Meine Weltumsegelung

 Unter folgenden Adressen bin ich erreichbar: andre2blanc@acamar.net oder andre2blanc@yahoo.com
Copyright André Blanc, Juni 2009



Zweiter Teil:

Von Zypern durch  das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket 

Dritter Teil:

Durch die Malakka-

Strasse ins Süd-

chinesische Meer in die Philippinen 

Vierter Teil:  

Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien 

Fünfter Teil:  

Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland 

Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland 

Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien 

Achter Teil:

Von Ushuaia  über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen

Neunter Teil:  

Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar

Zehnter Teil:

Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland

Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen 

 Von Whangarei nach Auckland über Great Barrier Island und zurück, Anfang Februar 2005

           Whangarei haben wir amDonnerstag, den 9. Februar am Abend mit dem Hochwasser verlassen und sind vorerst mal bis in die Nordbucht bei der Flussausfahrt gefahren. Am nächsten Morgen nach dem Wetterbericht segelten wir los, hinaus zur Great Barrier Island. Diese Insel liegt etwa vierzig Meilen im Osten der Flussmündung des Whangarei Rivers. Die Winde waren aber nicht genug stark und wir kamen nicht so voran, wie wir gern wollten. Dazu haben sie noch gegen Abend gegen Osten gedreht. Die restlichen Meilen legten wir mit dem Motor zurück.
            In der Kaiarara Bay gingen wir auf zwölf Meter vor Anker. Am nächsten Tag verlegten wir das Schiff mehr nach Süden, wo es nur mehr sieben Meter tief war. Die Wege auf der Inel sind sehr lang und steil, auch glitschig, da sie mit einer schmierigen Tonerde überzogen sind. Wir gingen zwar zu der Tafel mit der Angabe der Wanderwege, haben aber davon abgesehen, eine Wanderung auf diesem schwierigen Gelände zu machen.
            Stephan hat wieder einmal gefischt und fünf gefangen, die es dann zum Abendessen gab. Ausgenommen und geschuppt hat er sie mit Handschuhen! Nach diesem Tag der Ruhe segelten wir am Tag darauf zur Kawau Insel und ankerten in der Schoolhous Bay. Stephan bekam Zahnschmerzen und am Morgen des nächsten Tages fuhren wir mit dem Motor ans Festland, wo er dann einen Zahnarzt aufsuchen konnte. Am Nachmittag versuchte er es auch mit Fischen, aber sie wollten nicht beissen.
            Am Dienstag segelten wir weiter in den Süden und ankerten in der Waiau Bay, die im Norden der Whangaparaoa Halbinsel liegt. Am anderen Morgen segelten wir los, laut Wetterbericht sollte Südwestwind mit zehn bis fünfzehn Knoten sein. Kaum waren wir um die Halbinsel fing es an zu blasen und es frischte auf bis zu dreissig Knoten, also Windstärke sechs bis sieben. Etwa drei Meilen vor unserem Ziel drehten wir um, weil ich das Gefühl hatte, dass wir dort in der Bucht nicht sicher wären. Also, noch eine Nacht in der gleichen Bucht.
            Am Donnerstag war der Wind dann wieder moderat und wir segelten gleich nach Auckland. In den Marinas der Stadt bekamen wir keinen Platz. Wir versuchten zu ankern, das ging wohl, aber wo lassen wir das Dinghi, wenn wir an Land gehen, wo es nicht gestohlen wird. Ich rief dann die Westpark Marina per Funk an und fragte, ob sie für uns einen Platz hätten. Zwar liegt diese in einem Seitenarm des Flusses und weit weg von der Stadt.
            Kurz vor der Marina im ausgebaggerten Kanal blieben wir auf einmal stecken, es war nur mehr 1,5 Meter Wasser und wir mussten eineinhalb Stunden warten, bis sich das Schiff wieder bewegt hat. Da wir so weit von der Stadt weg waren, mussten wir die Fähre nehmen, die mit hohem Tempo die Strecke in zehn Minuten zurücklegte. Ich musste fürs Ruder Fett und für den Motor Filter kaufen. Dazu benötigte ich den ganzen Vormittag. In mindestens fünf Geschäften war ich, bis ich das entsprechende gefunden hatte.
            Am Nachmittag besuchte ich das Auckland Museum, das in einem Park liegt. Mit dem Bus bin ich dorthin gefahren, liegt es doch weit vom Zentrum weg. Mich interessierten vorallem die Abteilungen der Maori, der polynesischen Inseln und die Abteilung über die Vulkane. Interessant ist auch die Abteilung mit Modellen der Tante-Emma-Läden aus dem 19. Jahrhundert. Dies gibt einen Einblick wie es damals so zu und her ging. Die Innenstadt von Auckland ist fast wie in Australien mit hohen Bürogebäuden in Glas und Stahl.
            Heute, den 18. Februar, wurde das Schiff wieder einmal innen mit dem Staubsauger bearbeitet, es hatte es nötig. Auch Diesel habe ich in Kanistern geholt und am Nachmittag sind wir zum Supermarkt gefahren um wieder einmal Gemüse und Früchte zu kaufen. Seit zwei Tagen haben wir wunderbares Wetter, mit nur wenig Wind aber viel Sonne.

