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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Besuch
in „Tausend und eine Nacht“j
Am 9. August, nach
Erhalt meines Visums für Jemen, unternahm ich eine Reise in die Hauptstadt. Als
Reiseführer war ein junger Jemenit bei mir, der indischer Abstammung ist. In
Aden besteigt man einen der modernen, klimatisierten Busse und wird dann in acht
Stunden durch die Vulkanberge kutschiert. In den Senkungen, die mit Schwemmland
gefüllt sind, wird auf
Terrassen intensiv Landwirtschaft betrieben. Angebaut werden vor allem Quat,
Mais, Tomaten, Kartoffeln und verschiedene Gräser für die Tiere.
Quat ist eine
Droge und wird überall in Jemen gekaut. Die Männer sitzen oder liegen irgendwo
in den Strassen im Schatten und haben auf der einen Kopfseite eine aufgeblähte
Backe, was ihr Aussehen nicht gerade vorteilhaft verändert. Ob die Frauen diese
Droge auch nehmen, weiss ich nicht. Einheimische, die ich darnach fragte, sagen,
dass nur wenige dieses Kraut kauen, da sie kein Geld hätten.Malerisch an Hängen oder Hügeln sind die
Ortschaften hingebaut.
Die
alten Häuser bestehen aus Lehmziegeln und sind zum Teil weiss bemalt. Die neuen
Gebäude bestehen nun aus einem Betongerüst und sind zwischen den Pfeilern mit
Ziegelsteinen
oder Betonziegeln ausgefüllt, die fast in jedem Dorf gegossen werden. Ansonsten
besteht das Baumaterial aus schwarzen und cremefarbigen
Vulkansteinen. Die schwarzen werden gespalten, die beigen gesägt, da sie
weicher sind und nicht gespalten werden können.
In der Nacht
erreichten wir dann Sana’a, und gingen auf die suche nach einem Hotel.
Sana’a liegt im ehemaligen Nordjemen und ist jetzt die Hauptstadt. Bedeutend
weniger Einwohner sprechen englisch als in
Aden und die Männer sind mehr traditionell gekleidet. Sie tragen einen
Wickelrock und einen breiten Gürtel mit ihrem Dolch in einer gekrümmten
Lederscheide, die oft verziert ist. Viele tragen den mit goldenen Fäden reich
bestickten Gürtel, den man überall in der Stadt kaufen kann.
Die
Altstadt von Sana’a ist wirklich wie ein Traum aus vergangener Zeit. Die recht
hohen Häuser sind mit Lehm überzogen und sind um die Türen und Fenster weiss
bemalt. Im Erdgeschoss befinden sich meist kleine Läden, in denen alles, was
der Mensch braucht, zu kaufen ist. An vielen Stellen der Stadt befinden sich
kleine lokale Märkte, wo Gemüse, Früchte, getrocknete Trauben und Nüsse
angeboten werden. Natürlich darf auf einem Markt auch Quat nicht fehlen!
Zur Bildseite Sana'a
Im alten Teil
der Stadt sind viele Moscheen verteilt und haben alle anders geartete Minarette.
Das Kunstmuseum befindet sich in einem alten herrschaftlichen Haus mit Innenhof,
der aber nur zwei Stockwerke nach unten reicht. Darunter sind dann mit Bögen
und
Säulen abgestützte Räume, von
denen aus es in winzig kleine Zimmer geht, die teilweise miteinander verbunden
sind. Die Zimmerchen sind in der Regel nicht länger als ein Bett. Das ganze ist
sehr schön renoviert. Die Umrandungen der Bögen, Fenster und Türen bestehen
aus schwarzem Basalt und der Rest besteht aus beigem Vulkangestein oder
aus Lehmziegeln ist dann weiss gekalkt.
Die Gassen sind eng, sind sie aber breit genug, schlängeln sich Autos
hindurch mit einem wilden Gehupe. Unsere Fahrzeugkontrollen wären glatt überfordert,
befindet sich doch kaum ein Fahrzeug in einem bei uns üblichen
Zustand. Ist irgendwo genügend Platz wird geparkt, auch wenn das Vorbeifahren
der anderen problematisch oder unmöglich wird.
Im
modernen Teil der Stadt, viele Häuser sind mit Baumaterial wie in der Altstadt
gebaut, gibt es Strassen, wo ein Laden nach dem anderen nur Kleider anbietet
oder sie ist voller Apotheken. Zwischen drin gibt es dann
immer wieder kleine Kaffees oder Restaurants, die von früh bis spät geöffnet
sind.
In den
Kaffees, dies gilt auch für Aden, werden aus Limonen, Mangos, Papayas oder
Erdbeeren in einem Mixer eisgekühlte Fruchtsäfte hergestellt und sie sind sehr
erfrischend. Frappee aus Dosenmilch mit Eiscreme und Fruchtsäfte aus
verschiedenen Früchten werden auch angeboten. Heissen Tee, stark gesüsst und
mit Dosenmilch angereichert wird auch auf Strassenständen angeboten. Kaffee
wird nur selten getrunken und, was ich noch nirgends gesehen habe, aus dem
getrocknetenFruchtfleisch der Kaffeebohne, das auf den Märkten angeboten wird,
brühen die Jemeniten ihren Kaffee. Die Kaffeebohnen findet man nur ungeröstet
auf dem Markt, jeder muss also seinen Kaffee nach seinem Geschmack rösten.
Am
zweiten Tag meines Aufenthaltes in Sana’a gab es gegen Mittag ein starkes
Gewitter mit Hagel. Darnach war ein Teil der Stadt knietief unter Wasser, da die
Öffnungen der Abflüsse durch den vielen Plastikmüll, der überall herumliegt,
verstopft wurden.
Die Rückfahrt war ereignislos und ich konnte aus dem Fenster einige
Fotos machen,die trotz Spiegelung des Fensters recht gut geworden
sind. In den Restaurants isst man mit den Fingern der rechten Hand, nur
gelegentlich bekommt man einen Löffel. Meist erhält man zu einem Gericht in
Sauce entweder Chappatis oder Brot, das man zerteilt und damit das Gericht
aufnimmt und in den Mund steckt. Fleisch oder Hähnchen wird so weich gekocht
oder gebraten, dass man alles mit den Händen zerteilen kann. Überall findet
man eine Waschgelegenheit, damit man sich vor und nach dem Essen die Hände
waschen kann. Toiletten existieren aber nicht und man muss schauen, wo man seine
Notdurft verrichten kann.
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