Meine Weltumsegelung

 Unter folgenden Adressen bin ich erreichbar: andre2blanc@acamar.net oder andre2blanc@yahoo.com
Copyright André Blanc, Juni 2009



Zweiter Teil:

Von Zypern durch  das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket 

Dritter Teil:

Durch die Malakka-

Strasse ins Süd-

chinesische Meer in die Philippinen 

Vierter Teil:  

Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien 

Fünfter Teil:  

Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland 

Sechster Teil: Von Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland 

Siebenter Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien 

Achter Teil:

Von Ushuaia  über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen

Neunter Teil:  

Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar

Zehnter Teil:

Von Gibraltar zu den Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland

Anhang: Mitsegelmöglichkeiten und Bedingungen 

 Der Naturparks vom Kinabalu

            Am Morgen des 24. August bin ich mit dem Bus hinauf zum Kinabalu-Naturpark gefahren, der etwa auf 1500 Meter Höhe liegt. Gleich nach der Ankunft habe ich meinen Rucksack deponiert und bin auf einem der vielen Wege durch den Regenwald gewandert. Schön steil ging es den Hügel hinauf zu einem Aussichtspunkt mit einem tollen Blick auf das davor liegende Tal. Trotzdem jetzt nicht Blütezeit ist, habe ich einige schöne Blumen gefunden. Die hohen Bäume sind voller Vögel, nur, sie zu sehen, ist nicht einfach, sind sie doch in den Blättern kaum auszumachen. Die Vielfalt der verschiedenen Pflanzengattungen ist erstaunlich.
            Den von mir gewählte Weg darnach hatte einen ganz anderen Charakter, da er durch ein feuchtes Gebiet führte mit vielen kleinen Rinnsalen, die den Hügel herunter kamen. Hier überwiegten vor allem die Farne, von denen es im Park mehr als dreihundert verschiedene geben soll. Zwischen den Büschen und an den  Bächlein war alles mit unzähligen Moosen überwachsen. Nachdem ich den Fluss erreicht hatte, ging es steil nach oben zum Hauptquartier des Parks, wo ich eine Diaschau besuchte.
            Gleich daneben befindet sich ein „Mountain Garden“, in dem viele Bäume, Sträucher und niedrig wachsende Pflanzen mit Namensschildern versehen sind. Schade, dass diese Pflanzen nicht in Blüte standen. Darnach bin ich dann dem Fluss entlang abwärts gewandert. Hier war der Charakter des Waldes
wieder anders, überwiegen doch hier die hochstämmigen Bäume. Darunter wächst dann viel Rattan, das sich zum Teil den Stämmen entlang nach oben schlängelt. In Kehren ging es dann steil nach oben, zuerst zu einem Aussichtspunkt und zum Eingang des Parks, wo ich meinen Rucksack in Aufbewahrung gegeben habe.

 

 


Weisse Ingwerblume

Blume eines Busches, Namen unbekannt

Oben: weiblicher Käfer, etwa fünf cm lang

Links: ein typischer Weg im Naturpark

            Nun war ich rechtschaffen müde und der Himmel hat sich mit schwarzen Wolken drapiert und es würde wohl bald regnen. Ich bezog dann meine Schlafstelle, vier doppelstöckige Betten in einem Raum. Einige der Zimmergenossen waren schon im Zimmer, eine Dänin, ein Engländer und ein amerikanisches Paar aus Boston. Zusammen verliessen wir zum Abendessen dann den Park, da die Parkrestaurants ziemlich teuer sind.

