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Von
Whangarei nach Whangaroa und zurück
Am Montag, den 9. Januar ist Stephan aus Berlin, ein Ossi, eingetroffen.
Am Samstag abend besuchten wir den Grillabend der Yachtis der Marina. An die
dreissig Personen sind erschienen und es war recht interessant, mit allen diesen
zu diskutieren. Organisiert wurde diese Party von Maria, einer Holländerin.
Philipp, ein Franzose, hat mir ein mir unbekanntes Buch über Feuerland
empfohlen, das von eiem italienischen Paar geschrieben wurde. Leider scheint das
Buch im Moment vergriffen zu sein. 
Wieder, am
Sonntag, bin ich unterwegs und segle der Küste von Neu Seeland entlang gegen
Norden mit Stephan. Wir haben Whangarei verlassen und sind bei der Einfahrt in
den Fluss von Whangarei in der Nordbucht vor Anker gegangen. Mit gutem Wind sind
wir den nächsten Tag der Küste entlang bis zur Bucht Whangamumu Harbor
gesegelt. Dies ist eine ehemalige Wal Verarbeitungsstätte, die heute nur noch
ein Andenken ist. Alle Geräte sind verrottet und es wurde eine Hinweistafel mit
Fotos aufgestellt.
Nun ging es um das Kap Brett, am Piercy Rock vorbei, in die Bay of
Islands. In der Urupukapuka-Bucht auf der gleichnamigen Insel vor Anker. Wir
machten, wie auch in Whangamumu einen Landgang. Die Insel wird viel von Campern
besucht, die per Fähre oder dem eigenen kleinen Motorboot anreisen. Viele
Schafe grasen an den Hängen der Insel, auf der wir einen Hägel bestiegen
haben. Die Belohnung war eine fantastische Aussicht.
Wieder lief ich
Opua an, gingen aber in der bucht vor der Marina vor Anker. Am Abend gingen wir
in den Yacht Club zum Grillabend, wo wir viele bekannte Gesichter getroffen
haben. Im
Laden haben wir uns am
Tag darauf noch ein Brot besorgt und sind dann gleich weiter gegen Norden
gesegelt, wo wir im tiefen Te Puna Inlet in einer Bucht vor Anker gegangen sind.

Mit einem langen Segeltag erreichten wir Whangaroa Harbor und gingen
gegen sechs Uhr abends in einer Bucht vor dem Miniort Whangaroa geankert haben
und eben den Ffisch gegessen haben. Tags darauf fuhren wir in den Ort, bestehend
aus einem Game Fishing Club, einem Hotel mit Restaurant und einem kleinen Laden,
der in etwa alles führt und trotzdem nichts hat. Einige Privathäuser sind auf
den Hängen hingeklatscht und das wäredann alles.
Wir wollten Diesel kaufen, nur an der einzigen Tankstelle kann man nur
mit einer BP-Karte sich selbst bedienen. Also liessen wir es bleiben und sagten
uns, dass unser Brennstoff sicher noch lange hält. Wir waren verunsichert, da
der Wetterbericht Windstärken bis 45 Knoten für Dienstag voraussagten. Daher
beschloss ich, wieder zurück nach Opua zu segeln, wo man einigermassen sicher
liegen kann.
Am Sonntag segelten wir bis in die Einfahrt der Bucht Kerikeri, gingen spät
am Abend dort hinter einer Inselgruppe vor Anker und am nächsten Morgen gleich
nach dem Wetterbericht zurück nach Opua. In der Marina erhielten wir keinen
Platz, da alles einer Regatta wegen belegt war. So gingen wir in die Bucht von
Russel und wollten dort Abwettern. In der Nacht fing es ordentlich an zu blasen,
jedoch der Hauptsturm kam erst am Dienstag Morgen.
