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Erster
Teil:
Die Idee und die Vorbereitung
Zweiter
Teil:
Von Zypern
durch das Rote Meer und durch den Indischen Ozean nach Phuket
Dritter
Teil:
Durch die Malakka-
Strasse ins Süd-
chinesische Meer in die
Philippinen
Vierter
Teil:
Von den Philippinen durch die Sulu Sea nach Australien
Fünfter
Teil:
Von Sydney nach Neuseeland und Törns in Neuseeland
Sechster Teil:
Von
Neuseeland durch die Südpazifischen Inseln und zurück nach Neuseeland
Siebenter
Teil: Von Neuseeland nach Chile und nach Ushuaia in Patagonien
Achter
Teil:
Von Ushuaia nach Trinidad, Kleine Antillen
Neunter
Teil:
Von Trinidad durch die Kleinen Antillen, nach
Antigua
Zehnter
Teil:
Von Antigua nach St.
Maartin, zurück nach Antigua , auf die Bermudasund die Azoren
Anhang: Mitsegelmöglichkeiten
und Bedingungen
Von
Insel zu Insel Kochbuch
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Von
Saba in die Philippinen nach Manila
Am Morgen des 7. September legte ich in der Marina ab und machte einen
Doppelsprung bis in die Egot-Bucht, etwa in der Mitte zwischen Kota Kinabalu und
der Nordost-Spitze von Borneo. Leider alles mit dem Motor, da mich der Wind im
Stich liess. Am Tag darauf ging es mit den gleichen Bedingungen in die Agal-Bay,
fast am Ende von Borneo.
Der
dritte Tag führte mich dann auf die letzte Insel von Malaysia, auf Balambangan,
diesmal unter Segel. Hier hatte ich einen Nervenkitzel – das Ruder drehte auf
einmal leer durch und vor mir in fünf Meter
Entfernung ragte ein Riff auf, auf das ich zutrieb. Zum Glück war der
Wind auf das Riff zu und ich konnte im Rückwärtsgang wegziehen und auf
vierzehn Meter ankern. Zwar auflandiger Wind aber nie stärker als vier bis acht
Knoten. Ich untersuchte,woran
es lag, dass mein Ruder nicht mehr funktionierte und stellte fest, dass
die Umlenkrolle mit der Basis des Steuerkabels weggebrochen war. Ursache:
Vermischung von Aluminium und Bronze, vom Hersteller verursacht, montiert
auf ein Stahlschiff. Durch Elektrolyse wurde das Teil an einer Stelle so
geschwächt, dass es unter Zug abgebrochen ist.
Am Morgen darauf begann schon um sechs Uhr die Reparatur, Bakskiste entgültig
frei machen, Benzingenerator (den ich mir in Kota Kinabalu glücklicherweise
gekauft hatte) herausnehmen und die entsprechenden Löcher bohren. Die Gewinde
wurden geschnitten, die Grundplatte mit der Rolle festschrauben und nach dem mühseligen
einfädeln der Steuerkabel war die Sache repariert. Diese Reparatur ist solide
gemacht und bis nach Australien, wo ich dann den
Schaden endgültig beheben kann, wird dies problemlos reichen. Ich muss mir das
ganze Teil vom Hersteller besorgen. Um neun Uhr war alles verstaut und die Reise
ging weiter.
 Der
Kurs nach Balabac, die erst Insel der Philippinen, führte mich vorerst mit
gutem Wind durch die Riffe auf die offene See. Dann kam ein kurzes Gewitter auf
mit stärkerem Wind und Regen. Das Gewitter war noch nicht vorbei und ich musste
den Motor anmachen und die Segel bergen, da ich keinen Wind mehr hatte. Um halb
fünf lief ich dann in die Calandorang-Bay ein. Auf sechs Meter Wasser liess ich
den Anker fallen.
In dieser Bucht sah ich das erste mal die kleinen Fischerboote der
Philippinos. Sie sind etwa vier Meter lang, sehr schmal und aus Holz
gebaut. Auf beiden Seiten sind Schwimmer aus Bambus angebracht, die den
Booten die Stabilität geben, die sie ihrer Breite wegen nicht haben. Sie
sind entweder mit einem kleinen Benzin-Innenborder bestückt oder sie
tragen ein Segel, wie auf dem nebenstehenden Bild. Auch grosse Boote, 15
Meter lang, sind auf die gleiche Weise gebaut.
