Meine Weltumsegelung

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Copyright © André Blanc, Januar 2008



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 Besuch in Eritrea, ein junges und armes Land 

            Von Port Sudan ging es flott gegen Süden, jeden Tag einen Sprung von 24 bis 35 sm weiter. Die Korallenriffe werden aber hier immer ärmer, da die Erwärmung des Meeres die Korallen sterben lässt. Sehr wenige Riffe sind noch intakt, wohl sind Fische noch da, jedoch auch die Vielfalt nimmt ab. Das Wasser ist auch relativ trübe und die Sicht beschränkt.
  
         Kurz vor der Grenze zu Eritrea hat uns ein Sandsturm, ein sogenannter Hoboob (ausgesprochen Hobub), erwischt. Innen und aussen alles voller feinen Flugsand! KeinVergnügen, kann ich euch sagen. Als wir dann über die eritreische Grenze waren, gab es kein so starkes besanden mehr. Innen muss alles mit Besen und Schaufel geputzt werden, aussen kann man es mit Pütz und Schwamm machen.
            Am 2. Juli sind wir in Massawa, dem Haupthafen von Eritrea eingelaufen. Unser Liegeplatz lag im Windschatten eines einheimischen Frachters und hat uns vonallen Winden abgedeckt. Hier haben wir auch die grösste Hitze erlebt. Eines Abends um acht Uhr war es im Schiff drin 42 Grad. Mein Blutdruck, der sonst immer zu hoch
ist, sank in den Keller und ich musste die Medikamente absetzen. Wir blieben hier bis zum 8. Juli und haben die Einkäufe erledigt und Wasser gebunkert. Massawa ist eine zum Teil vom Krieg zerstörte Stadt und nichts ist bis jetzt repariert worden. Dafür hat der Staat ein protziges Verwaltungsgebäude hingestellt und es steht zum grössten Teil leer. 

Suakin, der letzte Hafen im Sudan , die Altstadt ist zerstört  

           Weiter ging es er Küste entlang nach Assam, auch noch in Eritrea mit einem  Hafen, der nicht oder noch nicht in Betrieb genommen wurde. Vor sechs Jahren versuchte Äthiopien Assam zu erobern, da dieses Land nun nach der Trennung keinen Hafen mehr hat, liegt es doch jetzt im Innern von Afrika.
            Da Moritz schon seit Tagen Ohrenschmerzen hatte, musste er das
hiesige Spital aufsuchen. Der Arzt verschrieb ihm Antibiotika, die er fünf Tage lang einnehmen musste. Wir haben im Hafenbecken geankert und dadurch wurde es nie so heiss wie in Massawa. Die Menschen hier sind sehr freundlich und viele sprechen englisch. Ältere habe ich getroffen, die sprachen noch italienisch, hat doch Eritrea etwa 60 Jahre zu Italien gehört.
  
         Hier in Assam hatte ich einen weiteren der vielen Dispute mit Heiner. Ich habe ihm gesagt, er solle in Aden das Schiff verlassen, er sei untragbar. In all dieser Zeit (20 Jahre) als Skipper, ist es nur einmal vorgekommen, dass ich eine Person ausladen musste. Selten ist mir ein so frecher Egoist, Schlamper und Minimalist begegnet.

 

  Der Gouvernörspalast von Massawa mit Kriegsschäden


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