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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Sieben
Wochen Jemenj
Am
17. Juli bin ich mit den zwei Mitseglern in den Hafen von Aden eingelaufen. Nach
den Behördengängen, die hier in Jemen recht einfach sind, haben wir nach vier
Tagen die
Füsse wieder an Land gesetzt. Als erstes bin ich zur Bank gegangen, da
ich seit Zypern nirgends Geld abheben konnte und in Larnaca
leider nicht genügend Dollar bekam. Endlich war ich wieder von den beiden
anderen unabhängig und konnte tun und lassen, was ich wollte. Entgegen allen
Angaben gibt es hier in Aden im Stadtteil Al Ma’ala einen Bankomaten, wo man
sich mit Dollar versorgen kann.
Meine Crewmitglieder machten sich auf die Suche nach Flügen, ich habe
sie nicht nach ihren Zielen erkundigt. Vier oder fünf Tage später verliessen
sie die Al Na’ir. Welch aufatmen! Nun hatte ich das Schiff wieder für mich
allein und brauchte nicht immer auf die anderen zu achten.
Vorerst mal erholte ich mich von ihrer Gesellschaft, dann begann ich die
verschiedenen Stadtteile von Aden zu erforschen.
Eigentlich bestand
Aden nur aus dem sogenannten Crater, das wirklich inmitten eines Vulkanes gebaut
ist. Erst als die Engländer Südjemen zur Kolonie machten, wurden die beiden Häfen gebaut. Dafür musste
Sumpfland aufgeschüttet werden, das mit dem Material vom Ausbaggern des Kanals
in den Hafen geschehen ist. Der äusserste Teil des Hafens, dort wo ich gelegen
habe, heisst Tawahi und wurde von den Briten erbaut. Früher sind hier die
Kreuzfahrtenschiffe vor Anker gegangen. Weiter im Inneren der riesigen Bucht
entstand der eigentliche Frachthafen, der in letzter Zeit mit einem
Container-Terminal erweitert wurde. Dieser Teil heisst Al Ma’ala. Ein moderner
Stadtteil entstand beim Flughafen.
Häuser mit Geschäften in Tawahi
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1969 ist dann der Südjemen unabhängig geworden, wurde kommunistisch und
viele Jemeniten wurden nach Russland, Ostdeutschland oder Kuba zur Ausbildung
geschickt. Auf der Nordseite der Bucht wurde von den Russen ein thermisches
Kraftwerk mit Meerwasserentsalzungs-Anlage gebaut,
die immer noch in Betrieb ist. Nach dem Bürgerkrieg und dem Zusammenschluss der
beiden Jemen, zerfällt alles ein wenig.
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Quat kauende Seemänner
Er
repariert Schuhe am Strassenrand
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Hier in
Tawahi, wo ich meine übliche Abendrunde gemacht habe, habe ich schnell Kontakt
zu Einheimischen bekommen. (In einer Saftbar wurde ich von einem jungen Mann
angesprochen, mit dem ich dann auch die Hauptstadt besuchte. Hamzah, so lautet
sein Name, ist noch in der Ausbildung und wird sein Studium nächstes Frühjahr
abschliessen. Er ist zwar Jemenit, stammt aber von väterlicher wie von mütterlicher Seite von Indern
ab. Seine Vorfahren sind von den Engländern als Soldaten oder als Arbeiter
hierher gebracht worden.
Viele ältere Männer haben mich angesprochen und mir erklärt, dass sie
als Seeleute bei verschiedenen europäischen Reedereien gearbeitet hätten. Sie
sind heute pensioniert und treffen sich jeden Abend am gleichen Platz und kauen
Quat. Gerade hier in Tawahi treffen sich viele Nationen: viele Menschen aus
Somalia und aus Indien leben hier.
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Aus Somalia . . .
Frech wie bei uns |

Nasser, bewacht Schiffe
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Der
eigentliche Lebensnerv von Aden liegt im „Crater“. Alles, was man braucht,
findet man in diesem Stadtteil. Wechselstuben, Banken, Kleidergeschäfte,
Juweliere usw. sind hier versammelt. Ein Geschäft zu finden, ist aber nicht
einfach, sind die Gässchen mit den Läden über die ganze Stadt verteilt. Auch
alle Behörden, zum Beispiel für ein Visa für Jemen, befinden sich hier. Die
Einheimischen müssen dort hin, wenn sie einen Pass oder eine Identitätskarte
brauchen.
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Wassertanks aus der Zeit der Königin von Saba
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Ein britischer Leutnant hat 1854 in den Vulkanfelsen westlich der Stadt
mit Müll gefüllte Becken gefunden. Später wurden sie vom Unrat befreit und es
stellte sich heraus, dass dies sehr alte Wassertanks waren, die ehemals die
Stadt mit Trinkwasser versorgt haben. Von den umliegenden Vulkanfelsen lief das
Regenwasser in die Tanks und wurde dort gespeichert. Regnete es zuviel und waren
die Becken voll, lief das Wasser durch einen Kanal ab ins Meer. Leider weiss man
nicht, wann und von wem diese erbaut wurden.
Warum so lange
Aden? Meine Crew konnte nirgends zwei drei Tage bleiben, wo es kein kaltes Bier
gab. Um möglichst schnell in einen Ort zu kommen wollten sie auch die Nächte
durchsegeln. Mit der Natur hatten sie nichts am Hut. Später habe ich dann auch
darauf gedrängt, möglichst schnell den einen in Aden auszuladen. Der andere
Grund war, dass ich lange Zeit auf mein Visum für Indien warten musste. Der
dritte ist der, dass eigentlich nur im September das Überqueren des indischen
Ozeans empfohlen wird.
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