Meine Weltumsegelung

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Copyright © André Blanc, Januar 2008



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 Manila und die Fahrt nach Puerto Galera

Ein Fort der Spanier

            Nach Manila bin ich nur zum Einklarieren gegangen. Die Stadt bietet nicht viel, ausser den beiden spanischen Forts gibt es nicht viel zu sehen. Die alten barocken Paläste der Spanier sind alle am Zerfallen oder sind bereits abgerissen. Sie haben riesigen Hochhäusern Platz gemacht. Chaotisch ist der Verkehr. Ich habe in noch keiner Stadt, nicht mal in Athen, eine solche Blechlawine gesehen. Tag und Nacht brausen die Autos und die Busse durch die Stadt, natürlich mit der entsprechenden Verschmutzung, Katalysatoren sind unbekannt.
             Andererseits leben hier Arme und Reiche zusammen, die ärmsten halt auf der Strasse. Diese haben irgend eine Karre, wo sie ihre Habseligkeiten drin haben. Einen habe ich gesehen, der pflanzt einem Abwasserkanal entlang auf einem fünfzehn Zentimeter breiten Streifen Gemüse. Seine Behausung ist ein Karren, den er mit einem Regenschirm zudeckt. Auf der anderen Seite sind dann die Begüterten, die mit Luxuskarossen herumfahren.
            Scheinbar gibt es hier in Manila viel Kriminalität, ist doch die ganze Stadt voller Polizisten und voller Privatschutzleute. Der Yacht Club allein
beschäftigt etwa sechs oder acht dieser Leute, mit Pistolen und Handschellen ausgerüstet. Jedes bedeutende Gebäude und jedes grössere Hotel haben das gleiche Sicherheitssystem. Es scheint auch viel Prostitution zu geben, wurden mir doch mehrere male eindeutige Angebote gemacht.


Oben:Franziskanerkirche
Rechts: die Kathedrale 

            Die Einkaufszentren, in ganz Asien, nicht nur hier in Manila, sind riesig. Die, die man bei uns findet, sind dagegen Kinderkram. Ob diese nun in Thailand, Singapur, Sarawak, Saba oder in Manila sind, so grosse habe ich noch nicht gesehen mit Hunderten von kleinen Läden bestückt. Sogar in den Durchgängen fürs Publikum sind Verkaufsstände installiert.

Das Restaurant des Yacht Clubs

            Nach einer Woche Manila habe ich am 25. September den Yacht Club verlassen und bin weiter in den Süden gesegelt. Mein Ziel war Puerto Galera auf der Insel Mindoro. Aus der grossen Bucht von Manila musste ich mit dem Motor hinausfahren, weil hier kein Wind war. Eimal aus der Bucht heraus, konnte ich dann die Segel setzen. Ich glaube, dass es vor allem thermische Winde waren, denn sie bliesen aus West auf das Land zu. Nach 48 Meilen habe ich mein Ziel für den heutigen Tag erreicht, die Bucht Talin. Auf zehn Meter Wasser habe ich geankert und eine ruhige Nacht verbracht.
            Tags darauf hatte ich am morgen früh wieder Thermik, dieses mal aber ablandig, da die Sonne das Land noch nicht erwärmt hatte. Flott ging es dann ans Kap Santiago,  wo dann auch der Wind aufgehört hat und ich musste den Rest bis Puerto Galera mit dem „eisernen Gustav“ zurücklegen. Da ich vom Yacht Club nach anrufen per Funk keine Antwort erhielt, bin ich in der Bucht vorher vor Anker gegangen, nur ist es hier sehr tief –14-15 Meter. Mit dieser Tiefe bin ich zwar nicht sehr glücklich, werde aber heute schauen, dass ich an eine Mooring des Clubs komme.


Rechts: der Hafen von Puerto Galera

 

 

 

 

 

 

 

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