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Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia
über Buenos Aires, Uruguai, Brasilien und Kuru nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua, in die Bermudas, in die Azoren und nach Gibraltar
Zehnter
Teil:
Von Gibraltar zu den
Balearen, nach Sardinienund nach Sizilien und nach Griechenland
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
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Erste
Etappe Anfang Juni 2003
Von Larnaca auf Zypern nach
Port Said in Ägypten,
durch den Suez-Kanal nach Port Suez,
durch das Rote Meer nach Port Sudan, Massawa in Eritrea, Port Assam in Süderitrea
nach
Aden in Jemen
Alles
klar, wir können auslaufen!
Erstens
kommt es anders . . .
Heute Abend (28. Mai 2003) um acht Uhr wird es dann losgehen. Laut den
Wetterberichten auf dem Internet soll der Wind vorerst aus West, später aus
Ost, drehend auf Süd mit maximal fünf Bf. blasen. Später soll er dann auf
West bis Nordwest zurückdrehen.
Nach dem Ablegen in
Larnaca ging die Fahrt vorerst flott voran. Um drei Uhr morgens schlief der Wind
dann ein und wir mussten die Vorsegel bergen. Mit der Maschine ging es weiter
Richtung Süden. Am Morgen um sechs setzte ein leichter Ostwind ein und wir
konnten wieder segeln. Der Wetterbericht um neun versprach uns Winde aus West
bis Nordwest und ein schwaches Höhentief sei westlich von uns.
Es frischte
bis auf vier Bf. auf und wir liefen mit sechs bis sieben Knoten nach Südsüdwest
auf unser Ziel zu. Die Mannschaft wurde Seekrank und wollte nichts essen, Moritz
lag die ganze Zeit in seiner Koje. Länger als zum Navigieren konnte ich mich
auch nicht im Schiff aufhalten, wurde der Seegang doch immer höher.
Kreuzend ging es mit voller Besegelung nach
Westen auf die Einfahrt zu. Am Abend habe ich das erste mal gekocht und die
Mannschaft ass auch mit unterschiedlichem Appetit. Gegen vier Uhr morgens drehte
der Wind dann auf WNW und wir konnten die Ansteuerungstonne anliegen. Als die
Tonne erreicht war, wurden die Segel geborgen und wir fuhren im betonnten Kanal
auf die Stadt zu.
Auf
einmal fing das Barometer an zu fallen. Am Anfang glaubte ich, dass dies die
normale Tendenz sei, da wir weiter gegen Süden kamen. Als er aber immer weiter
fiel, mussten wir uns Gedanken machen. Der Wind aus Ost wurde stärker und dann
gegen neun Uhr abends haben wir das erste und das zweite Reff eingezogen. Später
flaute der Wind ab und kam dann aus Südwest und frischte auf.
In der Nacht
sank das Barometer auf 996 hPa und auf einmal hatten wir einen ausgewachsenen
Sturm: acht bis neun Bf. Klüver bergen, drittes und viertes Reff einziehen und
die Fock reffen, eine nasse Angelegenheit. Unser Kurs, hart am Wind, brachte uns
trotzdem nach Ostsüdost. Am Morgen dann flaute der Wind ab, wir konnten die
Fock wieder ausreffen und er drehte nach Westsüdwest. Wir waren noch fünfzig
Meilen von Port Said entfernt. Wir konnten aber die Einfahrt nach Port Said
anliegen und beobachteten um sechs Uhr morgens die Sonnenfinsternis, der Mond
deckte die Sonne ab.Wir erreichten die Ansteuerungstonne.
Im Slalom ging es durch den Kanal, mussten wir doch vielen Fischern ausweichen,
die ihre Netze schleppten. Gegen zehn Uhr erreichten wir unbeschadet Port
Fouad, brachten den Anker aus und zwei Leinen an den Steg. Nun begann der Behördenkram
und die Verhandlung mit dem Agenten für die Kanaldurchfahrt. Kostenpunkt mit
Visa und Hafengebühren: 590 US$.
Tags darauf um neun Uhr kam der Lotse an Bord und wir liefen in den Suez
Kanal ein. Vom Kanal aus sieht man praktisch nichts, da sich die Ufer uns als Wälle
präsentieren, die aus dem Aushubmaterial bestehen. Am Abend nach
erreichen der halben Strecke liefen wir Ismailia an und setzten den
Lotsen an Land. Ohne Diskussion über die Höhe des Bakschischs ging es nicht,
ich gab ihm aber
nicht mehr. Der Agent in Port Said sagte uns, der Lotse sei von der Kanalbehörde
bezahlt, zehn Dolar sei das Normale.
Am Morgen um acht holte ich den neuen Piloten an Bord – er brachte uns Brot
und Bananen mit und wollte dafür drei Dollar haben, ein wenig zuviel aber es
war seinerseits eine schöne Geste. Wieder fuhren wir einen Tag unter Motor
durch den Kanal. Im grossen
Bittersee
mussten wir auf Geheiss der Kanalbehörden für eine Stunde ankern, da ein
Konvoi grosser Frachter von Süden kam.
Flott ging es dann weiter bis wir so gegen sechs Uhr abends Port Tewfik,
das Ende des Kanals, erreichten. Eine Barke des Suez-Yacht-Clubs war uns beim
Anlegen an den Tonnen behilflich und nahm den Lotsen mit an Land. Mit dem Lotsen
gab es keine Diskussion, er war mit den zehn Dollars zufrieden, ist es doch für
ihn eine grosse Summe. Der Vertreter des Agenten von Port Said brachte und
eine riesige Schachtel voll Patisserie, sehr süss aber für drei Mann viel zu
viel.
Ausser uns
lagen noch zwei Segelschiffe an den Tonnen: ein Motorsegler aus Südafrika und
eine kleine Yacht, die ich eigentlich kennen sollte. Das Rätsel war schnell gelöst:
der Eigner fuhr mit seinem Dingi an mir vorbei und da erkannte ich ihn.
„Lello“ rief ich, „was machst du den hier?“ Es war ein italienischer
Freund, den ich seit vielen Jahren kenne und jetzt auf der Rückreise von seiner
sieben jährigen Weltumsegelung war.
Ich rief ihn an Bord und er erzählte von seinen Abenteuern. Nach
einer „Spaghettata“ gingen wir gemeinsam in die Stadt und er zeigte uns, wo
sich der Markt befand. Anschliessend gab ich ihm meine Seekarten von
Griechenland und im Gegenzug erhielt ich welche von Indien, Sri Lanka und
Malaysia. Schön, nach so vielen Jahren einen alten Freund wieder zu treffen!
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