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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
| | Von
der Insel Tioman nach Kuching in Sarawak, Borneo
Gestern
war ein Taucher bei mir und hat mir alle Seepocken unten am Kiel und am Ruder
weggemacht. Durch die verschiedenen schmutzigen Häfen hat sich unter dem Kiel
eine dicke Schicht dieser lästigen Muscheln gebildet.
Heute,
den 3. Juni habe ich ausklariert und habe angefangen den Anker zu bergen. Welch
Überraschung! An der Ankerkette hängte die Reling und ein Stück von einem
Bimini.
Anschliessend verholte ich mich an den Fährquai und bunkerte Wasser.
Jetzt habe ich wieder Wasser für mehr als einen Monat. Achte ich auf den
Verbrauch, verwende zum Teil Seewasser, reicht es auch für zwei Monate. Nun
ging es mit dem Motor um die Nordspitze der Insel Tioman herum auf die Ostseite,
wo ich in der Bucht Juara ankerte. Im Schiff drin hatte ich am Freitag um neun
Uhr morgens bereits dreissig Grad, und dies ohne einen Hauch Wind. Den ganzen
Freitag blieb ich in der Bucht Juara und habe einige kleine Reparaturen gemacht
und eine neue Entlastungsleine für das Ankerspill gespleisst, die alte war zu
Steif und nicht mehr flexibel. An der „Hundehütte“ musste ich einige Nieten
wegmachen und sie mit Schrauben ersetzen.
Jetzt bin ich zur Insel Aur unterwegs, wo ich dann in einer Bucht drin
ankern werde. Nach dem Gewitter der letzten Nacht ist heute der Himmel bedeckt
und ich habe zwei Bf. Wind aus Südwest. Westlich der Insel fahren alle Frachter
vorbei, die nach Bangkok gehen oder von dort kommen. Um vier Uhr liess ich in
der Bucht im Osten der Insel den Anker fallen. Sie hat einen kleinen Sandstrand
und ist umgeben mit Kokospalmen. Neben mir liegen zwei Fischer und bereiten sich zum Fischen in
der Nacht vor.
Eigentlich
wollte ich hier den Sonntag verbringen und noch eine kleine Reparatur machen. Um
halb fünf Uhr morgens schaute ich einmal raus und da sah ich, dass durch die
Tide nicht weit von mir weg schon die Korallenblöcke aus dem Wasser geschaut
haben. Da beschloss ich, gleich den Anker zu lichten und mich auf die Reise nach
Borneo zu machen. Der Wind bläst fast aus Süd mit zwei Bf. Und ich mache nicht
so viel Fahrt, wie ich gerne möchte.
Letzte
Nacht hatte ich ein einmaliges Erlebnis: Die ganze
Bucht war mit Kerzen, die überall waren, erhellt. Nur, Kerzen geben nie ein grünes
Licht. Ich schaute mir dies genau an und da sah ich, dass es sich um einzelne
Tiere handelte, die etwa ein bis zwei Zentimeter gross waren und sehr hell
strahlten.
Der
erste Tag war ereignislos, ausser dass ich bis zu zwölf Frachter um mich herum
hatte. Beim Einnachten barg ich dann den Klüver, da es nach Gewitter ausgesehen
hat. Später musste ich dann auch das Gross bergen, da ich vor und im Gewitter
bis acht Bf. Wind hatte. Innert kurzer Zeit hat sich ein hoher Seegang ausgebaut
und dieser blieb bis zum Vormittag. Dann war auf einmal kein Wind mehr, die
Dünung blieb und es schüttelte mich hin und her.
In der
zweiten Nacht fing es zuerst an zu regnen und dann um drei Uhr ging es richtig
zur Sache. Ein Reff nach dem anderen einziehen und den Klüver bergen. Ich
machte bis acht kn Fahrt. Am Morgen konnte dann wieder normale Besegelung
erstellt werden.
Der dritte
Tag brachte mir Ostwind, also den ganzen Tag mit dem Motor gegen an. Der Wind
war nicht stark aber der Seegang von der vorigen Nacht war noch beträchtlich.
Die nächste Nacht war gänzlich ohne Wind. Ich habe bis um elf Uhr in der Nacht
motort und liess dann das Schiff treiben und bin schlafen gegangen. Am Morgen
ging es mit der Maschine weiter und so gegen neun Uhr setzte ich Segel, da ein
schöner Wind aufkam.
Später habe ich gemerkt, dass ich nicht Höhe machen konnte, da
die Strömung mir gleich alles wieder wegfrass. Also: wieder mit dem
Motor auf die Flusseinfahrt zu. Da ich aber den Fluss nicht bei Nacht
befahren wollte, musste ich die Nacht über wieder das Schiff treiben
lassen und dann um vier Uhr morgens ging es dann auf die Flussmündung
zu. Um zwölf Uhr bin ich dann in Pending, vor
Kuching, angekommen. Dann ging es los mit dem Einklarieren. Nun, gesehen habe
ich hier noch nichts, dies werde ich heute machen.
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