Meine Weltumsegelung

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Copyright © André Blanc, Januar 2008



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 Von Langkawi nach Singapur



Felix und ich beim Chinesen

            Nun war die Zeit gekommen, um weiter gegen Osten zu segeln. Der erste Ort war Georgetown auf der Insel Penang. Da wir keinen Wind hatten, mussten wir mit dem Motor die ganze Strecke zurücklegen. Hier blieben wir drei Tage und besuchten die Sehenswürdigkeiten der Stadt und besuchten die Schmetterlingsfarm mit einem kleinen Insektenmuseum im Westen der Insel. Viele schöne einheimische Schmetterlinge werden hier gehalten in einer dem Urwald nachempfundener Umgebung in einem Glashaus mit viel fliessendem Wasser.             

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             Weiter ging es dann an das Südende der Insel Penang, wo wir für die Nacht vor Anker gingen. Tags darauf segelten wir dann um fünf Uhr morgens los, weil wir bis Lumut eine lange Strecke zu bewältigen hatten. Lumut liegt in einem Fluss und wir hatten zum Glück einlaufendes Wasser, was uns einen Vortrieb von 6,8 kn brachte. Vor dem Yachtclub haben wir dann geankert und sind am nächsten Morgen zum Einkaufen in den Ort gegangen. Lumut ist keine Sensation, so blieb es beim Einkauf.
Marina Port Klang

            Als wir wieder an Bord waren, beschlossen wir, gleich loszusegeln, da wieder eine sehr lange Strecke nach Port Klang vor uns lag. Der ganze Tag und die ganze Nacht wurde gesegelt. Auch dieser Hafen, der grösste von Malaysia, liegt hinter Inseln in einem Fluss-System mit starken Gezeitenströmen bis zu 1,7 kn. Hier mussten wir gegen den Gezeitenstrom einlaufen. Nach 24 Stunden erreichten wir den Yacht Club und legen bei viel Strömung an einem Schwimmponton mitten im Fluss an.

  
     Nach einem schönen Mittagessen und einem langen Mittagsschlaf zogen wir los um den Kern von Port Klang zu erforschen. Es ist kein Ort, der einem interessieren kann, keine auffällige Gebäude, nichts historisches. Selbst Gemüse und Früchte waren nicht leicht aufzutreiben. Tags darauf fuhren wir mit dem Bus in die Stadt Klang im Landesinneren. Auch hier, wohl viele neue Bauten aber nichts, was uns begeistern könnte.
            Wieder am Morgen sehr früh weg, von Klang nach Port Dickson und wieder ohne Wind. Erst etwa zwei Meilen vor dem Ankerplatz kam ein relativ starker Südwest-Wind auf, der den Ankerplatz ungemütlich machte. So fuhren wir noch drei Meilen weiter bis in die Admirals- Marina. Dies ist ein Edel-Resort, entsprechend gebaut und teuer. Ein kleines Bier hat sieben Ringit gekostet, das sind umgerechnet zwei US$, das Doppelte von Lankawi.

          Darauf folgten zwei Ankerplätze hinter kleinen Inseln, die jedoch guten Schutz bieten. Ein langer Tag war mit Wind, der andere ohne. Nun ging es in den Kanal zwischen Malaysia und Singapur hinein nach Johor Bahru, wo ein Damm mit einer breiten Strasse nach Singapur führt. Tag und Nacht rollt hier die Blechlawine bestehend aus Lastern, Bussen, Mopeds und Autos hinüber und zurück ohne Ende und mit einem ständigen Brummen. Entsprechend ist die Luftverschmutzung und das Meer ist hier auch total verschmutzt. Die Gezeitenströme bringen Tonnen von Abfällen in die Bucht und ziehen sie wieder ab.
            Den alten Sultanspalast (siehe Bild rechts), der sehenswert sein soll, konnten wir leider nicht besuchen, da gerade an dem Tag eine Regierungskonferenz angesetzt war. Diese immense Villa, ausgestattet mit viktorianischen Möbeln, liegt in einem riesigen Park, den wir dann halt als Alternative abgeschritten haben. Die Stadt selber ist bis auf einige Ausnahmen mit sehr hohen und neuen Gebäuden bestückt. Hier und da existieren noch einige Chinesenstrassen mit den entsprechenden Bauten oder anderswo, zwischen
Hochhäusern versteckt, einige aus Abfallholz gebaute Wohnstätten, die sicher bald verschwinden werden.

Oben: Alter Sultanspalast von Johor Bahru

Bretterhütten neben Hochhäusern

 Linkes Bild: Chinesengeschäfte in Johor Bahru


 

 
  
         Da hier in der Stadt das Einkaufen billiger sein soll als in Singapur, habe ich mich für eine lange Zeit mit Esswaren in Büchsen und mit Reis eingedeckt. Ich habe zwar nicht alles bekommen, habe aber jetzt in Singapur festgestellt, dass Fleischkonserven hier zu bekommen sind und sogar billiger sind.

Singapur, sicht von der Cliffton Pier zum Theater-Viertel

Linkes Bild: Hochhäuser in Singapur, Raffels Place

            Es ging dann durch den Kanal zurück, um nach Singapur zu gelangen. Dort wo ich laut Karten nach Osten abbiegen sollte, befanden sich riesige Sanddünen! Einen weiten Umweg nach Südwesten musste gefahren werden, um wieder auf den geplanten Kurs zurückschwenken zu können. Der Hafen wird mit riesigem Aufwand vergrössert. Nur, die Überraschungen waren noch nicht zu Ende. Wir fanden die Marina des Yacht Clubs nicht mehr, er wurde verlegt und in den Büchern und Karten war dies noch nicht vermerkt. Nach langem Herumirren im Hafen, konnten wir schlussendlich um fünf Uhr abends in der Marina anlegen. Da Einklarieren konnten wir auch gleich erledigen.
  
         Nie hätte ich mir Singapur so vorgestellt. Obwohl ich noch nie in einer Stadt so viele Hochhäuser gesehen habe, sind in der Stadt drin erstaunlich viele Parkanlagen und den Strassen entlang viele Alleen, bestehend aus vielen verschiedenen Palmen und Laubbäumen. Viele Quartiere sind durch Gärten oder Parks getrennt und auch sehr gepflegt. Viele Einkaufszentren sind über die ganze Stadt verteilt, fast alle in modernen Gebäuden untergebracht. Die alten Garküchen auf den Strassen existieren nicht mehr, sie sind jetzt in Hallen oder im Erdgeschoss eines Hochhauses untergebracht, immer noch kann man dort recht günstig essen.


Blüte des Kanonenkugel-Baumes

 


Tal der Palmen im Botanischen Garten


Oben: chinesische Garküche

Links: Siebenstöckige Pagode im chinesischen Garten

            Vor einiger Zeit habe ich den Botanischen Garten besucht, der riesig ist. Er ist für mich fast zu gross, kann ich doch nicht so viele Namen von Bäumen und Sträuchern im Kopf behalten. Andere Anlagen in der gleichen Sparte fand ich schöner, da sie mehr wie ein Park aufgebaut sind. Hingegen der Chinesische Garten, den ich heute besucht habe, gefällt mir sehr gut. Die Pflanzen sind zwar nicht angeschrieben, dafür hat es auch nicht so viele, die man sich merken muss. Der Japanische Garten war wegen Umbauarbeiten geschlossen.

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