkt sie sehr nüchtern. Aussen verträgt sie
einen neuen Anstrich, blättert doch die Farbe ab.
Eine ander Holzkirche war sogar hinter Eisengittern und ich konnte nicht
näher als auf vierzig Meter heran. Diese gehört zu einem katholischen Internat
oder zu einer Internatsschule. Nach dem vielen Herumlaufen in Ancud schlief ich
im Bus bis nach Puerto Montt und habe von der Fähre nichts mitbekommen, die uns
ans Festland gebracht hatte. Um halb acht war ich wieder in Valdivia und habe
angefangen, die Filme zu schneiden. Nur, mein Videoprogramm ist zu alt und ich
kann meine Szenen nicht im besten Programm bearbeiten und auch keine Titel einfügen.
Es ist jetzt halt wie eine bewegte Diashow, mit schwarzen Löchern zwischen den
einzellnen Sequenzen.
Am 16. Mai war ich an einem Schulungsabend für Kameras, veranstaltet von
Sony Chile. Alles natürlich in spanisch. Trotzdem habe ich viel profitiert,
wurde doch der ganze Bedienungsprozess erklärt. Dies wird dazu beitragen, dass
die Filme besser werden. Ich filme ja praktisch nur ab Statif, dadurch geht halt
manchmal die spontaneität verloren. Dafür sind die Szenen nicht verwackelt und
alles ist Scharf. Ich hoffe, bald ein Schnittprogramm zu erhalten.
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