Meine Weltumsegelung

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Copyright © André Blanc, Januar 2008



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 Einen Monat in den Nord-Philippinen 

                Der Ort Puerto Galera ist voller Ausländer, die über lange Zeit hier leben und sich philippinische Mädchen angelacht haben. Es scheint, dass dieser Ort die Schweizer besonders anzieht, habe ich hier doch fünf kennen gelernt und andere sind nicht in den Hafen gekommen. Einer, Bruno, hat eine Bäckerei eröffnet und einen Laden, in dem er von Brot über Käse und Cervelas alles verkauft. Er vermietet auch Motorräder und hat einen Teil der Räume an einen Deutschen vermietet, der hier eine Bar betreibt. Joseph, der Koch gibt den einheimischen Mädchen Kochunterricht und handelt mit Liegenschaften, Alex produziert Eis und Chico lebt von seiner Invalidenrente. Auch viele andere Europäer wurden hier angeschwemmt: Schweden, Engländer, Schotten, Deutsche und Franzosen geben sich hier ein Stell-dich-ein.Darunter mischen sich noch Kanadier, und Australier.
                eine Verlängerung beantragen. Nach einer Woche erhielt ich sie für 38 Tage und muss dann später nochmals verlängern lassen.
                Am dritten Oktober ist dann Uwe, am sechsten Stephan eingetroffen. Beide werden mit mir durch die Philippinen segeln. Von Joseph wurde ich mit einer bakteriellen Bindehautentzündung Antibiotika sind wir der Seuche nach einer Woche wieder entronnen. Alle drei hatten wir angesteckt und habe sie prompt auf meine Mitsegler übertragen. Mit Augentropfen und ein oder auch zwei Augen rot und sie schieden viel gelbe und klebende Flüssigkeit aus.
Am Grillabend des Yacht Club Puerto Galera

                Am zehnten war es dann soweit, wir verliessen Puerto Galera und segelten auf die Isla Verde zu, wo wir in der Nordbucht geankert haben. Tags darauf ging es dann auf die Insel Marinduque und bewältigten die schwierige Einfahrt zum Fährpier von Santa Cruz mit Hilfe eines einheimischen Fischers, der vor uns her  fuhr, damit wir im Fahrwasser blieben. Mit viel Wind aus Norden ging’s dann an die Küste von Luzon, der Hauptinsel der Philippinen.
                Auf der Insel Burias besuchten wir San Pascual, eine kleine Stadt mit Fährhafen, wo wir einige Lebensmittel kaufen konnten. Wir wurden von einer riesigen Kinderschar verfolgt, waren wir doch seit langer Zeit die einzigen Ausländer. Auf der Insel Masbate besuchten wir die Bagupantao-Bucht, Stephan und ich versuchten im Ort Brot zu kaufen. Freundlich wurden wir von den wirklich armen Einheimischen begrüsst und Pilar, eine junge Studentin, führte uns durch den Ort. Weder Früchte noch Brot waren hier zu bekommen, hatten doch die Einwohner selber nichts. 
               Unser Ziel war eigentlich die Insel Guimaras, da wir aber nirgends Gemüse und Früchte einkaufen konnten und zudem der Wind aus der Richtung blies, wohin wir gehen wollten, beschloss ich umzukehren und den Haupthafen von Masbate anzulaufen. Nach einem Zwischenstop in Port Barrera erreichten wir dann den Hafen Masbate. Wir blieben einen ganzen Tag hier liegen und versorgten uns mit allem, was wir nötig hatten.
                Da Stephan am siebenten November zurückfliegen muss, lag der Besuch der Insel Guimaras jetzt nicht mehr drin und ich entschloss mich für eine nördliche Route. Wir segeln zwar im gleichen Gebiet aber ich probiere immer andere Buchten anzulaufen. Nur, Orte, wo man einkaufen könnte sind hier selten. In den Läden gibt es kein Obst und kein Gemüse, mal Bananen und Brot zu finden ist schon ein Erfolg.
                Über die Insel Burias, die Halbinsel Bondoc und Marinduque geht es zurück nach Puerto Galera. Heute, am 28. Oktober, segelten wir von der Insel Marinduque an die Insel Luzon, wo wir in der Bucht Mompog hinter Fischern auf drei Meter Wasser vor Anker gingen. Hier konnten wir unsere Vorräte wieder aufbessern. Da wir aber zu nahe an unserem Ziel sind, segeln wir mal gegen Norden, mal gegen Süden, um doch noch die Tage rum zu bringen.

Hafen  Aroroy: Banca mit Menschen und Lasten überladen 


                  

Stephan hat sich als Superfischer erwiesen, mit seinen Utensilien fing er vor allem Sargassogras und Plastiktüten. Ein Fisch wäre ein Fisch gewesen jedoch von ihm gefangen, bekamen wir nie einen zu Gesicht. Jeden Tag einen anderen Köder und trotzdem nur Müll. Der einzige Fisch, der in die Pfanne kam, haben wir in den Ortschaften gekauft.
                Die letzte Etappe nach Puerto Galera war recht windreich. Nach noch zweimaligem ankern erreichten wir am 1. November unser Endziel und gingen in der Bucht vor Anker, da immer noch alle Bojen des Yachtclubs durch die Regattaboote besetzt waren.

                Nach der Ankunft in Puerto Galera habe ich mit Stephan die Rudermechanik ausgebaut, zersägt und neu eingebaut. Das Ruder ging viel zu streng, da der Quadrant auf der Platte der Bautenzüge geschliffen hat. Jetzt geht es zwar immer noch ein bisschen zu streng, aber die Aries kann wieder gebraucht werden. In einer Bucht werde ich dann nachschauen, warum es immer noch ein bisschen zu streng geht.
Schachspieler in Puerto Galera

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