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Felix und ich beim Chinesen |
Nun
war die Zeit gekommen, um weiter gegen Osten zu segeln. Der erste Ort war
Georgetown auf der Insel Penang. Da wir keinen Wind hatten, mussten wir mit dem
Motor die ganze Strecke zurücklegen. Hier blieben wir drei
Tage und besuchten die Sehenswürdigkeiten der Stadt und besuchten die
Schmetterlingsfarm mit einem kleinen Insektenmuseum im Westen der Insel. Viele
schöne einheimische Schmetterlinge werden hier gehalten in einer dem Urwald
nachempfundener Umgebung in einem Glashaus mit viel fliessendem Wasser.
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Bildseite
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ging es dann an das Südende der Insel Penang, wo wir für die Nacht vor Anker
gingen. Tags darauf segelten wir dann um fünf Uhr morgens los, weil wir bis
Lumut eine lange Strecke zu bewältigen hatten. Lumut liegt in einem Fluss und
wir hatten zum Glück einlaufendes Wasser, was uns einen Vortrieb von 6,8 kn
brachte. Vor dem Yachtclub haben wir dann geankert und sind am nächsten Morgen
zum Einkaufen in den Ort gegangen. Lumut ist keine Sensation, so blieb es beim
Einkauf.
Marina
Port Klang
Als wir
wieder an Bord waren, beschlossen wir, gleich loszusegeln, da wieder eine
sehr lange Strecke nach Port Klang vor uns lag. Der ganze Tag und die
ganze Nacht wurde gesegelt. Auch dieser Hafen, der grösste von Malaysia,
liegt hinter Inseln in einem Fluss-System mit starken Gezeitenströmen bis
zu 1,7 kn. Hier mussten wir gegen
den Gezeitenstrom einlaufen. Nach 24 Stunden erreichten wir den Yacht Club und
legen bei viel Strömung an einem Schwimmponton mitten im Fluss an.
Nach einem schönen Mittagessen und einem langen Mittagsschlaf zogen wir
los um den Kern von Port Klang zu erforschen. Es ist kein Ort, der einem
interessieren kann, keine auffällige Gebäude, nichts historisches. Selbst
Gemüse und Früchte waren nicht leicht aufzutreiben. Tags darauf fuhren wir mit
dem Bus in die Stadt Klang im Landesinneren. Auch hier, wohl viele neue Bauten
aber nichts, was uns begeistern könnte.
Wieder am Morgen
sehr früh weg, von Klang nach Port Dickson und wieder ohne Wind. Erst etwa zwei
Meilen vor dem Ankerplatz kam ein relativ starker Südwest-Wind auf, der den
Ankerplatz ungemütlich machte. So fuhren wir noch drei Meilen weiter bis in die
Admirals- Marina. Dies ist ein Edel-Resort, entsprechend gebaut und teuer. Ein
kleines Bier hat sieben Ringit gekostet, das sind umgerechnet zwei US$, das
Doppelte von Lankawi.
Darauf folgten zwei Ankerplätze
hinter kleinen Inseln, die jedoch guten Schutz bieten. Ein langer Tag war mit
Wind, der andere ohne. Nun ging es in den Kanal zwischen Malaysia und Singapur
hinein nach Johor Bahru, wo ein Damm mit einer breiten Strasse nach Singapur führt.
Tag und Nacht rollt hier die Blechlawine bestehend aus Lastern, Bussen, Mopeds
und Autos hinüber und zurück ohne Ende und mit einem ständigen Brummen.
Entsprechend ist die Luftverschmutzung und das Meer ist hier auch total
verschmutzt. Die Gezeitenströme bringen Tonnen von Abfällen in die Bucht und
ziehen sie wieder ab.
Den alten
Sultanspalast (siehe Bild rechts), der sehenswert sein soll, konnten wir leider nicht besuchen, da
gerade an dem Tag eine Regierungskonferenz angesetzt war. Diese immense Villa,
ausgestattet mit viktorianischen Möbeln, liegt in einem riesigen Park, den wir
dann halt als Alternative abgeschritten haben. Die Stadt selber ist bis auf
einige Ausnahmen mit sehr hohen und neuen Gebäuden bestückt. Hier und da
existieren noch einige Chinesenstrassen mit den entsprechenden Bauten oder
anderswo, zwischen Hochhäusern versteckt, einige aus
Abfallholz gebaute Wohnstätten, die sicher bald verschwinden werden.
 Oben:
Alter Sultanspalast von Johor Bahru
Bretterhütten neben Hochhäusern
Linkes Bild:
Chinesengeschäfte in Johor Bahru
Da hier in der Stadt das Einkaufen billiger sein soll als in Singapur,
habe ich mich für eine lange Zeit mit Esswaren in Büchsen und mit Reis
eingedeckt. Ich habe zwar nicht alles bekommen, habe aber jetzt in Singapur festgestellt, dass
Fleischkonserven hier zu bekommen sind und sogar billiger sind.

Singapur, sicht von der Cliffton Pier zum Theater-Viertel
Linkes
Bild: Hochhäuser
in Singapur, Raffels Place
Es
ging dann durch den Kanal zurück, um nach Singapur zu gelangen. Dort wo ich
laut Karten nach Osten abbiegen sollte, befanden sich riesige Sanddünen! Einen
weiten Umweg nach Südwesten musste gefahren werden, um wieder auf den geplanten
Kurs zurückschwenken zu können. Der Hafen wird mit riesigem Aufwand vergrössert.
Nur, die Überraschungen waren noch nicht zu Ende. Wir fanden die Marina des
Yacht Clubs nicht mehr, er wurde verlegt und in den Büchern und Karten war dies
noch nicht vermerkt. Nach langem Herumirren im Hafen, konnten wir schlussendlich
um fünf Uhr abends in der Marina anlegen. Da Einklarieren konnten wir auch
gleich erledigen.
Nie hätte ich mir Singapur so vorgestellt. Obwohl ich noch nie in einer
Stadt so viele Hochhäuser gesehen habe, sind in der Stadt drin erstaunlich
viele Parkanlagen und den Strassen entlang viele Alleen, bestehend aus vielen
verschiedenen Palmen und Laubbäumen. Viele Quartiere sind durch Gärten oder
Parks getrennt und auch sehr gepflegt. Viele Einkaufszentren sind über die ganze Stadt verteilt,
fast alle in modernen Gebäuden untergebracht. Die alten Garküchen auf den
Strassen existieren nicht mehr, sie sind jetzt in Hallen oder im Erdgeschoss
eines Hochhauses untergebracht, immer noch kann man dort recht günstig essen.
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Blüte
des Kanonenkugel-Baumes
Tal der Palmen im Botanischen Garten
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Oben:
chinesische Garküche
Links: Siebenstöckige Pagode im chinesischen Garten
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Vor einiger Zeit habe ich den Botanischen Garten besucht, der riesig ist. Er ist für mich fast zu
gross, kann ich doch nicht so viele Namen von Bäumen und Sträuchern im Kopf
behalten. Andere Anlagen in der gleichen Sparte fand ich schöner, da sie mehr
wie ein Park aufgebaut sind. Hingegen der Chinesische Garten, den ich heute
besucht habe, gefällt mir sehr gut. Die Pflanzen sind zwar nicht angeschrieben,
dafür hat es auch nicht so viele, die man sich merken muss. Der Japanische
Garten war wegen Umbauarbeiten geschlossen.
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