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Miri und die Höhlen
Der Besuch der Höhlen von Mulu
Miri
ist eine aufstrebende Stadt, die vor allem durch grosse Ölfirmen wie Shell und
Petronas geprägt wird, sind doch draussen auf dem Meer viele Ölplattformen.
Sie machen den Reichtum von Malaysia aus. Shell hat hier ein grosses
Verwaltungszentrum und viele Erdölspezialisten sind hier beschäftigt.
In einem grossen Park zwischen den beiden Teilen der Stadt in einer Grünzone
steht eine neue sehr aufwendig gebaute Bibliothek, gleich daneben ein gedecktes
Stadion und ein im Bau befindliches Fussball und Leichtathletik-Stadion. Viele
der alten Strassen werden zu modernen Schnellstrassen umgebaut, für Fussgänger
bleibt kein Platz.

Flusslandschaft
vom Flugzeug aus
Die
Fischer, an denen ich längsseits lag, sind alle ausgelaufen und ich bin allein
an der Dieselbarke, die aber von Zeit zu Zeit Diesel holt. Mein Fahrrad kann ich
hier gut brauchen, denn die Stadt ist weitläufig und flach, jedoch mit links Verkehr
Nach dem Bezug des
Zimmers und Schuhwechsel wurde eine Mahlzeit serviert. Es war ein echt
einheimisches
Darnach
ging es in einem Minibus zum
Parkeingang. Nach einem Marsch von etwa drei
Kilometern auf einem Weg aus Holz durch den Urwald standen
wir vor einem Höhleneingang. "Lang Cave" ist der Name. Sie wurde von einem
Einheimischen mit Namen Lang vor zwanzig Jahren entdeckt. Wunderbare Stalaktiten
und Stalagmiten sind in dieser nicht sehr tiefen Höhle zu bewundern, die mit
elektrischem Licht den ausgebauten Wegen entlang beleuchtet ist. Der Strom wird
durch einen Dieselgenerator erzeugt.
Stalaktiten in den Höhlen
Nicht weit weg befindet sich eine längere Höhle mit dem Namen "Deer
Cave". Hirschhöhle heisse sie, weil früher eine Art Hirsch hier zur Tränke
gekommen sei. In dieser gibt es weniger Tropfsteine, denn vor langer, langer
Zeit war diese Höhle das Flussbett. Sie ist zum Teil sehr hoch, da grosse
Felsbrocken, die man übersteigen muss, herunter gefallen
sind. In der Höhle sind riesige Haufen von Guano. Heute durchfliesst nur ein
kleines Rinnsal diese Höhle.
Vor
der Höhle bei Holzhäusern, gebaut wie eine Arena mit Sitzplätzen hiess es
dann warten auf eine einmalige Besonderheit. Kurz nach fünf Uhr begann es fürchterlich
zu regnen, zum Glück sassen wir unter einem Dach. Kurz vor sechs Uhr flogen
dann riesige langgezogene Schwärme von Vögeln aus dem Eingang der Hirschhöhle.
Vögel? nein, es waren Fledermäuse,die zu Tausenden oder Millionen tagsüber
da drin schlafen, jetzt weißt du auch woher der Guano stammt. Ein Schwarm nach
dem anderen verliess nun die Höhle.
Bei
schwerem Regen ging es dann zurück zum Parkeingang und zum Hotel. Erste
Bewegung, raus aus den nassen Kleidern und rein in die warme Dusche! Ha, falsch
kalkuliert, die Dusche war bedeutend kälter als der Regen. Ich hielt es nicht
lange unter dem Wasserstrahl aus. Hier
traf ich eine Gruppe von Australiern, die eine viertägige Tour machten. Nach
einem üppigen Abendessen, wieder einheimische Kost, und Gesprächen mit den
Australiern, war ich dann froh, in mein Bett zu kommen, war ich doch
rechtschaffen müde.
