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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Von
Whangarei nach Auckland über Great Barrier Island und zurück, Anfang Februar
2005
Whangarei haben wir amDonnerstag, den 9. Februar am Abend mit dem Hochwasser
verlassen und sind vorerst mal bis in die Nordbucht bei der Flussausfahrt
gefahren. Am nächsten Morgen nach dem Wetterbericht segelten wir los, hinaus
zur Great Barrier Island. Diese Insel liegt etwa vierzig Meilen im Osten der
Flussmündung des Whangarei Rivers. Die Winde waren aber nicht genug stark und
wir kamen nicht so voran, wie wir gern wollten. Dazu haben sie noch gegen Abend
gegen Osten gedreht. Die restlichen Meilen legten wir mit dem Motor zurück.
In der
Kaiarara Bay gingen wir auf zwölf Meter vor Anker. Am nächsten Tag verlegten
wir das Schiff mehr nach Süden, wo es nur mehr sieben Meter tief war. Die Wege
auf der Inel sind sehr lang und steil, auch glitschig, da sie mit einer
schmierigen Tonerde überzogen sind. Wir gingen zwar zu der Tafel mit der Angabe
der Wanderwege, haben aber davon abgesehen, eine Wanderung auf diesem
schwierigen Gelände zu machen.
Stephan hat
wieder einmal gefischt und fünf gefangen, die es dann zum Abendessen gab.
Ausgenommen und geschuppt hat er sie mit Handschuhen! Nach diesem Tag der Ruhe
segelten wir am Tag darauf zur Kawau Insel und ankerten in der Schoolhous Bay.
Stephan bekam Zahnschmerzen und am Morgen des nächsten Tages fuhren wir mit dem
Motor ans Festland, wo er dann einen Zahnarzt aufsuchen konnte. Am Nachmittag
versuchte er es auch mit Fischen, aber sie wollten nicht beissen.
Am Dienstag segelten wir weiter in den Süden und ankerten in der Waiau Bay, die
im Norden der Whangaparaoa Halbinsel liegt. Am anderen Morgen segelten wir los,
laut Wetterbericht sollte Südwestwind mit zehn bis fünfzehn Knoten sein. Kaum
waren wir um die Halbinsel fing es an zu blasen und es frischte auf bis zu
dreissig Knoten, also Windstärke sechs bis sieben. Etwa drei Meilen vor unserem
Ziel drehten wir um, weil ich das Gefühl hatte, dass wir dort in der Bucht
nicht sicher wären. Also, noch eine Nacht in der gleichen Bucht.
Am Donnerstag
war der Wind dann wieder moderat und wir segelten gleich nach Auckland. In den
Marinas der Stadt bekamen wir keinen Platz. Wir versuchten zu ankern, das ging
wohl, aber wo lassen wir das Dinghi, wenn wir an Land gehen, wo es nicht
gestohlen wird. Ich rief dann die Westpark Marina per Funk an und fragte, ob sie
für uns einen Platz hätten. Zwar liegt diese in einem Seitenarm des Flusses
und weit weg von der Stadt.
Kurz vor der
Marina im ausgebaggerten Kanal blieben wir auf einmal stecken, es war nur mehr
1,5 Meter Wasser und wir mussten eineinhalb Stunden warten, bis sich das Schiff
wieder bewegt hat. Da wir so weit von der Stadt weg waren, mussten wir die Fähre
nehmen, die mit hohem Tempo die Strecke in zehn Minuten zurücklegte. Ich musste
fürs Ruder Fett und für den Motor Filter kaufen. Dazu benötigte ich den
ganzen Vormittag. In mindestens fünf Geschäften war ich, bis ich das
entsprechende gefunden hatte.
Am Nachmittag besuchte ich das Auckland Museum, das in einem Park liegt. Mit dem
Bus bin ich dorthin gefahren, liegt es doch weit vom Zentrum weg. Mich
interessierten vorallem die Abteilungen der Maori, der polynesischen Inseln und
die Abteilung über die Vulkane. Interessant ist auch die Abteilung mit Modellen
der Tante-Emma-Läden aus dem 19. Jahrhundert. Dies gibt einen Einblick wie es
damals so zu und her ging. Die Innenstadt von Auckland ist fast wie in
Australien mit hohen Bürogebäuden in Glas und Stahl.
