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Von
Bora Bora über Maupiti nach Rarotonga, eine der Cook-Inseln
Die Insel Bora Bora ist schon schön, jedoch andere Inseln sind schöner.
Was die Werbung aus Bora Bora gemacht hat, ist ja erstaunlich. Scheinbar kommen
viele frisch getraute Pare aus den Vereinigten Staaten und aus Europa für ihre
Flitterwochen hier hin und bezahlen pro Nacht in einem Bungalow über dem
Lagunenwasser vierhundert amerikanische Dollars für Halbpension. Nicht gerade günstig
oder?
Rund um Bora Bora gibt es verschiedene Ankerplätze auf hellblauem
Wasser. Jedoch sind einige den vorherrschenden Winden voll ausgesetzt. Dort wo
wir zuerst waren, bläst der Südwind voll auf den Ankerplatz in der Lagune und
es wird sehr bewegt. Beim Yacht Club ist es dann besser, aber wenn Westwind oder
Nordwestwind kommt, ist man auch hier der Dünung, die durch die Riffpassage
herein kommt, voll ausgesetzt. An den Moorings des Klubs haben wir einen
kleineren Sturm abgewettert und es hat einen ganzen Tag geregnet.
Insgesamt ist Bora Bora
sehr teuer, es ist in Restaurants kaum etwas unter 3000 CPF (30 US$) zu
bekommen. Ein Bier kostet an die fünf Dollar und Wein ist kaum erschwinglich.
Auch im Yacht Club liegen die Preise auf dem gleichen Niveau, nur braucht man für
diesen Tag die Mooringgebühr von zwanzig Dollar nicht zu bezahlen. Fürs Wasser
berechnet der Klub zehn Dollar pro halbe Stunde.
Am 12. Juni, einem Montag, haben wir Bora Bora verlassen und liefen die
Insel Maupiti an. Die Einfahrt ist gefährlich und wir hatten links und rechts
von uns vier Meter hohe Brecher. Die Dünung, die durch die Riffpassage herein
kam, wollte mich immer wieder quer schlagen. Es setzte auch ein starker Strom
aus der Passage von etwa vier Knoten. Als wir dann drin waren, war das Wasser
der Lagune ruhig und wir konnten vor der Petei-Mairie auf sechs Meter ankern.
Die Insel ist sehr schön, sie hat mir besser gefallen als Bora Bora. Die
Einwohner waren freundlich und haben uns Bananen und Grapefruites geschenkt. An
einem Tag kam ein Fischer längsseits und gab mir einen Bonito. Ich fragte ihn
nach dem Preis und er sagte mir, wenn ich ihn nicht nehme gebe er ihn seinem
Hund und wollte kein Geld haben. Es gab auf der Insel aber kein Gemüse und
keine anderen Früchte. Auch Papaias waren nicht reif und die Mangobäume waren
geade in Blüte. Der „Supermarkt“ hatte auch nichts zu bieten, weder
Karotten noch Kartoffeln waren zu bekommen. Das einzige Brot, das man hier
kaufen kann, sind Baguettes und sind nach einem Tag wie ein Schwamm.
An einem der Tage haben wir das Motu Tianai besucht und sind um die Südspitze
gelaufen. Auf der Aussenseite ist ein flaches Korallenriff und auf der
Innenseite kann man durch feinen weissen Korallensand laufen. Hier ist das
Wasser nicht tiefer als bis in die Mitte der Waden. Am Tag darauf bin ich auf
den Berg Tiriano gekraxelt, der bis auf dreihunder fünfzig Meter aufsteigt. Der
Weg führt zum Teil durch dichten Wald oder Gestrüpp. Einzelne kurze Stellen
sind auch zu erklettern, nichts gefährliches, aber man muss aufpassen. Von oben
hat man eine schöne Sicht auf die Lagune, auch zum Teil gegen Westen.
Am 17 Juni haben wir Maupiti verlassen, um in die Cook Islands zu segeln.
Der Wind war am ersten Tag und der ersten Nacht recht gut. Es folgte dann eine
Periode mit schwachen Winden. Der dritte und vierte Tag war geprägt durch den
Durchzug eines Tiefdruckgebietes und wir mussten gegen Westwind und Strom aus
Westen ankämpfen. Erst in der fünften Nacht drehte der Wind langsam zu unseren
Gunsten und wir konnten Avatiu auf Rarotonga anliegen, das wir am Morgen gegen
acht Uhr erreicht hatten.
Nach dem Einklarieren verlegten wir das Schiff an die Mole mit Buganker
und Heckleinen, an Land müssen wir mit dem Beiboot. Die Insel soll sehr schön
sein, nur haben wir noch nichts davon gesehen. Der Ort Avatiu und Avarua
scheinen sehr touristisch zu sein. Wenigstens gibt es hier Bancomaten, wo wir
uns wieder Geld beschaffen können.
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