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Weltumsegelung
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Sieben
Wochen Jemenj
1969 ist dann der Südjemen unabhängig geworden, wurde kommunistisch und viele Jemeniten wurden nach Russland, Ostdeutschland oder Kuba zur Ausbildung geschickt. Auf der Nordseite der Bucht wurde von den Russen ein thermisches Kraftwerk mit Meerwasserentsalzungs-Anlage gebaut, die immer noch in Betrieb ist. Nach dem Bürgerkrieg und dem Zusammenschluss der beiden Jemen, zerfällt alles ein wenig.
Hier in
Tawahi, wo ich meine übliche Abendrunde gemacht habe, habe ich schnell Kontakt
zu Einheimischen bekommen. (In einer Saftbar wurde ich von einem jungen Mann
angesprochen, mit dem ich dann auch die Hauptstadt besuchte. Hamzah, so lautet
sein Name, ist noch in der Ausbildung und wird sein Studium nächstes Frühjahr
abschliessen. Er ist zwar Jemenit, stammt aber von väterlicher wie von mütterlicher Seite von Indern
ab. Seine Vorfahren sind von den Engländern als Soldaten oder als Arbeiter
hierher gebracht worden.
Der eigentliche Lebensnerv von Aden liegt im "Crater". Alles, was man braucht, findet man in diesem Stadtteil. Wechselstuben, Banken, Kleidergeschäfte, Juweliere usw. sind hier versammelt. Ein Geschäft zu finden, ist aber nicht einfach, sind die Gässchen mit den Läden über die ganze Stadt verteilt. Auch alle Behörden, zum Beispiel für ein Visa für Jemen, befinden sich hier. Die Einheimischen müssen dort hin, wenn sie einen Pass oder eine Identitätskarte brauchen.
Ein britischer Leutnant hat 1854 in den Vulkanfelsen westlich der Stadt
mit Müll gefüllte Becken gefunden. Später wurden sie vom Unrat befreit und es
stellte sich heraus, dass dies sehr alte Wassertanks waren, die ehemals die
Stadt mit Trinkwasser versorgt haben. Von den umliegenden Vulkanfelsen lief das
Regenwasser in die Tanks und wurde dort gespeichert. Regnete es zuviel und waren
die Becken voll, lief das Wasser durch einen Kanal ab ins Meer. Leider weiss man
nicht, wann und von wem diese erbaut wurden. |