Gegen Mittag fielen so starke Böen ein, dass der Anker nicht mehr
gehalten hat. Auf einmal waren wir bei einem Motorboot längsseits und hatten mühe,
dort wieder wegzukommen. Wir haben uns dann eine unbenutzte Mooring geschnappt,
wo wir dann problemlos gelegen sind. Am Nachmittag des nächsten Tages verlegten
wir uns in die Bucht vor der Marina von Opua. Am Abend war wieder Grillabend im
Yacht Club, wo wir mit einem Schweizerpaar, Amerikanern und einer Engländerin
am Tisch sassen.
Am Donnerstag segelten wir wieder los. Kaum
Seegang, aber ablandiger Wind mit vielen Böen behinderten ein gemütliches
Segeln. Zudem fing es auch noch an zu regnen, zwar nur kurz aber nass! In der
Bucht fing Stephan wieder mit dem Fischen an und fing auch zwei relativ kleine,
die der Makrele verwandt sind. Unser Abendessen war Gesichert.
Wir verlegten uns in die Paradise Bay, die aber für uns nicht so das
Paradis war, hat doch unser Anker zweimal nicht gehalten. Als eine Charteryacht
auf uns zutrieb, haben wir uns in die Otaio Bay verlegt, wo unser Anker auch
gegriffen hat. Auch hier hat Strephan zwei kleine Fische gefangen. Eine Show ist
es, wenn man ihm zuschaut, wenn er Fische isst. Er zerhackt sie praktisch und
holt die Gräten dann aus dem Mund. In der gleichen Zeit könnte ich drei Fische
vertilgen, ohne sie zu zerharken. Zuhause isst er nur Fischstäbchen.
Heute Samstag sind wir ums Kap Brett herumgesegelt bei relativ hoher See.
Die Dünung vom Sturm war noch recht hoch und weiter im Süden erwischte uns
noch eine Kabelsee und wir mussten den Motor anmachen, da der Wind auch
nachgelassen hat. Als wir beim Net rock vorbei waren, konten wir den Motor
wieder ausmachen. Im Whangamumu Harbor kommt zwar ein bisschen Schwell rein,
aber es ist auzuhalten.
Den Tag darauf
segelten wir in den Whangaruru Harbor. Für 21 Meilen brauchten wir bei
schwachen Ostwinden den ganzen Tag. Bei einem Zeltplatz legten wir uns vor Anker
und wollten etwas einkaufen. Ausser Brot war dort nichts zu holen und wir sind
gleich wieder zurück an Bord. Der Montag brachte uns nach Tutukaka Harbor, auch
bei schwachen Winden. Mit dem Beiboot fuhren wir in die Marina, um sie uns mal
anzuschauen. Hier gibt es nichts anderes ausser Yachten und ein paar Touristen.
Da ich schon seit fünf Tagen Zahnschmerzen habe und die ganze Zeit
Schmerzmittel nehmen muss, beschlossen wir, gleich nach Whangarei zu gehen, wo
es genügend Zahnärzte gab. Am Dienstag am frühen Nachmittag erreichten wir
die Uquharts Bay, wo wir der Tide wegen bis um halbfünf warten mussten. Dann
ging es den Fluss hoch und die letzten zwei Meilen schleifte ich den Kiel durch
den sehr weichen Schlamm, war es manchmal doch nur 1,6 Meter tief. Wir
erreichten die Marina noch früh genug, um an der Segler-Happy Hour
teilzunehmen.
Heute Morgen, es ist der 1. Februar, bin ich gleich in der Frühe in die
Stadt gegangen, um einen Zahnarzt zu suchen. Der Zahn konnte aber nur mit einer
schwierigen „Operation“ entfernt werden, da die Wurzel dicker war als der
sichtbare Zahn und der Arzt musste Kieferknochen abschleifen. Ich hatte starke
Schmerzen auch noch lange nachdem ich wieder an Bord war. Jetzt, es ist fünf
Uhr, sind die Schmerzen weg aber ich schwitze sehr stark. Ich glaube dies kommt
von den starken Medikamenten, die mir der Arzt vepasst hat.
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