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Der
Naturparks vom Kinabalu
Am Morgen des 24. August bin ich mit dem Bus hinauf zum Kinabalu-Naturpark
gefahren, der etwa auf 1500 Meter Höhe liegt. Gleich nach der Ankunft habe ich
meinen Rucksack deponiert und bin auf einem der vielen Wege durch den Regenwald
gewandert. Schön steil ging es den Hügel hinauf zu
einem Aussichtspunkt mit einem tollen Blick auf das davor liegende Tal. Trotzdem
jetzt nicht Blütezeit ist, habe ich einige schöne Blumen gefunden. Die hohen Bäume
sind voller Vögel, nur, sie zu sehen, ist nicht einfach, sind sie doch in den
Blättern kaum auszumachen. Die Vielfalt der verschiedenen Pflanzengattungen ist
erstaunlich.
Den von mir gewählte Weg darnach hatte einen ganz anderen Charakter, da
er durch ein feuchtes Gebiet führte mit vielen kleinen Rinnsalen, die den Hügel
herunter kamen. Hier überwiegten vor allem die Farne, von denen es im Park mehr
als dreihundert verschiedene geben soll. Zwischen den Büschen und an den
Bächlein war alles mit unzähligen Moosen
überwachsen. Nachdem ich den
Fluss erreicht hatte, ging es steil nach oben zum Hauptquartier des
Parks, wo
ich eine Diaschau besuchte.
Gleich daneben befindet sich ein "Mountain Garden", in dem viele Bäume,
Sträucher und niedrig wachsende Pflanzen mit Namensschildern versehen sind.
Schade, dass diese Pflanzen nicht in Blüte standen. Darnach bin ich dann dem
Fluss entlang abwärts gewandert. Hier war der Charakter des Waldes wieder
anders, überwiegen doch hier die hochstämmigen Bäume. Darunter wächst dann
viel Rattan, das sich zum Teil den Stämmen entlang nach oben schlängelt. In
Kehren ging es dann steil nach oben, zuerst zu einem Aussichtspunkt und zum
Eingang des Parks, wo ich meinen Rucksack in Aufbewahrung gegeben habe.

Weisse Ingwerblume |

Blume eines Busches, Namen unbekannt |
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Oben: weiblicher Käfer, etwa fünf cm
lang
Links: ein typischer Weg im Naturpark |
Nun
war ich rechtschaffen müde und der Himmel hat sich mit schwarzen Wolken
drapiert und es würde wohl bald regnen. Ich bezog dann meine Schlafstelle, vier
doppelstöckige Betten in einem Raum. Einige der Zimmergenossen waren schon im
Zimmer, eine Dänin, ein Engländer und ein amerikanisches Paar aus Boston.
Zusammen verliessen wir zum Abendessen dann den Park, da die Parkrestaurants
ziemlich teuer sind.

Fleischfressende Pflanzen, Höhe ca. 30
cm |

Höhe ca. 20 cm |
Anderntags,
nach einem ausgiebigen Frühstück, fuhr ich mit einem Minibus in das „Mesilau
Natur Resort“, wo ich vor hatte, die fleischfressenden Pflanzen zu besichtigen.
Mit einem Führer ging’s dann in den Wald und er zeigte mir verschiedene
dieser Pflanzen. Auf dieser Höhe von 2000 Metern wächst auch schon bereits der
endemische Rhododendron und viele wild wachsende Orchideen, einige davon konnte
ich bestaunen und fotografieren. Der Führer sagte, dass auch noch weiter hinauf
endemischer Rhododendron in vielen verschiedenen Farben vorkomme, der ein
Verwandter unserer Alpenrose ist, die Blumen sind jedoch grösser. Ich habe
Rhododendren in drei verschiedenen Farbtönen gesehen – rot, orange und
violett.
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Oben: einer der Rhododendren
Links: Fleischfressende Pflanze ca.
15 cm hoch |
Nach
einem kleinen Mittagessen besuchte ich die „Natural History Gallery“, ein
kleines Museum. Der Felsaufbau des Kinabalu ist hier mit Gesteinsproben
dokumentiert und auch die Verwendung der verschiedenen Produkte des Regenwaldes,
wie Rattan und Bambus ist hier dargestellt. Ein Modellhaus aus Bambus und
anderen Hölzern, alles mit Rattan zusammen gebunden erklärt, wie die Menschen
früher hier gelebt haben.
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Raflesia, die grösste Blume der Welt
Rechts: Einer der Wasserfälle im Park
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Max
putzt gerade eine Persenning
Am 26. fuhr
ich mit einem französischen Ehepaar in einem Minibus zu den „Poring
Hotsprings“, wo heisse Quellen unter den Felsen hervorsprudeln, Temperatur
etwa 60 Grad. Nach der Ankunft fragten wir an der Rezeption wo die Raflesia in
Blüte zu finden sei. Ausserhalb des Parks auf einem Privatgrundstück (nach
Entrichten eines Eintrittes) fanden wir sie dann. Die Raflesia ist die grösste
Blüte der Welt und kann bis zu 1,20 Meter im Durchmesser erreichen. Diese hier
war aber nicht so gross (30 cm) und schon im Verwelken begriffen, blüht sie
doch nur eine Woche. Vom Beginn des Knospens bis zur Blüte dauert es jedoch über
ein Jahr. Vorkommen: in Borneo, in Java und auf Sumatra.
Einen
Rundgang durch den Park brachte uns zu einem Hängebrücken-Weg auf einer Höhe
von etwa 40 Metern, der an den riesigen Bäumen angebracht ist. Es ist nicht
gerade leicht, darauf zu laufen, schwanken sie doch beträchtlich und wenn man
den Fuss aufsetzt, kippt das Brett leicht auf die Seite, wo das Gewicht darauf
kommt. Darnach ging’s zum Wasserfall, wo wir unser vorher in einem Laden
gekauften Mittagessen verzehrten.
Interessant
war noch eine Anlage, wo auf einem Rundweg den ganzen Gebrauch des Bambus
dargestellt war. Vom Haus über eine Brücke, Wasserleitungen und Wasserbehältern
zu Tierfallen ist alles zu sehen, was daraus zu machen ist.
Ein
Reinfall hingegen war der Orchideen-Garten. Eintrittspreis sieben Ringit, nur,
Orchideenblüten findet man kaum – etwa drei Orchideen waren in Blüte. Die
Franzosen legten sich dann in ein Heisswasserbad, ich konnte dies nicht tun, da
ich keine Badekleidung bei mir hatte. In einem einfachen Hotel fanden wir je ein
Zimmer, Dusche und Toilette auf der Etage. Tags darauf fuhren wir dann nach Kota
Kinabalu zurück.
Hier in der
Marina habe ich Sina und Max, Schweizer auf einer Maramu getroffen und bin zwei
Mal bei ihnen zum Abendessen – einmal zu „Gschwelti“, einmal zu Fleischkügelchen
- eingeladen worden. Sie mussten den elektrischen Fockroller reparieren lassen.
Sie werden nach der Reparatur über Singapur und Thailand ins Rote Meer segeln
und dann ins Mittelmeer, ihre Weltumsegelung wird dann zuende sein. Max putzt
gerade ein Sonnensegel.
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