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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Von
Huahine über Raiatea und Tahaa nach Bora Bora
Unser Nachbar am Ankerplatz von Huahine war ein Franzose, der uns gegen
Mittag besucht hat. Er hiess Johann, hatte ine holländische Mutter und einen
französischen Vater. Er macht Skulpturen aus Holz und gibt sie den Souvenierläden,
die sie dann ausstellen. Er lud uns ein, mit ihm in seinem festen Beiboot an
Land zu gehen. Am Nachmittag fuhr ich allein mit ihm in den Ort, wo ich im
Supermarkt einiges eingekauft habe.
Am Sonntag blieben wir an Bord und machten einen gemütlichen Tag. Ich
habe auch alle meine Bilder von Moorea bearbeitet und sie abgespeichert. Am
Montag liessen wir das Beiboot ins Wasser und fuhren an Land. Hier konnte ich
meine E-Mails absenden bei einem ehemaligen Walliser, der jetzt den
polynesischen Pass hat. Am Dienstag fuhr ich nochmals an Land und holte ein
Baguette.
Nachdem das Beiboot wieder an Bord war, so gegen elf Uhr, fuhren wir los.
Leider war kein Wind und wir mussten die ganze Strecke nach Riatea mit dem Motor
fahren. Eigentlich wollte ich in der Opoa Bay vor Anker gehen, wo die vielen gut
erhaltenen Maraes sind.Da das Wetter aber bedrohlich aussah, fuhren wir in die
Hotopuu Bay, wo wir vor Anker gingen. Am nächsten Morgen wollten wir uns weiter
nach Norden verlegen, brachten aber den Anker nur mit Mühe und zum Teil von
Hand herauf. Wir hatten ein Kabel am Anker!
Nachdem wir uns davon befreit hatten, fuhren wir wieder ohne Wind in die
Faaora Bay, wo Seasail eine Charterbasis hat. Am Freitag, den 26. Mai gingen wir
an Land und wollten die Marae in Opoa besuchen. Da der nächste Bus erst um elf
Uhr in diese Richtung gefahren wäre, haben wir Autostopp gemacht. Eine junge
Frau hat nach einer Weile angehalten und hat uns mitgenommen. Sie ist Lehrerin
der Grundschule und hatte ihe zweijährige Tochter bei sich. Sie brachte uns bis
zu den Maraes bei Opoa.
Der Bezirk der Maraes ist hier auf Raiatea nicht ganz so zerstört wie
auf Moorea. Die Altare, Ahu genannt, sind zum Teil in noch recht gutem Zustand.
Auch die Umfassungsmauern und die Pflästerungen sind noch gut erhalten. Einige
Ahus waren ohne Tempelbezirk und somit auch ohne Umfassungsmauern. Welche Götter
auf welchem Marae verehrt wurden, ist nicht mehr bekannt. Das grösste wird wohl
dem mächtigsten Gott, dem Oro geweiht worden sein. Oro ist der Kriegsgott.
Raiatea war DER heilige Ort für die alten Polynesier. Kapitän Cook hat auf
Tahiti einer Opferung von Menschen zugeschaut – heute unvorstellbar.
Nach der Besichtigung sind wir in Richtung Opoa marschiert. Der Ort war
noch nicht erreicht, als ein Bus vom Süden auf uns zukam, den wir aufgehalten
haben. Im vorderen Teil sassen Frauen und Kinder, im hinteren einige junge Männer
abgetrennt durch Säcke mit Kopra. Alle Leute, die wir hier treffen, sind
freundlich und wir kamen mit ihnen ins Gespräch. Sie fuhren alle in den
Hauptort der Insel – Uturoa.
Als wir zurück waren, fuhren wir mit dem Beiboot den Fluss hinauf bis zu
einer Plantage von Bananen und Nonis. Aus Nonis wird scheinbar ein bitterer Saft
gewonnen, der für die Gesundheit gut sein soll! In keinem Buch habe ich diese
Frucht gefunden. Der Fluss ist zum Teil mit einem Blätterdach überspannt und
am Rande wachsen Palmen. Einige Einheimische haben hier gefischt, ich sah aber
nicht, was sie herauszogen. Die Fischerboote werden hier aus dem Wasser gezogen,
so brauchen sie auch keine Giftfarbe.
Am Samstag fuhren wir innerhalb des Atolls mit dem Motor nach Uturoa, wo
es einen Supermarkt und Bankomaten gibt. An diesem Ort ist wohl die Verwaltung
der Inseln unter dem Wind, ist aber auch recht klein. Am Abend wurde in der Nähe
der Pier ein sogenannter Tanzmarathon veranstaltet. Jede Tanzschule von Raiatea
und Tahaa, die nördliche Nachbarinsel, sandte eine Abortnung. Es wurde
vorgetanzt und junge und nicht mehr so junge Damen konnten mittanzen und ihren
Hintern im Takt schütteln. Alle Leute waren fröhlich und es war für die
Einheimischen sicher ein grosses gesellschaftliches Erlebnis. Scheinbar ist der
Marathon bis um drei Uhr morgens gegangen. Nach einer Weile hatte ich genug
geschüttelte Hüften gesehen und bin schlafen gegangen.
Am Montag konnte ich meine E-Mails lesen, Geld abheben und einkaufen.
Hier im Supermarkt sind die Gemüse in einem kläglichen Zustand. Die Auswahl
von Früchten ist auch nicht geade berauschend, ausser Bananen und Papaya gab es
nichts. Am Nachmittag haben wir uns in eine Bucht auf Tahaa verlegt, wo wir ganz
allein waren. Wir haben auch gebadet und uns den „Stadtdreck“ vom Körper
gewaschen.
Am Morgen des nächsten Tages haben wir uns zum Tautau-Motu begeben,
mussten aber für die Nacht dort weg, da eine starke Dünung aus Süd aufkam.
Wir verlegten uns in die Tapuamu Bay, hier war es ruhig. Der nächste Morgen
brachte uns wieder vor das Motu, wo wir einen gemütlichen Tag verbrachten. Auf
dieser kleinen Insel ist eines der Hotels, die auf Stelzen in die Lagune hinaus
gebaut sind, wie es sie hier überall gibt.

Für das Einkaufen von Brot sind wir wieder in die Tapuamu Bay gefahren
und haben dort auch unseren Diesel wieder aufgefüllt. Hier haben wir auch einen
Souvenirladen besucht, der leider kaum frequentiert wird, trotz der etwa acht
mal billigeren Preisen als in der Boutique des Hotels. Zudem kommt noch dazu,
dass die Besitzer alles selber herstellen.
Der dritte Juni, ein Samstag, brachte uns dann bei schwachen Winden nach
Bora Bora, das etwa 26 Meilen im Nordwesten lag. Gegen vier Uhr haben wir dann
auf vier Meter geankert und eine ruhige Nacht verbracht, einmal ohne Mücken.
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