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Kochbuch
| | Einen
Monat in den Nord-Philippinen
Der
Ort Puerto Galera ist voller Ausländer, die über lange Zeit hier leben und
sich philippinische Mädchen angelacht haben. Es scheint, dass dieser Ort die
Schweizer besonders anzieht, habe ich hier doch fünf kennen gelernt und andere
sind nicht in den Hafen gekommen. Einer, Bruno, hat eine Bäckerei eröffnet und
einen Laden, in dem er von Brot über Käse und Cervelas alles verkauft. Er
vermietet auch Motorräder und hat einen Teil der Räume an einen Deutschen
vermietet, der hier eine Bar betreibt. Joseph, der Koch gibt den
einheimischen Mädchen Kochunterricht und handelt mit Liegenschaften, Alex
produziert Eis und Chico lebt von seiner Invalidenrente. Auch viele andere
Europäer wurden
hier angeschwemmt: Schweden, Engländer,
Schotten, Deutsche und Franzosen geben sich hier ein Stell-dich-ein.Darunter
mischen sich noch Kanadier, und Australier.
eine Verlängerung beantragen. Nach einer
Woche erhielt ich sie für 38 Tage und muss dann später nochmals verlängern
lassen.
Am
dritten Oktober ist dann Uwe, am sechsten Stephan eingetroffen. Beide werden mit
mir durch die Philippinen segeln. Von Joseph wurde ich mit einer bakteriellen
Bindehautentzündung Antibiotika sind wir der Seuche nach einer Woche wieder
entronnen. Alle drei hatten wir angesteckt und habe sie prompt auf meine
Mitsegler übertragen. Mit Augentropfen und ein oder auch zwei Augen rot und sie
schieden viel gelbe und klebende Flüssigkeit aus.
Am Grillabend des
Yacht Club Puerto Galera
Am zehnten war es dann soweit, wir verliessen Puerto Galera und segelten auf die
Isla Verde zu, wo wir in der Nordbucht geankert haben. Tags darauf ging es dann
auf die Insel Marinduque und bewältigten die schwierige Einfahrt zum Fährpier
von Santa Cruz mit Hilfe eines einheimischen Fischers, der vor uns her
fuhr, damit wir im Fahrwasser blieben. Mit viel Wind aus Norden ging’s dann an die Küste von Luzon,
der Hauptinsel der Philippinen.
Auf
der Insel Burias besuchten wir San Pascual, eine kleine Stadt mit Fährhafen, wo
wir einige Lebensmittel kaufen konnten. Wir wurden von einer riesigen
Kinderschar verfolgt, waren wir doch seit langer Zeit die einzigen Ausländer.
Auf der Insel Masbate besuchten wir die Bagupantao-Bucht,
Stephan und ich versuchten im Ort Brot zu kaufen. Freundlich wurden wir von den
wirklich armen Einheimischen begrüsst und Pilar, eine junge Studentin, führte
uns durch den Ort. Weder Früchte noch Brot waren hier zu bekommen, hatten doch
die Einwohner selber nichts.
Unser Ziel war eigentlich die Insel Guimaras, da wir aber nirgends Gemüse und
Früchte einkaufen konnten und zudem der Wind aus der Richtung blies, wohin wir
gehen wollten, beschloss ich umzukehren und den Haupthafen von Masbate
anzulaufen. Nach einem Zwischenstop in Port Barrera erreichten wir dann den
Hafen Masbate. Wir blieben einen ganzen Tag hier liegen und versorgten uns mit
allem, was wir nötig hatten.
Da Stephan am siebenten November zurückfliegen muss, lag der Besuch der Insel
Guimaras jetzt nicht mehr drin und ich entschloss mich für eine nördliche
Route. Wir segeln zwar im gleichen Gebiet aber ich probiere immer andere Buchten
anzulaufen. Nur, Orte, wo man einkaufen könnte sind hier selten. In den Läden
gibt es kein Obst und kein Gemüse, mal Bananen und Brot zu finden ist schon ein
Erfolg.
Über
die Insel Burias, die Halbinsel Bondoc und Marinduque geht es zurück nach
Puerto Galera. Heute, am 28. Oktober, segelten wir von der Insel Marinduque an
die Insel Luzon, wo wir in der Bucht Mompog hinter Fischern auf drei Meter
Wasser vor Anker gingen. Hier konnten wir unsere Vorräte wieder aufbessern. Da
wir aber zu nahe an unserem Ziel sind, segeln wir mal gegen Norden, mal gegen Süden,
um doch noch die Tage rum zu bringen.
Hafen Aroroy: Banca mit Menschen und
Lasten überladen

Stephan hat sich als Superfischer erwiesen, mit seinen Utensilien
fing er vor allem Sargassogras und Plastiktüten. Ein Fisch wäre ein Fisch
gewesen jedoch von ihm gefangen, bekamen wir nie einen zu Gesicht. Jeden
Tag einen anderen Köder und trotzdem nur Müll. Der einzige Fisch, der
in die Pfanne kam, haben wir in den Ortschaften gekauft.
Die letzte Etappe nach Puerto Galera war recht windreich. Nach noch zweimaligem
ankern erreichten wir am 1. November unser Endziel und gingen in der Bucht
vor Anker, da immer noch alle Bojen des Yachtclubs durch die Regattaboote
besetzt waren.
Nach der Ankunft in Puerto Galera habe ich mit Stephan die Rudermechanik
ausgebaut, zersägt und neu eingebaut. Das Ruder ging viel zu streng, da
der Quadrant auf der Platte der Bautenzüge geschliffen hat. Jetzt geht
es zwar immer noch ein bisschen zu streng, aber die Aries kann wieder
gebraucht werden. In einer Bucht werde ich dann nachschauen, warum es
immer noch ein bisschen zu streng geht.
Schachspieler in Puerto Galera
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