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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Papua
Neuguinea und vor allem Port Moresby
Freundlich war der Empfang in Port Moresby. Brian, ein Bürger von Papua
Neuguinea hat mich bei der Einfahrt in den Hafen gleich eingewiesen und kam mir
zuhilfe beim Anlegen. Er bot mir auch an, bei ihm an Bord das Internet zu
benutzen, was ich auch genutzt habe. Als das Schiff ordentlich vertäut war,
marschierte ich los zur Rezeption des King Papua Yacht Club, um meine Ankunft
anzuzeigen und erkundigte mich nach dem Einklarieren. Am Tag darauf kamen dann
die Zöllner an Bord und das Ausfüllen von Formularen fing an. Im ganzen kamen
fünf Personen an Bord, zwei vom Hafenmeister, zwei vom Zoll und einer von der
Quarantäne.
Das schwierigste war, das „Emigration-Office“ zu finden. Drei Tage
habe ich gebraucht, bis ich endtlich das richtige Büro gefunden habe und das
Visum mit dem Stepel im Pass hatte. Viele verschieden Büros habe ich besucht,
bis ich im richtigen war. Zugleich ging ich auf die Australische Botschaft, die
hier „High Commission“ heisst, um ein Visum für Australien zu beantragen,
das ich ohne Schwierigkeiten und dazu noch gratis erhielt. Die Taxifahrten
dorthin waren aber recht teuer.
Die Verletzung an meiner Ferse, die ich mir auf Brians Schiff zugezogen
habe, will und will nicht heilen. Ich nehme jetzt schon vierzehn Tage lang
Antibiotika und schmiere Schwarze Salbe darauf und dazwischen träufle ich mit
einer Plastikspritze Wasserstoffperoxyd drauf. Bis die Wunde geschlossen ist,
kann ich keine Schuhe anziehen und praktisch nichts unternehmen. Von einer Engländerin,
die auch eine grosse Wunde hat, bekam ich den Typ, die Salbe Silvazine zu
gebrauchen. Jetzt bildet sich von aussen gegen innen neue Haut und das Loch ist
schon bedeutend kleiner geworden.
Hier in Port Moresby habe ich auch einige Deutsche getroffen, Rolf lebt
hier und hat einen Baustoffladen, Ein anderer Rolf arbeitet als Berater für die
EU bei Bergwerkprojekten. Kathy und Werner sind Weltumsegler auf ihrer
„Halbwegs-rast-sie“ (Halberg Rassy). Mit ihnen habe ich wie auch mit Brian
regen Kontakt, liegen wir doch mit unseren Schiffen auf dem selben Steg. Am
Montag waren Brian und ich bei ihnen eingeladen, Kathy hat einen Auflauf
bestehend aus Sauerkraut, Speck und Kartoffelpüree, der mit Parmesan überbacken
war gekocht. Es hat sehr gut geschmeckt.
Am Freitag, den 18. März habe ich bei Brian für seine beiden Freunde
und uns ein italienisches Nudelgericht gekocht. Am Karfreitag bei mir an Bord für
Kathy und Werner Spaghetti mit Auberginensauce. Beide male ist mir alles sehr
gut gelungen und alle waren zufrieden. Nächsten Freitag werde ich bei Brian Hühnchen
Al Na’ir kochen, das viel Zwiebeln, und Knoblauch enthält, dazu gibt es Reis.
An Ostern war hier in der Marina „Handicraft Market“
(Kunsthandwerks-Markt) und ich habe zwei (fast) identische Masken gekauft, die
eine aus einem dunkeln Holz, die andere aus einem hellen. Als Augen sind
Muscheln (Cypraea monetaria moneta) eingesetzt. Die dunkle verziert nun den
Salon, die helle bewacht meinen Schlaf. Mit primitiven Werkzeugen, Meist nur mit
einem Messer, verfertigen die Einheimischen schöne Schnitzereien, die sie dann
mit heller Schuhcreme polieren, bis sie glänzen.
