Meine Weltumsegelung

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Copyright © André Blanc, Januar 2008



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 Zweimal von Nai Harn nach Langkawi 

Olga und Didi beim Ausflug auf die Insel Raya

            Die Bucht von Ao Chalong wurde immer ungemütlicher, da sich durch den Nordost-Monsun in der Bucht ein unangenehmer Seegang aufgeworfen wurde. Wenn du an Land gingst, warst du jedes mal nass – das muss nicht unbedingt sein. Das Wasser hier ist auch sehr schmutzig und man kann nicht baden. Deshalb beschloss ich, nach Nai Harn zu gehen. Diese Bucht liegt an der Südspitze der Insel Phuket und ist gegen Südwesten offen. Beim Wintermonsun liegt man hier gut und das Meer ist sauber.
            Im Jungle Beach Resort traf ich viele Segler, die ich schon vor längerer Zeit in Lankawi getroffen hatte. Günther aus Österreich mit seinem Katamaran der nach Chagos wollte. Wolfgang aus Wien auf der Moyana
musste später wieder nach Lankawi, weil die Thailänder nur einen Monat Visa zulassen.  Ein anderer Österreicher wollte mit seiner Familie auch ein halbes Jahr nach Chagos.
            Am Abend im Restaurant traf ich auch Olga und Didi, sie stammt aus Griechenland, er aus Deutschland. Mit ihnen habe ich einen Ausflug auf die Insel Raya gemacht. In der Bucht sind wir vor Anker gegangen und Didi schwamm zum Kap um dort zu schnorcheln und einen Fisch zu fangen. Zum Abendessen gabs dann Fischfilet, die ich aus den beiden Fischen herausschnitt, die er mitgebracht hatte. Tags darauf segelten wir wieder nach Nai Harn zurück, das wir am späteren Nachmittag erreicht haben.

            Hier warte ich auf Isabelle und Martin, die Francokanadier aus Lausanne. Beide Arbeiten im Universitätsspital von Lausanne in der Intensivstation. Im Juni haben beide Prüfungen zu bestreiten und wollen vor dem Stress noch ein wenig ausspannen. Sie sollen am 24. Januar eintreffen und dann geht es wieder nach Lankawi. Der erste Segeltag führte uns mit viel Wind in die Bucht der Insel Raya, ein schöner Fleck, der leider jetzt mit einem "Resort" verbaut wird. Dann wird es aus sein mit der Ruhe auf dieser Insel.
            Der Tag darauf war für die beiden sehr hart, blies es doch bis zu sechs Bf. Aus Nordost und wir mussten kreuzen, um das Tagesziel zu erreichen. Martin hat mein Frühstück nicht vertragen und hat es Neptun geopfert. Da der Wind immer mehr nach Ost drehte, mussten wir das letzte Stück mit dem Motor gegen den Wind gehen und haben in einer Bucht im Süden von Ko Lanta Yai geankert.


Die Bucht Nai Harn   

         Bungalows auf Phi Phi                Felix

            Für die nächsten drei Tage war uns kein wind beschert, Segel rauf, Segel runter und schlussendlich alles mit dem "eisernen Gustaf" (Motor)! Wir liefen dann in die Marina des Yachtclub Lankawi ein. Isabelle und Martin gingen zum Tauchen, wo ihnen Haie und Schildkröten vorgeführt wurden.
            Auf dem Rückweg besuchten wir die Insel Phi Phi und meine Freunde gingen hier nochmals zum Tauchen und haben die Felsen kletternd erstiegen, die gleich bei der Ankerbucht liegen und von vielen Freikletterern bestiegen werden. Auch ein Nachttauchgang war dabei und anschliessend liessen sie sich massieren. Zurück in Nai Harn hatte ich vierzehn Tage Zeit, bis dann Felix am 23. Februar an Bord kam, der zwei Monate bleiben wollte.
  
         Tags darauf segelten wir, Felix, John aus den USA und ich in drei Tagen nach Lankawi, um dort an der Regatta teilzunehmen. Das erste war, Crewmitglieder zu suchen, die mit uns die Regatta mitmachen wollten. Schlussendlich hatten sich fünf bereit erklärt, bei mir mitzusegeln. Dies waren: Tom aus Wels, Daniela aus der Schweiz, Wibeke aus Norwegen, Felix und ich. Mein Schiff wurde bei den traditionellen Yachten eingeteilt.

Ein Teil der Regattapokale, die nicht von den Crewmitgliedern mitgenommen wurden

 
         Mein schärfster Konkurrent war ein Brasilianer mit einer alten Holzyacht von Sparkmans & Stevens. Wir waren fast immer nahe bei einander. Schlussendlich war der Guardian der schnellere, er war erster und ich war zweiter. Leider war die ganzen fünf Tage ganz wenig Wind. Meinen Spinnaker konnte ich nicht brauchen, weil das Tuch zu schwer ist für diese schwachen Winde.  Der Preis für den zweiten Platz: ein Satelitenradio, das soviel kostet, wie die Teilnahmegebühr.
            Meine Ankerkette passte nie auf mein Ankerspill und übersprang immer die Vertiefungen für die Kettenglieder, weil das Kettenrad nicht mit der Kette übereinstimmte. Hier habe ich nun eine neue Ankerkette gekauft, die jetzt stimmt und neu verzinkt ist, die alte war nach fünfzehn Jahren arg verrostet.

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