 

 

 

            Am Sonntag haben wir die Marina verlassen und sind bei Hochwasser aus dem Fluss hinaus gefahern in die Bucht von Auckland und durch den Motukorea Channel in die Islingtonbucht, die zwischen zwei Ineln liegt. Viele Aucklander benutzen sie als Wochenendaufenthalt und gehen am Sonntag abend wieder zurück in die Stadt.
            Am Tag darauf war so wenig Wind, dass ich den Törn nach Coromandel Harbour abbrach und auf der Insel Waiheke die Bucht von Matiatia anlief. Dies ist der Fährhafen der Insel. Tags darauf gings dann, anfangs auch mit schwachen Winden, auf die Halbinsel Coromandel Range in die Bucht Coromandel Harbor, kein richtiger Hafen.
            Hier hat Stephan erklärt, dass er nicht noch sechs Wochen in Neuseeland herumhängen will und beabsichtige, nach Hause zu gehen. Er will nur segeln und sonst garnichts. Eigentlich bin ich froh, sehe ich mich doch genötigt, jeden Tag irgendwohin zu segeln. Lieber mache ich die Überfahrt nach Tahiti alleine, als mit einem übellaunigen Mitsegler. Jetzt geht es zurück nach Whangarei, wo ich ihn ausladen kann.
            Am Dienstag habe ich eine lange Strecke gesegelt, von Coromandel bis zur Great Barrier Insel. Da sie für mich schlechte Winde mit Böen bis 35 Knoten angesagt haben, bleiben wir für einen Tag in der Bucht von Port Fitzroy und ich hoffe, dass ich am nächsten Tag den richtigen Wind habe, um die Mündung des Whangarei Rivers zu erreichen. Wirklich, so gegen drei Uhr fing es an mit Böen bis zu sieben Bf, sogar in der Bucht hinter einem Kap. Bis gegen Mitternacht hielt dies an und dann wurde es still.
            Am Freitag nach dem Wetterbericht segelten wir los. Jedoch war der Wind zu schwach, um gegen die vom Tag vorher aufgebaute Dünung gut voranzukommen. Die letzten zwanzig Meilen legten wir dann mit den Motor zurück, wären wir doch erst gegen Mitternacht in der Bucht eingetroffen. Hier hat Stephan wieder seine Meinung geändert, er will anscheinend doch diese sechs Wochen warten, um dann die Überfahrt zu machen.
            Wieder einmal ist es Zeit, den Ölwechsel zu machen, die hundert Stunden sind abgelaufen. Da wir sowieso bis zwei Uhr der Tide wegen in der Bucht bleiben müssen, Kann ich diese Arbeit sehr gut hier ausführen. So gegen zwei Uhr können wir den Fluss hinauf fahren um dann dort, wo es untief ist, genügend Wasser hat.
            Nach zwei Stunden fahrt mit dem Motor sind wir in der Marina von Whangarei angekommen. Gleich wurden wir von bekannten Seglern begrüsst. Silvie und Francois waren die ersten, dann nach dem Anlegen habe ich  Romana und Marek – das tschechische Paar mit ihrem Bebe - begrüsst. Auch Kaspar, ein Schweizer hat uns beim Einfahren begrüsst. Es ist fast, wie nach Hause zu kommen.

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