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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Von
Sydney in Australien nach Opua in Neuseeland
Gestern habe ich ausklariert. Die Zöllner kamen mit zwei Drogenhunden
und haben das ganze Schiff abgeschnüffelt. Warum sie dies nicht gemacht haben,
als ich in Cairns einklariert habe, wissen die Götter. Heute, am 3. November
sind wir um sieben Uhr aus der Maina gefahren. Draussen am South Head, die
Ausfahrt aus der Bucht von Sydney setzten wir die Segel und in einem guten Tempo
mit Nordwind ging es auf die Tasman Sea hinaus. Etmal 140 Meilen.

Der zweite Tag brachte uns starken Nordwind bis zu sieben Bf. Also reffen, Klüver
bergen. Der Seegang wurde immer stärker und jede zweite Welle kam über das
Deck. Die Aries steuerte fantastisch und wir, Vinzenz und ich, mussten nicht
konstant draussen sein. Dieser Tag brachte uns das längste Etmal (Etmal
gesegelte Strecke in 24 Stunden) 151 Meilen.
Der nächste Tag war wechselnden Winden vorbehalten und das Etmal sank auf 102
Meilen. Auch der Tag darauf war nicht viel anders. Der vierte Tag brachte uns
Wind aus Südost und wir mussten mit vier Bf hart am Wind segeln. Normaler weise
sollte hier Südwest-Wind blasen, nur wurde die Tasman Sea von Tiefdruckgebieten
überzogen und wir erhielten den Südwester erst am letzten Tag.
Kreuzend ging es vier Tage auf Neuseeland zu und wir erreichten nie mehr als 105
Meilen am Tag. Am 11. November kam der Wind wieder aus Nord und wir kamen wieder
recht flott voran. Hier habe ich auch das erste mal Albatrosse gesehen, die ohne
Flügelschlag über die Wellen brausten. Man kann schon sagen brausten, wenn man
die Geschwindigkeit in relation zieht zu unserer.
Nach und nach liess der Wind wieder nach, wurde unbeständig. Das Etmal am 11.
Tag sah darnach aus, legten wir doch nur 90 Meilen zurück. Entlich am 12 Tag
erwischte uns der Südwest-Wind und gleich mit sechs bis sieben Bf. Nur mit der
Fock und dem drei mal gerefften Grosssegel machten wir bis 7,6 Knoten fahrt. Am
Abend flaute der wind ab auf quasi gar nichts mehr und wir schlichen uns auf die
Bay of Islands zu.
Um halb zehn Uhr liefen wir in Opua ein und legten am Quarantänesteg an. Gleich
kamen die Zöllner und brachten uns einen Wust von Papieren, die alle auszufüllen
waren. Nach dem Einklarieren verlegten wir unser Schiff an einen Schwimmsteg in
der Marina. Hier sind die Preise bedeutend moderater als in Sydney. Opua besteht
aber praktisch nur aus der Marina, dem Zoll und Werften. Der eigentliche Ort
heisst Pahia und liegt etwa acht km nördlich. Viele ausländische Yachten
liegen hier, sei es in der Marina oder ausserhalb vor Anker.
Dadurch, dass wir kreuzen mussten, wurde die Strecke von 1170 auf 1380 Meilen
erhöht und mein Schiff ist auf der Kreuz relativ langam. Hätten wir Südwest-Wind
gehabt, wären wir in etwa acht Tagen in Neuseeland gewesen und hätten keine zwölf
Tage gebraucht. Im Duchschnitt lag die Geschwindigkeit bei 4,8 Knoten oder 115
Meilen am Tag.
Einiges ist auf diesem Törn kaput gegangen und ich muss hier dies wieder in
Ortnung bringen. Dadurch, dass Vinzenz keine Segelerfahrung hatte, wurden viele
Manöver ein bisschen hektisch und dabei ist der Klüver im oberen Teil
eingerissen. Schon am zweiten Tag ist der Leisijack herunter gekommen,
verursacht durch Korrosion der Popnieten. Dies machte das Reffen und Bergen des
Grosssegels nicht einfacher.
Das nächste mal gibt es dann einen Bericht über Neuseeland. Die Strecke von
hier bis Auckland soll sehr schön sein und ist voller Inseln, wo man in
romantischen Buchten vor Anker gehen kann.
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