Am Samstag, den 9. April besuchte ich in einer Schule einen
Kunsthandwerks-Markt. Hier habe zwei Masken, eine Eidechse und eine Darstellung
einer Frau gekauft. Die grosse Maske ist sehr plastisch und schön bemalt. Die
kleinere ist ursprünglicher, aber auch neu. Bei der Eidechse wurden an den
Gelenken Perlmutscheibchen eingelegt. Die Frau ist in einem Oval und wie alle
anderen aus einem Stück geschnitzt. Sie ist mit Erdfarben bemalt.
Zur
Bildseite Grammar School
Letzten
Donnerstag, den 14. April besuchten Kathy, Werner, Mathiew und ich das Jubiläumsfest
der Grammar School. Hier werden 1300 Schüler zwischen sechs und sechsundzwanzig
Jahren unterrichtet. Die Schüler stammen aus verschiedenen Ländern wie Papua
Neuguinea, Solomonen, Philippinen, Japan und Australien. Die Schüler haben
unter Mithilfe der Lehrer ihre traditionellen Tänze und Riten aufgeführt. Die
Aufführungen begannen um neun Uhr und dauerten vier Stunden, es wurde uns keine
Minute langweilig. Im Eintrittspreis war auch ein einfaches Mittagessen und
Getränke inbegriffen.
Aus alle Provinzen von PNG sind die Gruppen in ihren traditionellen Kostümen
aufgetreten. Da über 700 ethnische Gruppen auf der Hauptinsel und den Inseln
des Bismarck-Archpels leben, ist die Vielfalt gross und es konnte nicht alles
dargestellt werden. Die Kostüme, die Kopfputze und der Schmuck stammen aus dem
Familienbesitz und wurden speziell für diesen Anlass nach Port Moresby
geschafft. So konzentriert kann man in der Regel die alten rRiten nicht
bewundern. Es ist schön, dass die alten Traditionen auch an den Schulen
hochgehalten werden. Durch die Missionare ist sowieso schon viel zu viel davon
zerstört worden.
Am Sonntag trafen sich viele Klubmittglieder zum grossen Frühstücksbuffet.
Auch ich habe mich einmal dazu gesetzt, nur für mich war das Buffet zu
reichhaltig und zu teuer. Meist ging ich nur hin, um einen Kaffee zu trinken und
in den Zeitungen zu stöbern.
An einem Sonntag hat mich der Baustoff-Rolf in die Hügel mitgenommen, wo
er den Bruder seiner Freundin hingebracht hat. Dabei waren auch seine Mutter und
die Tochter von Rolfs
Freundin. Auf stark ausgewaschenen Naturstrassen mit tiefen Löchern ging es in
die Hügel, wnn nicht zu sagen
Berge. Nachdem wir den Jungen abgeliefert hatten fuhren wir noch ein Stückchen
weiter zu einem Freizeitgelände mit Wasserfall. Viele Leute von Port Moresby
kommen hier hin um zu baden, zu grillen und sich einen gemütlichen Sonntag zu
machen. Auf dem Gelände wurden Schutzhütten mit einem Tisch erstellt, wo man
sein mitgebrachtes verzehren kann. Die Kinder tollen sich im Wasser und machen
die ersten Schwimmversuche, obwaohl das Wasser recht kalt ist. Bei der Fahrt zurück
haben wir noch die grossen Wasserfälle bewundert, die sich von hohen Felsen in
eine tiefe Schlucht stürzen.