Am Am Tag darauf wurde ich um acht Uhr morgens vom Führer abgeholt und es
ging nach einer kurzen Fahrt im Minibus in ein Dorf. Von hier kam mein Führer
und er zeigte mir ein neues Langhaus, wo er zur Zeit mit seiner Frau und dem
Kind wohnt. Wie er gesagt hat, wohnen hier alles Leute, die zum Katholizismus übergetreten
sind. Die Einheimischen machen mit Naturprodukten viele schöne Handarbeiten,
geflochten aus Naturfasern, geschnitzt aus Holz. Sie produzieren auch Deckchen
und Anhänger aus farbigen Glasperlen. Es war interessant, mit einem
Einheimischen über ihr Leben im Regenwald zu diskutieren.
Zwei Führer
Warten auf die Rückfahrt
Wir
marschierten dann, eine riesige Gruppe, zum nahen Fluss, wo wir in flache und
sehr schlanke Holzboote verfrachtet wurden. Es ging dann den wenig Wasser führenden
Fluss hinauf und dort, wo er nicht genug tief war, mussten wir ins Wasser und
die Boote über die Steine schieben. Nach etwa einer halben Stunde erreichten
wir eine schwimmende Anlegestelle, wir stiegen aus und es ging eine
Treppe
hoch zu zwei anderen Höhlen. Die erste heisst "Wind Cave", weil dort drin der
Wind durch die eine Öffnung hineinströmt und zum Eingang wieder hinaus. Auch
diese ist voller Stalaktiten und Stalagmiten aber nicht ganz so schön, wie in
der tags davor.
Um die
zweite zu erreichen muss man steile Treppen erklimmen mit zweihundert Stufen,
bis man beim Eingang ist. Der Name dieser ist "Clear Water Cave", weil in
ihr das Wasser, das aus dem Berg austritt, ganz klar und sauber ist. Die Quelle
befindet
sich im Berg drin und das Wasser ist nicht nur sauber, sondern auch kalt. Diese
Höhle ist sehr lang und es geht weit hinunter, bis man zum Badeplatz kommt.
Nachdem wir wieder beim Fluss angekommen waren, gab es ein einheimisches
Mittagessen und ich musste mich beeilen, zum Flugplatz zu kommen.
Eine Gruppe
Besucher in der Wind Cave
Die
Niah
Die Niah Caves westlich von Miri mit einer alten Vergangenheit, Höhlenbewohner
vor 40'000 Jahren
Der
Ausgrabungsort in den Niah-Caves
Gestern, den
11. Juli, war ich noch nicht
lange zurück an Bord, als ich von einem einheimischen "Banker"
Besuch bekam. Ich lernte ihn, seine Frau und die Kinder im Restaurant kennen, wo
ich am Abend immer essen gehe. Er stammt aus Nordmalaysia und seine Frau ist
Indonesierin. Er hat die Universität absolviert und ist jetzt Assistent des Filialmanagers in Sarawak. Gestern, den 11. Juli, war ich mit ihnen in der "Niah Cave". Sie ist auf einer Seite
offen und im Hintergrund war einst ein kleiner See, der jetzt ausgetrocknet ist.
Dort wurden die ältesten Menschenfunde von Borneo gemacht. Diese Höhlenbewohner
lebten vor 36 bis 40 tausend Jahren, festgestellt mit der Karbon-14-Methode.
In dieser Höhle
werden auch die Schwalbennester von Kletterern vom Felsen in 50 Meter Höhe von
der Decke abgenommen. Ein europäischer Versicherungsinspektor würde sich die
Haare ausreissen, wenn er die Einrichtung sehen würde, die durch die Sammler
benutzt werden. Der Boden der Höhle besteht aus Bergen von Guano, der von
Einheimischen oft als Dünger für den Garten verwendet wird.
Bei der Rückfahrt
sind wir dann noch bei Freunden des Ehepaares zu Besuch gewesen. Der Mann ist Professor am Lehrerseminar von Miri,
seine Frau stammt auch aus Nordmalaysia.
Deny, Nirwan und die Kinder
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