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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Von
Suva der Küste entlang nach Lautoka und dieÜberfahrt nach Opua in Neuseeland
Am Morgen
des 17. Oktober bin ich losgefahren und wollte auf die Insel Bequa. Ich war noch
nicht lange ausserhalb des Riffes, als der Wind bis auf sieben Bf. aufgefrischt
hat. Der Seegang wurde recht steil und lag bei drei bis vier Metern. Da ich
nicht kreuzen wollte, bin ich wieder zurück nach Suva gesegelt. Es macht keinen
Sinn, bei diesen Wetterverhältnissen sich draussen abzuplagen, wenn es nicht
sein muss. Ein wenig näher unter Land habe ich wieder vor dem Yachtklub auf
vier Metern geankert. Noch am Sonntag stand ein starker Passat mit bis zu 25
Knoten.
Am Samstag, den 21. Oktober war hier das Hindu-Neujahr und in der Stadt
traf man viele Frauen in traditionellen Kleidern an, sei es bekleidet mit dem
Sari oder mit Hosen und einem kurzen Rock, alles schön bunt. Extra aus diesem
Grund bin ich mit dem Fotoaparat in die Stadt gegangen. Leider waren die Bilder
mit den schönsten jungen Frauen, die in einem Geschäft gearbeitet haben,
unscharf – wie schade!
Am Dienstag, den 24. habe ich am Morgen alles vorbereitet, um nach Westen
zu segeln. Um elf Uhr ging es dann Ankerauf! Nachdem ich den ganzen Schlick, der
mit dem Anker aufs Deck kam, runtergespült hatte, setzte ich das Gross und den
Klüver. Den Motor liess ich vorerst mal noch mitlaufen um ohne Gefahr aus der
Riffzohne herauszukommen. Der Wind drehte immer östlicher und schon bald musste
ich das Gross bergen, da es immer den Klüver abgedeckt hat.
Nachdem ich die Bequa-Passage hinter mir hatte, wurde es bald mal Nacht.
Der Wind liess nach und ich machte nur mehr drei Knoten Fahrt. Wenn ich den
grossen Klüver gesetzt hätte, wäre ich sicher um einen Knoten schneller
gewesen. Nur in stockdunkler Nacht mache ich dies nicht so gerne und war halt
mit dieser Geschwindigkeit zufrieden – ich habe ja Zeit. Als es Tag wurde,
lagen immer noch fünf Stunden segeln vor mir bis ich bei der Navalu-Passage
angekommen bin.
Es ging dann durch die Passage zusammen mit einem kleinen Tanker, der
nach Lautoka unterwegs war. Er war natürlich bedeutend schneller und war
schnell mal am Ende des Passes, wo er nach Westen abgedreht hat. Vor mir war
noch ein anderer Segler, ein Amerikaner, der auch die Momi Bay anlief. Ich habe
den Klüver geborgen und habe mich etwa hundert Meter hinter einem Pilotboot vor
Anker gelegt. Die Nacht über war kaum Wind. Am Morgen hatte ich nur eine
schwache Bewölkung mit löchern, wo die Sonne durchkam – welch eine Wonne,
nach dem ewigen Regenwetter in Suva!
Als ich beim Frühstück war, ist die „Slow Motion“ mit Priska und
Ruedi an Bord in die Bucht eingelaufen und haben schräg hinter mir geankert.
Sie sind einen Tag später in Suva weggefahren. Mit ihnen, ein Schweizer Paar,
habe ich oft über Funk kontakt. Auch sie haben vor, nach Neuseeland zu segeln
um dort den Sommer zu verbringen. Man muss hier weg, weil jetzt die Taifunzeit
anfängt, der erste ist dieses Jahr schon bereits unterwegs. Das ist eigentlich
noch zu früh aber dieses Jahr mit dem „El Niño“ war das Wetter hier
sowieso gestört.
Einen Tag später segelte ich nach Malolo Lailai – welch schöner Name!
–, eine, respektive zwei Inseln, die im Westen liegen. Die Rechnung wurde aber
ohne den Wirt gemacht, auf halber Strecke schlief der Wind komplet ein und ich
musste mit dem „Eisernen Gustav“ vorlieb nehmen. In der Bucht wurden vom
Yachtklub Bojen ausgelegt, die man nehmen kann. Es kostet zehn Fijidollars pro
Tag an so einer zu liegen.