Am
11. September segelte ich dann mit Gross, Fock und Klüver weiter auf die
Insel Palawan zu. Nach dem Mittag musste ich wieder die Segel bergen, weil
wieder der Wind eingeschlafen war. Am Abend gegen sechs Uhr lief ich die
Clarendon Bay an, die am Südende von Palawan liegt.
Wieder unter Motor, ging’s dann nach Puerto Princesa, wo ich in der Dämmerung
eintraf und nur schwer einen Ankerplatz auf fünfundzwanzig Meter fand.
Ich klarierte aber nicht ein und beschloss, nach Manila zu segeln, da
sonst nirgends ein Einklarierhafen ist. Nach
dem Verlassen der Bucht konnte ich die Segel setzen und mit Südwind
segelte ich recht flott der Küste von Palawan entlang.
Beim
Einnachten schlief der Wind wieder ein und ich musste den Motor zur Hilfe nehmen.
Bis zehn Uhr in der Nacht sass ich am Ruder, da mein Autopilot den Geist
aufgegeben hat. Ich machte den Motor aus und unter Beleuchtung liess ich das
Schiff treiben und ging schlafen. Nach drei Stunden kam ich wieder an Deck und
fuhr weiter. Etwa um drei Uhr kam ein leichter Wind aus Nord auf und er
gestattete mir, die Segel zu setzen.
Den ganzen nächsten Tag segelte ich mit etwa sechzig Grad auf die
Cuyo-Ost-Passage zu, die ich um neun Uhr abends erreichte. Nun musste ich
gegen an, das heisst, wieder mit der Maschine. Die ganze Nacht fuhr ich
gegen den Wind und habe festgestellt, dass das Schiff nur mit dem
Grossegel allein bestückt, sehr gut den Kurs gegen den
Der
nächste Tag brachte keine Änderung, doch in der Nacht gab es dann ein riesiges
Gewitter ohne Wind, das von drei Uhr bis sieben Uhr morgens dauerte und Unmengen
von Wasser auf mich herunter kippte. Und ich, draussen, angetan mit dem Ölzeug
die ganze Zeit am Ruder! Den ganzen Tag über regnete es immer wieder ein
bisschen und ich konnte Segel setzen, da der Wind auf Westen gedreht hat.
Am
Abend schlief der Wind wieder ein. Auch diese Nacht wieder unter Motor
Richtung Nordwest. Am Tag dann blies auf einmal ein Ostwind von drei Bf.
und es ging wieder flott voran. Nur mit dem Klüver und der Fock machte
ich zwischen fünf und sechs ein halb Knoten.
Nach der Durchfahrt bei der Insel Cabra musste ich wieder die Segel
bergen, da der Wind fast von vorne kam und recht böig war. Auch eine
unangenehme Dünung stand auf mich zu, die aber dann, als ich ein wenig von der
Insel Cabra weg war, nachliess. Vor der Einfahrt in die Bucht nach Manila liess
ich das Schiff ohne Wind wieder treiben, da ich die Durchfahrt nicht in der
Nacht bewältigen wollte.
Am Morgen um zwei Uhr fuhr ich die restlichen Meilen, 18 an der Zahl, zur
Einfahrt Corregidor, die ich um sieben Uhr erreichte. Es scheint eine
lange Zeit zu sein, ich hatte aber einen starken Gezeitenstrom gegen mich.
Um zwölf Uhr mittags lief ich dann in den Hafen des Manila-Yacht-Club ein
und wurde an eine Mooring verwiesen.
Gleich wurde einklariert und ich
konnte mich endlich ausruhen. In der Nacht schlief ich ohne Unterbruch mehr als
zehn Stunden. Hier kann ich mein Fahrrad wieder gut gebrauchen, obwohl der
Verkehr chaotisch ist. Deshalb fahre ich meist auf den Gehsteigen, die
sowiso fast nicht benutzt werden.
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