An einem Donnerstag hat mich Rolf am Mittag mitgenommen und mich beim
Botanischen Garten abgeladen, dere gleich hinter derUnivesität liegt. Leider
ist er ein bisschen verwahrlost und die Pflanzen sind wohl angeschrieben, nur
kann man die Schilder nicht mehr lesen. Die Wege sind ungepflegt, sind voller
abgefallener Blätter und Äste. Jedoch sind einige typische Tiere der Insel
Papua in Gehegen, wie der riesige Vogel Cassuaria, weisse Papageien, Paradiwsvögel,
die ich leider nicht fotografieren konnte, weil sie immer zu weit weg waren. Sie
sind so scheu, und lassen sich nicht auf der Futterstelle nieder, wenn man in
der Nähe ist. Früher wurden die Paradiesvögel gefangen, um die Schwanzfedern
als Schmuck für die Tanzmasken zu verwenden. Da ich kein brauchbares
Teleobjektiv auf der digitalen Kamera habe, kann ich etwas, was weit weg ist
nicht herholen. In der grossen Voliere waren gewisse Vögel so zutraulich, dass
sie sich auf die Hände des Wärters gesetzt haben.
Der Cassuaria ist ein Vogel mit einem verhornten Kamm und kann nicht
fliegen. Er ist schwarz und einige Stellen sind rot und blau. Sie werden von den
Einheimischen auch gejagt und gegessen. Sehr wahrscheinlich werden auch die eier
verezehrt, wenn sie sie finden.
Die Kängurus von Papua sind viel kleiner als die australischen. Da es im
Gehege zu dunkewl war, ist mir kein brauchbares bild gelungen. Jedoch der weisse
Papagei, der ein gelbes Häubchen hat, ist auf dem bild ganz gut herausgekommen.
Im Botanischen Garten war ich der einzige Besucher, wenn man von den Studenten
absieht, die hier ihre Mittagspause verbringen. Es kann sein, dass am Sonntag
mehr los ist, da es im Garten einen grossen Grillplatz hat, ausgestattet mit
Tischen und Bänken, sowie einiger Feuerstellen.
Kathy, Werner und ich wurden von Rolf am Mittag Museum zum gebracht. Es
liegt in einem grossen Park gleich neben dem Parlamentsgebäude, das auch von
einem Park umschlossen wird. Viele schöne Gegenstände sind hier zusammen
getragen worden und recht schön ausgestellt.
Sogar ein alter Kanu-Katamaran befindet sich mitten in einem Saal und
zeigt uns, wie die Ureinwohner mit Naturfasern alles zusammengebunden haben. Natürlich
dürfen dabei die Gottheiten nicht fehlen, die eine erfolgreiche Reise zur See
versprechen. Auch auf die Schönheit wurde geachtet, sind doch die Teile alle
mit Verzierungen versehen.
Ein Teil des Museums in einem hohen Raum mit einem Rundgang auf der
halben Höhe ist nur mit Skulpturen und Masken gefüllt, die fast alle
kultischen Zwecken gedient haben. Scheinbar sollen in den sogenannten
„Hills“ noch heute Menschen dem ehemaligen Glauben frönen. Der grösste
Teil ist aber heute christlich und die alten traditionen sind ausgestorben.
In einem anderen Teil werden auch die Tiere und Pflanzen, die auf der
Insel Papua endemisch sind in Schaukästen dargestellt. Seien es See-,Land- oder
Flussbewohner, hier haben sie ein Denkmal erhalten.
Eine andere Abteilung beschäftigt sich nur mit den Gegenständen des täglichen
gebrauchs und des Schmuckes, der sicher als Amulet gegen böse Geister getragen
wurde. Zu sehen sind Töpferwaren, Werkzeuge aus Holz und Stein – Metall haben
die Ureinwohner nicht gekannt – Halsbänder, Kopfputze und Penisköcher, die
Bekleidung der Männer mit schönen Verzierungen.
Anschliessend sind wir noch zum Parlamentsgebäude gegangen, durften aber
nicht mehr in den Park, weil er gerade geschlossen wurde. Der Park um das
Parlamentsgebäude ist sehr gross und gut gepflegt. Im Grossen und Ganzen war es
ein instruktiver Nachmittag.
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