Meine Weltumsegelung

 Unter folgenden Adressen bin ich erreichbar: andre2blanc@acamar.net oder andre2blanc@yahoo.com
Copyright André Blanc, Juni 2009



Zweiter Teil:

Von Zypern durch  das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket 

Dritter Teil:

Durch die Malakka-

Strasse ins Süd-

chinesische Meer in die Philippinen 

Vierter Teil:  

Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien 

Fünfter Teil:  

Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland 

Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland 

Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien 

Achter Teil:

Von Ushuaia  über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen

Neunter Teil:  

Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar

Zehnter Teil:

Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland

Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen 

 Sydney, sowie einen Ausflug nach Melburne und Adelaide

            Der erste Tag in der Stadt war dazu bestimmt, die neue Bankkarte auf der Post abzuholen. Nach dem Marsch durch die Stadt und dem Beschaffen eines Stadtplanes ging ich zur Post, nur die neue Karte war nicht da! Was die wohl wieder gemacht haben, fragte ich mich. Es kann sein, dass der Brief aus Yamba noch nicht in der Schweiz eingetroffen ist und ich werde später nochmal hingehen.
            Der Besuch des „New South Wales Museum“ war nicht gerade das, was ich von einem Landesmuseum erwartet habe. Nur gerade die Aborigines-Abteilung war eigentlich von Interesse. Die riesige Mineraliensammlung interessiert eigentlich nur einen Geologen oder einen Sammler. Einige Kristalle sind auch mehrfach ausgestellt. Diese Sammlung nimmt eine ganze Etage ein.
            Tags darauf besuchte ich die Kunstgalerie, die in einem Neoklassizistischen Gebäude untergebracht ist. Viele ausgestellte Maler stammen aus Australien und aus England. Sogar eine Statue vonGiacometti war vertreten, jedoch fehlen alle bekannten modernen Maler. Hingegen die Kunst der Ureinwohner ist sehr gut dottiert und ist in einer grossen Halle ausgestellt. Auch sind zwei Säle mit asiatischer Kunst, vornehmlich aus China und aus Japan, zu besichtigen. Sie umfasst Skulpturen, Bilder, bemalte Wandschirme, Kaligraphien, Geschirr und Skulpturen, seien sie in Stein, Terracotta oder in Bronze.

 

            Mit Sarah besuchte ich das Marinemuseum, das gerade sein 70 jähriges Bestehen feiert. Einige interessante Teile der Ausstellung betreffen die Zeit der Einwanderung. Auch die Periode der Erforschung der Küste ist gut dargestellt vorallem mit James Cook, der hier ja fast die halbe Ostküste kartografiert hatte. Natürlich werden auch andere Kapitäne behandelt wie Flinder oder Moreton. Die Schau der Kriegsmarine mit einem Kreuzer und einem Uboot haben wir nicht besucht.
            Dafür sind wir zu den alten Segelschiffen gegangen, die hier an einem Quai liegen. Besuchen konnten wir die James Craig, Das Schiff wurde 1874 in England gebaut und wurde bis 1930 gesegelt. Länge über alles inklusive Bugsprid 71 Meter, Breite 9.5 Meter, Masthöhe ab Wasserlinie 35,7 Meter. Zwei weitere Segelschiffe waren hier zu Besichtigen, leider nur von aussen, da beide in Privatbesitz sind. Das eine war ein Nachbau der Bounty, bekannt wegen der Meuterei.
            Am Donnerstag, den 13. Oktober fuhr ich mit dem Bus nach Melbourne, wo ich in einem Backpacker-Hotel ein Bett reserviert hatte. Es ist eine Tagesfahrt von zehn Stunden durch die hügelige Landschaft. Diese Stadt ist nicht sehr verschieden von Sydney, auch sie entstand vor 200 Jahren. Auch hier ist das Zentrum mit Hochhäusern zugepflastert, die die alten Häuser schier erdrücken. Ein interessantes Gebäude ist das Kulturzentrum mit Konzertsälen. Es ist alles aus Stahl und Glas gebaut und es sind kaum rechte Winkel vorhanden. Auch hier habe ich das Museum besucht, das bedeutend interessanter war, als dies in Sydney.
            Zwei Tage war ich in der Stadt, die im Land Victoria liegt und fuhr dann am Montag mit dem Bus nach Adelaide, im Land South Australia. Auch wieder eine Tagesfahrt, hier ist es aber entschieden grüner. Riesige Felder mit Raps in Blüte, Weizenfelder und riesege Weiden voller Schafe, vereinzellt auch mit Rindern. Laut einem Mitreisenden gibt es in Australien sechs mal mehr Schafe als Menschen. Die Rinder werden hauptsächlich des Fleisches wegen gehalten.

 

          Adelaid ist eine kleine Stadt mit weniger Hochhäusern als die vorigen Grossstädte. Einige Strassen sind noch wie vor 70 Jahren, ohne dass in die mitte ein hochhaus gesetzt wurde. Der Hafen ist aber etwa 6 Kilometer westwärts, den ich nicht besucht habe. Mit dem Besuch des botanischen Gartens und dem Museum, beide liegen auf der anderen Seite der Stadt, hat man sozusagen alles gesehen. Der botaische Garten is sehr gut gepflegt und viele endemische Pflanzen kann man hier sehen. Eine Abteilung ist auch den tropischen Pflanzen aus dem gesamten tropischen Gürtel gewidmet.
            Das Museum war recht interessant, da viele alten Geräte, Kanus und Waffen der Inseln wie Fitschi, Tonga, Vanuatu, Solomonen und Bismarck Archipel ausgestellt. Einen Teil dieser Inseln werde ich ja nächstes Jahr von Neuseeland aus besuchen. Auch von den Aborigines war einiges zu sehen. Einen Tag in Adelaide war genug u nd am nächsten Tag reiste ich wieder nach Melburne zurück, wo ich bereits ein Bett reserviert hatte. Ich wollte nicht in der Nacht reisen, wollte ich doch noch etwas vom Land sehen.

 

 

 

            Am Mittwoch, den 19. Oktober reiste ich mit der Eisenbahn nach Sydney zurück, wo mich Sarah beim Fischmarkt abgeholt hat. Am nächsten Tag ging ich wieder zur Post aber meine Kreditkarte ist immer noch nicht angekommen, sagt wenigstens der zuständige. Am Abend darauf rief ich in der Schweiz bei der Post an und sie sagten mir, dass der Brief bereits am 5. Oktober bei ihnen nach Sydney abgegangen sei. Nun, nach zwei Monaten habe ich immer noch keine Bankomatkarte.
            Am Sonntag ist Sarah von Bord gegangen und mit der Eisenbahn nach Melbourne gefahren. Am Montag morgen habe ich um neun Uhr ist Vinzenz eingetroffen. Am Mittwoch sind wir dann in die Marina gefahren, wo ich eine Woche bleiben wollte. Die verlangten aber 100 australische Dollars. Nach längerem Verhandeln liessen sie uns für eine Nacht an einem Schwimmsteg für 50 dollar liegen. Am Donnerstag bin ich zum angrenzenden Cruising Yacht Club of Australia gegangen und habe für 55 Dollar eine Platz gekriegt.
            Morgen, am 3. November werden wir nach Neuseeland auslaufen. Zuerst werden wir Nordost wind haben, der dann später auf Südwest drehe n wird. Die Überfahrt von 1200 Seemeilen wird etwa acht bis zehn Tage dauern, sofern der Wind uns nicht im Stich lässt.

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