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Candy,
die ehemalige Königsstadtf
Von Galle
aus bin ich mit dem Bus in sieben
Stunden über Colombo nach Candy gefahren, das in der Zentral-Provinz liegt. Da
die Bahnarbeiter gestreikt haben, musste ich per Bus nach Colombo dadorthin ,
Candi hat keinen Bahnanschluss.
Nach der Suche eines Hotels besuchte ich den Tempel, in dem der Zahn von
Buddha als Reliquie aufbewahrt wird. Das Zentralgebäudeunter einem vergoldeten Dach beinhaltet die Reliquie
und ist zur gleichen Zeit der bedeutendste Andachtsraum. Mit schönen
Holzarbeiten und bunten Malereien innen und aussen ist er sehr beeindruckend. Im
hinteren Teil des Tempels über einer langen Andachtshalle ist ein Museum
eingerichtet, das viele die Reliquie betreffende Schriften und Gegenstände
zeigt. Es besteht aus zwei Stockwerken, die über lange Treppen zu erreichen
sind. Rund um den Tempel ist ein grosses Gelände, auf dem noch viele
Nebentempel stehen. 1979 wurde der Tempel durch eine Bombe von Terroristen zum
Teil zerstört.
Am Abend werden im Kulturzentrum die alten Tempeltänze zur
entsprechenden Musik vorgetragen. Die Truppe, bestehend aus acht Tänzerinnen,
sechs Tänzer und sechs Musikanten sind choreografisch und tänzerisch sehr gut
geschult, man kann also von einer professionellen Truppe sprechen. Nach dem Vorführen
von acht Tänzen, zwei der männlichen, vier der weiblichen und zwei gemischte,
führen die Tänzer einen Feuertanz auf und laufen über glühende Holzkohle.
Die ganze Vorführung dauert etwas mehr als eine Stunde. Es wäre
schade, wenn ich dieses Spektakel verpasst hätte.
 
Links der Budda-Zahntempel
Rechts Balerei unter dem Dach im Zahntempel
Eine kurze Wanderung von einer halben Stunde um den künstlichen See ist
auch nicht zu verachten. Leider ist beidseitig
des Sees viel Verkehr und das mindert ein wenig das Vergnügen.
Andererseits bietet die Stadt nichts, es könnte auch Galle oder Colombo
sein. Im Westen thront über der Stadt auf einem Hügel ein schneeweisser,
riesiger Buddha, ein Geschenk der Japaner. Von dort aus hat man eine gute Sicht
auf die Stadt und den See.
Zu
Bildseite des Botanischen
Gartens
Eine Stupa mit Gebetshaus auf dem
Tempelgelände
Vier Kilometer Richtung
Colombo liegt der Botanische Garten, der von den Engländern ins Leben gerufen
wurde. Er ist sehr gut gepflegt und beinhaltet sehr viele tropische Gewächse,
die alle mit Tafeln versehen sind. Darauf steht der
englische und der wissenschaftliche Name sowie das Herkunftsland. Einige Gewächshäuser
sind auch sehenswert, vor allem das mit den einheimischen Orchideen. Im Garten
befindet sich auch ein Unikum: ein „Ficus bejamina“, der eine Fläche von
2000 Quadratmetern bedeckt.
Nicht weit vom Garten entfernt liegt die Universität von Candy, die auch
einen schönen Garten besitzt und es lohnt sich, auch diesen zu besuchen. Der
Zugang ist öffentlich und ausländische Gäste sind gerne gesehen.
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