Heute, den
18. Februar, wurde das Schiff wieder einmal innen mit dem Staubsauger
bearbeitet, es hatte es nötig. Auch Diesel habe ich in Kanistern geholt und am
Nachmittag sind wir zum Supermarkt gefahren um wieder einmal Gemüse und Früchte
zu kaufen. Seit zwei Tagen haben wir wunderbares Wetter, mit nur wenig Wind aber
viel Sonne.
Am Sonntag haben wir die Marina verlassen und sind bei Hochwasser aus dem Fluss
hinaus gefahern in die Bucht von Auckland und durch den Motukorea Channel in die
Islingtonbucht, die zwischen zwei Ineln liegt. Viele Aucklander benutzen sie als
Wochenendaufenthalt und gehen am Sonntag abend wieder zurück in die Stadt.
Am Tag darauf
war so wenig Wind, dass ich den Törn nach Coromandel Harbour abbrach und auf
der Insel Waiheke die Bucht von Matiatia anlief. Dies ist der Fährhafen der
Insel. Tags darauf gings dann, anfangs auch mit schwachen Winden, auf die
Halbinsel Coromandel Range in die Bucht Coromandel Harbor, kein richtiger Hafen.
Hier hat
Stephan erklärt, dass er nicht noch sechs Wochen in Neuseeland herumhängen
will und beabsichtige, nach Hause zu gehen. Er will nur segeln und sonst
garnichts. Eigentlich bin ich froh, sehe ich mich doch genötigt, jeden Tag
irgendwohin zu segeln. Lieber mache ich die Überfahrt nach Tahiti alleine, als
mit einem übellaunigen Mitsegler. Jetzt geht es zurück nach Whangarei, wo ich
ihn ausladen kann.
Am Dienstag
habe ich eine lange Strecke gesegelt, von Coromandel bis zur Great Barrier
Insel. Da sie für mich schlechte Winde mit Böen bis 35 Knoten angesagt haben,
bleiben wir für einen Tag in der Bucht von Port Fitzroy und ich hoffe, dass ich
am nächsten Tag den richtigen Wind habe, um die Mündung des Whangarei Rivers
zu erreichen. Wirklich, so gegen drei Uhr fing es an mit Böen bis zu sieben Bf,
sogar in der Bucht hinter einem Kap. Bis gegen Mitternacht hielt dies an und
dann wurde es still.
Am Freitag nach dem Wetterbericht segelten wir los. Jedoch war der Wind zu
schwach, um gegen die vom Tag vorher aufgebaute Dünung gut voranzukommen. Die
letzten zwanzig Meilen legten wir dann mit den Motor zurück, wären wir doch
erst gegen Mitternacht in der Bucht eingetroffen. Hier hat Stephan wieder seine
Meinung geändert, er will anscheinend doch diese sechs Wochen warten, um dann
die Überfahrt zu machen.
Wieder einmal
ist es Zeit, den Ölwechsel zu machen, die hundert Stunden sind abgelaufen. Da
wir sowieso bis zwei Uhr der Tide wegen in der Bucht bleiben müssen, Kann ich
diese Arbeit sehr gut hier ausführen. So gegen zwei Uhr können wir den Fluss
hinauf fahren um dann dort, wo es untief ist, genügend Wasser hat.
Nach zwei
Stunden fahrt mit dem Motor sind wir in der Marina von Whangarei angekommen.
Gleich wurden wir von bekannten Seglern begrüsst. Silvie und Francois waren die
ersten, dann nach dem Anlegen habe ich Romana
und Marek – das tschechische Paar mit ihrem Bebe - begrüsst. Auch Kaspar, ein
Schweizer hat uns beim Einfahren begrüsst. Es ist fast, wie nach Hause zu
kommen.
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