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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
| | Besuch
in Eritrea, ein junges und armes Land
Von Port Sudan ging es flott
gegen Süden, jeden Tag einen Sprung von 24 bis 35 sm weiter. Die Korallenriffe
werden aber hier immer ärmer, da die Erwärmung des Meeres die Korallen sterben
lässt. Sehr wenige Riffe sind noch intakt, wohl sind Fische noch da, jedoch
auch die Vielfalt nimmt ab. Das Wasser ist auch relativ trübe und die Sicht
beschränkt.
Kurz vor der Grenze zu Eritrea hat uns ein Sandsturm, ein sogenannter
Hoboob (ausgesprochen Hobub), erwischt. Innen und aussen alles voller feinen
Flugsand! KeinVergnügen, kann ich euch sagen. Als wir dann über
die eritreische Grenze waren, gab es kein so starkes besanden mehr. Innen muss
alles mit Besen und Schaufel geputzt werden, aussen kann man es mit Pütz und
Schwamm machen.
Am 2. Juli sind wir in Massawa, dem Haupthafen von Eritrea
eingelaufen. Unser Liegeplatz lag im Windschatten eines einheimischen Frachters
und hat uns vonallen Winden abgedeckt. Hier haben wir auch die grösste Hitze
erlebt. Eines Abends um acht Uhr war es im Schiff drin 42 Grad. Mein Blutdruck,
der sonst immer zu hoch ist,
sank in den Keller und ich musste die Medikamente absetzen. Wir blieben hier bis
zum 8. Juli und haben die Einkäufe erledigt und Wasser gebunkert. Massawa ist
eine zum Teil vom Krieg zerstörte Stadt und nichts ist bis jetzt repariert worden. Dafür hat
der Staat ein protziges Verwaltungsgebäude hingestellt und es steht zum grössten
Teil leer.
Weiter ging
es er Küste entlang nach Assam, auch noch in Eritrea mit einem Hafen, der nicht oder noch nicht in
Betrieb genommen wurde. Vor sechs Jahren versuchte Äthiopien Assam zu erobern,
da dieses Land nun nach der Trennung keinen Hafen mehr hat, liegt es doch jetzt
im Innern von Afrika.
Da Moritz schon seit Tagen Ohrenschmerzen hatte, musste er das hiesige Spital aufsuchen. Der Arzt
verschrieb ihm Antibiotika, die er fünf Tage lang einnehmen musste. Wir haben
im Hafenbecken geankert und dadurch wurde es nie so heiss wie in Massawa. Die
Menschen hier sind sehr freundlich und viele sprechen englisch. Ältere habe ich
getroffen, die sprachen noch italienisch, hat doch Eritrea etwa 60 Jahre zu
Italien gehört.
Hier in Assam hatte ich einen weiteren der vielen Dispute mit Heiner. Ich
habe ihm gesagt, er solle in Aden das Schiff verlassen, er sei untragbar. In all
dieser Zeit (20 Jahre) als Skipper, ist es nur
einmal vorgekommen, dass ich eine Person ausladen musste. Selten ist mir ein so
frecher Egoist, Schlamper und Minimalist begegnet.

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