Am
Abend trafen sich viele deutschsprachige Segler bei der Bar, wo es auch
Grillstellen hat. Das Holz wird von den Angestellten des Resorts bereitgestellt.
Jeder bringt etwas mit, sei es einen Salat, gegrillte Kartoffeln oder was auch
immer, nur das Fleisch muss man sich selber besorgen. Zu diesem angenehmen Abend
habe ich einen Krautsalat mit Tomaten und Gurken gemischt mitgebracht und das
Geschirr war am Ende leer.
Am Montag wollte ich ausklarieren und dann nach Neuseeland segeln. Zu
diesem Zweck fuhr ich nach Lautoka. Nur habe ich vergessen, in Suva
auszuklarieren und sie haben mich wieder zurückgeschickt. Da ich das Schiff
dort im offenen Hafen nicht allein lassen wollte, bin ich in die Vuda Point
Marina gefahren.Am nächsten Morgen um fünf Uhr marschierte ich zur
Hauptstrasse und fuhr mit dem ersten Bus nach Nandi, wo ich einen Expressbus
nach Suva genommen habe. Dort blieb mir gerade soviel Zeit, dass ich
ausklarieren konte und mit dem nächsten Expressbus ging es wieder zurück nach
Nandi und weiter zur Vuda Point Strasse. Zurück zu fuss ging es dann durch die
Felder zur Marina.
Am Freitag fuhr ich wieder mit dem Schiff nach Lautoka, erledigte den
Papierkram und fuhr in die Momi Bay, ein guter Ausgangspunkt, um nach Neuseeland
zu segeln. Es war eine gemütliche Nacht und am Morgen beim Morgengrauen hiess
es: Anker auf und ab nach Opua. Gemütlich fing es an und bald musste ich
reffen, da der Wind stärker wurde. Später kam auch das zweite Reff an die
Reihe und ich musste den Klüver streichen – und zwar nicht mit Farbe – dies
ist der Fachausdruck fürs Bergen eines Segels. Die Windgeschwindigkeit nahm auf
über dreissig Knoten zu und der Seegang betrug vier Meter.
Am zweiten Tag nahm wohl der Wind ab, die Wellenhöhe verringerte sich
aber kaum. Somit konnte ich den Klüver noch nicht wieder setzen, da sonst jeder
Kabenzmann (grosse Welle) an Bord gestiegen wäre und diese waren häufig. Auch
drehte an diesem Tag der Wind auf Ostsüdost und ich konnte nur gegen Südsüdwest
segeln. Zurückgelegt wurde aber ein ansehnliche Strecke trotz der misslichen
Umständen.
Der dritte Tag war aber der Hammer! Mit dem wiedergesetzten Klüver fuhr
das Schiff oftmals die maximale Geschwindigkeit von 9,2 Knoten. Dieser Tag
brachte mir ein grosses Erfolgserlebnis, legte ich doch in 24 Stunden eine
Strecke von 176,4 Seemeilen zurück. Dies ist das längste Etmal, das ich je mit
diesem Schiff ersegelt habe. Warum dies? Der Wind drehte weiter auf Ost, nahm
ein bisschen ab und die See war bedeutend weniger hoch – es lief einfach
phantastisch, auch in der Nacht.
Die nächsten beiden Tage liefen auch sehr gut, nur waren sie nicht mit
dem vorigen zu vergleichen. Der neunte, zehnte und elfte November waren aber
frustrierend. Entweder blies der Wind schwach aus der Richtung, in der ich
wollte oder er war so schwach, dass ich den Motor gebrauchen musste, wenn ich
vorankommen wollte.Ich kann aber nicht 24 Stunden am Ruder stehen. Da mein
Autopilot den Geist aufgegeben hat, steuert entweder die Aries oder halt ich.
Nach neun oder zehn Stunden am Ruder gab ich es auf und liess das Schiff mit dem
gesetzten Grossegel treiben, kein Problem, die Richtung hat meist gestimmt.
Der vorletzte Segeltag vor der Ankunft und der letzte Tag liefen aber
wieder sehr gut. Am elften Tag am Morgen um halbdrei Uhr war alles erledigt und
ich konte nach dem Anlegen und aufräumen entlich ins Bett, musste ich doch die
ganze Zeit draussen sein, um die Annäherung an die Bay of Island zu überwachen.
Am Morgen kam dann der Zoll und die Quarantäne an Bord und der Behördenkram
war erledigt.
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