Fleischfressende Pflanzen, Höhe ca. 30 cm

Höhe ca. 20 cm

            Anderntags, nach einem ausgiebigen Frühstück, fuhr ich mit einem Minibus in das „Mesilau Natur Resort“, wo ich vor hatte, die fleischfressenden Pflanzen zu besichtigen. Mit einem Führer ging’s dann in den Wald und er zeigte mir verschiedene dieser Pflanzen. Auf dieser Höhe von 2000 Metern wächst auch schon bereits der endemische Rhododendron und viele wild wachsende Orchideen, einige davon konnte ich bestaunen und fotografieren. Der Führer sagte, dass auch noch weiter hinauf endemischer Rhododendron in vielen verschiedenen Farben vorkomme, der ein Verwandter unserer Alpenrose ist, die Blumen sind jedoch grösser. Ich habe Rhododendren in drei verschiedenen Farbtönen gesehen – rot, orange und violett.

Oben: einer der Rhododendren

Links: Fleischfressende Pflanze ca. 15 cm hoch

            Nach einem kleinen Mittagessen besuchte ich die „Natural History Gallery“, ein kleines Museum. Der Felsaufbau des Kinabalu ist hier mit Gesteinsproben dokumentiert und auch die Verwendung der verschiedenen Produkte des Regenwaldes, wie Rattan und Bambus ist hier dargestellt. Ein Modellhaus aus Bambus und anderen Hölzern, alles mit Rattan zusammen gebunden erklärt, wie die Menschen früher hier gelebt haben.


Raflesia, die grösste Blume der Welt




Rechts: Einer der Wasserfälle im Park

            Am 26. fuhr ich mit einem französischen Ehepaar in einem Minibus zu den „Poring Hotsprings“, wo heisse Quellen unter den Felsen hervorsprudeln, Temperatur etwa 60 Grad. Nach der Ankunft fragten wir an der Rezeption wo die Raflesia in Blüte zu finden sei. Ausserhalb des Parks auf einem Privatgrundstück (nach Entrichten eines Eintrittes) fanden wir sie dann. Die Raflesia ist die grösste Blüte der Welt und kann bis zu 1,20 Meter im Durchmesser erreichen. Diese hier war aber nicht so gross (30 cm) und schon im Verwelken begriffen, blüht sie doch nur eine Woche. Vom Beginn des Knospens bis zur Blüte dauert es jedoch über ein Jahr. Vorkommen: in Borneo, in Java und auf Sumatra.
            Einen Rundgang durch den Park brachte uns zu einem Hängebrücken-Weg auf einer Höhe von etwa 40 Metern, der an den riesigen Bäumen angebracht ist. Es ist nicht gerade leicht, darauf zu laufen, schwanken sie doch beträchtlich und wenn man den Fuss aufsetzt, kippt das Brett leicht auf die Seite, wo das Gewicht darauf kommt. Darnach ging’s zum Wasserfall, wo wir unser vorher in einem Laden gekauften Mittagessen verzehrten.
            Interessant war noch eine Anlage, wo auf einem Rundweg den ganzen Gebrauch des Bambus dargestellt war. Vom Haus über eine Brücke, Wasserleitungen und Wasserbehältern zu Tierfallen ist alles zu sehen, was daraus zu machen ist.
          Ein Reinfall hingegen war der Orchideen-Garten. Eintrittspreis sieben Ringit, nur, Orchideenblüten findet man kaum – etwa drei Orchideen waren in Blüte. Die Franzosen legten sich dann in ein Heisswasserbad, ich konnte dies nicht tun, da ich keine Badekleidung bei mir hatte. In einem einfachen Hotel fanden wir je ein Zimmer, Dusche und Toilette auf der Etage. Tags darauf fuhren wir dann nach Kota Kinabalu zurück.
              Hier in der Marina habe ich Sina und Max, Schweizer auf einer Maramu getroffen und bin zwei Mal bei ihnen zum Abendessen – einmal zu „Gschwelti“, einmal zu Fleischkügelchen - eingeladen worden. Sie mussten den elektrischen Fockroller reparieren lassen. Sie werden nach der Reparatur über Singapur und Thailand ins Rote Meer segeln und dann ins Mittelmeer, ihre Weltumsegelung wird dann zuende sein. Max putzt gerade ein Sonnensegel.

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