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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Sydney,
sowie einen Ausflug nach Melburne und Adelaide
Der erste Tag in der Stadt war dazu bestimmt, die neue Bankkarte auf der Post
abzuholen. Nach dem Marsch durch die Stadt und dem Beschaffen eines Stadtplanes
ging ich zur Post, nur die neue Karte war nicht da! Was die wohl wieder gemacht
haben, fragte ich mich. Es kann sein, dass der Brief aus Yamba noch nicht in der
Schweiz eingetroffen ist und ich werde später nochmal hingehen.
Der Besuch
des „New South Wales Museum“ war nicht gerade das, was ich von einem
Landesmuseum erwartet habe. Nur gerade die Aborigines-Abteilung war eigentlich
von Interesse. Die riesige Mineraliensammlung interessiert eigentlich nur einen
Geologen oder einen Sammler. Einige Kristalle sind auch mehrfach ausgestellt.
Diese Sammlung nimmt eine ganze Etage ein.
Tags darauf besuchte ich die Kunstgalerie, die in einem Neoklassizistischen Gebäude
untergebracht ist. Viele ausgestellte Maler stammen aus Australien und aus
England. Sogar eine Statue vonGiacometti war vertreten, jedoch fehlen alle
bekannten modernen Maler. Hingegen die Kunst der Ureinwohner ist sehr gut
dottiert und ist in einer grossen Halle ausgestellt. Auch sind zwei Säle mit
asiatischer Kunst, vornehmlich aus China und aus Japan, zu besichtigen. Sie
umfasst Skulpturen, Bilder, bemalte Wandschirme, Kaligraphien, Geschirr und
Skulpturen, seien sie in Stein, Terracotta oder in Bronze.
Mit Sarah besuchte ich das Marinemuseum, das gerade sein 70 jähriges Bestehen
feiert. Einige interessante Teile der Ausstellung betreffen die Zeit der
Einwanderung. Auch die Periode der Erforschung der Küste ist gut dargestellt
vorallem mit James Cook, der hier ja fast die halbe Ostküste kartografiert
hatte. Natürlich werden auch andere Kapitäne behandelt wie Flinder oder
Moreton. Die Schau der Kriegsmarine mit einem Kreuzer und einem Uboot haben wir
nicht besucht.
Dafür sind
wir zu den alten Segelschiffen gegangen, die hier an einem Quai liegen. Besuchen
konnten wir die James Craig, Das Schiff wurde 1874 in England gebaut und wurde
bis 1930 gesegelt. Länge über alles inklusive Bugsprid 71 Meter, Breite 9.5
Meter, Masthöhe ab Wasserlinie 35,7 Meter. Zwei weitere Segelschiffe waren hier
zu Besichtigen, leider nur von aussen, da beide in Privatbesitz sind. Das eine
war ein Nachbau der Bounty, bekannt wegen der Meuterei.
Am Donnerstag, den 13. Oktober fuhr ich mit dem Bus nach Melbourne, wo ich in
einem Backpacker-Hotel ein Bett reserviert hatte. Es ist eine Tagesfahrt von
zehn Stunden durch die hügelige Landschaft. Diese Stadt ist nicht sehr
verschieden von Sydney, auch sie entstand vor 200 Jahren. Auch hier ist das
Zentrum mit Hochhäusern zugepflastert, die die alten Häuser schier erdrücken.
Ein interessantes Gebäude ist das Kulturzentrum mit Konzertsälen. Es ist alles
aus Stahl und Glas gebaut und es sind kaum rechte Winkel vorhanden. Auch hier
habe ich das Museum besucht, das bedeutend interessanter war, als dies in
Sydney.
Zwei Tage war
ich in der Stadt, die im Land Victoria liegt und fuhr dann am Montag mit dem Bus
nach Adelaide, im Land South Australia. Auch wieder eine Tagesfahrt, hier ist es
aber entschieden grüner. Riesige Felder mit Raps in Blüte, Weizenfelder und
riesege Weiden voller Schafe, vereinzellt auch mit Rindern. Laut einem
Mitreisenden gibt es in Australien sechs mal mehr Schafe als Menschen. Die
Rinder werden hauptsächlich des Fleisches wegen gehalten.
Adelaid ist eine kleine Stadt mit weniger Hochhäusern als die vorigen Grossstädte.
Einige Strassen sind noch wie vor 70 Jahren, ohne dass in die mitte ein hochhaus
gesetzt wurde. Der Hafen ist aber etwa 6 Kilometer westwärts, den ich nicht
besucht habe. Mit dem Besuch des botanischen Gartens und dem Museum, beide
liegen auf der anderen Seite der Stadt, hat man sozusagen alles gesehen. Der
botaische Garten is sehr gut gepflegt und viele endemische Pflanzen kann man
hier sehen. Eine Abteilung ist auch den tropischen Pflanzen aus dem gesamten
tropischen Gürtel gewidmet.
Das Museum
war recht interessant, da viele alten Geräte, Kanus und Waffen der Inseln wie
Fitschi, Tonga, Vanuatu, Solomonen und Bismarck Archipel ausgestellt. Einen Teil
dieser Inseln werde ich ja nächstes Jahr von Neuseeland aus besuchen. Auch von
den Aborigines war einiges zu sehen. Einen Tag in Adelaide war genug u nd am nächsten
Tag reiste ich wieder nach Melburne zurück, wo ich bereits ein Bett reserviert
hatte. Ich wollte nicht in der Nacht reisen, wollte ich doch noch etwas vom Land
sehen.
Am Mittwoch, den 19. Oktober reiste ich mit der Eisenbahn nach Sydney zurück,
wo mich Sarah beim Fischmarkt abgeholt hat. Am nächsten Tag ging ich wieder zur
Post aber meine Kreditkarte ist immer noch nicht angekommen, sagt wenigstens der
zuständige. Am Abend darauf rief ich in der Schweiz bei der Post an und sie
sagten mir, dass der Brief bereits am 5. Oktober bei ihnen nach Sydney
abgegangen sei. Nun, nach zwei Monaten habe ich immer noch keine Bankomatkarte.
Am Sonntag ist Sarah von Bord gegangen und mit der Eisenbahn nach Melbourne
gefahren. Am Montag morgen habe ich um neun Uhr ist Vinzenz eingetroffen. Am
Mittwoch sind wir dann in die Marina gefahren, wo ich eine Woche bleiben wollte.
Die verlangten aber 100 australische Dollars. Nach längerem Verhandeln liessen
sie uns für eine Nacht an einem Schwimmsteg für 50 dollar liegen. Am
Donnerstag bin ich zum angrenzenden Cruising Yacht Club of Australia gegangen
und habe für 55 Dollar eine Platz gekriegt.
Morgen, am 3.
November werden wir nach Neuseeland auslaufen. Zuerst werden wir Nordost wind
haben, der dann später auf Südwest drehe n wird. Die Überfahrt von 1200
Seemeilen wird etwa acht bis zehn Tage dauern, sofern der Wind uns nicht im
Stich lässt.
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